Social Media Gipfel 5: Online-Monitoring in der Praxis

Social Media GipfeliDie wachsende Zahl von Kanälen und Inhalten sorgt bezüglich «Online-Monitoring» für tiefe Stirnfalten bei PR-Profis und Social Media Geeks. Am fünften Social Media Gipfel stellten zwei Praktiker ihre gegensätzlichen Lösungen vor.

Das Zuhören steht im Zentrum jeder Online-Dialogstrategie. Nur wer weiss, welche Inhalte von wem und wann publiziert werden, kann rechtzeitig Trends (oder gar Krisen) erkennen, Massnahmen definieren und allenfalls in den Dialog treten.

Wir erkennen im Agentur-Alltag drei Fraktionen im Umgang mit dem Thema:

  1. «Wir müssten was tun, wissen aber nicht wie.»
  2. «Ich habe für meine Keywords eigene Suchroutinen eingerichtet.»
  3. «Wir arbeiten mit einem spezialisierten Anbieter.»

Am Social Media Gipfel waren alle drei Fraktionen anwesend. Markus Maurer aka Kusito (von Ypsomed, 2. Fraktion) und Oriana Chiandusso von Postfinance (3. Fraktion) demonstrierten ihre Lösungen. Im Publikum sassen wohl auch einige von der 1. Fraktion.

Drittanbieter: umfassend, servicestark, kostenpflichtig
Postfinance hat als Strategie definiert, sich zuerst  im «Zuhören» zu üben – bevor man sich dialogisch engagieren will. Oriana arbeitet mit MBuzz von Meltwater. Das tägliche Alert-Mail liefert ihr einen Überblick über die Präsenz – sie kann die Daten via viele Funktionen verwerten, verteilen und für das monatliche Reporting aufarbeiten. Die Basislizenz kostet jährlich rund 10000 Euro und ergibt einen wöchentlichen Arbeitsaufwand von 10 bis 20 Stellenprozenten – Setup und Entwicklung rund 20 Prozent (Präsi von Oriana am Schluss des Beitrags oder hier).

Manuell: flexibel, einfach, bedingt zuverlässig
Mit zwei einfachen, webbasierten Tools überblickt Markus Maurer die Online-Welt: Für alle seine Keywords hat er Google alerts eingerichtet. Und erhält nach Wahl täglich, wöchentlich oder sofort alle Erscheinungen dazu. Markus hat beste Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit und Tempo gemacht und lobt die Flexibilität und Bedienbarkeit. Ergänzend nutzt er für Facebook, Twitter und Co. das «Social Media Dashboard» HootSuite. (Präsi von Markus).

Online-Monitoring ist ein Muss
Ob mit pragmatischem oder hochprofessionell systematischem Ansatz: Die Angebote werden sich in den kommenden Monaten rasant weiter entwickeln (was auch bei der Wortmeldung von bluereport-Mann Denis Nordmann zum Ausdruck kam). Es gilt auch hier: dran bleiben, ausprobieren, umsetzen.

Die beiden Präsentation sind anzusehen gleich nachfolgend in diesem Blogbeitrag oder direkt bei Slideshare. Ein Dank für die fotografischen Stimmungsbilder (Link Flickr-Galerie) geht an Michael Schmid!
Der nächste Social Media Gipfel findet am 3. November statt – gleiche Zeit, gleicher Ort. Auf der smgz-Website kann man sich für die Einladung vormerken lassen und Twitter-Kontakt mit @smgzh schadet auch nicht.

Links:
Twitterberichterstattung über den smgzh

alle bernetblog-Berichte über den Social Media Gipfel

Rückblick smgzh 5 bei Amazee-Blog
Foto-Eindrücke bei Flickr (Fotos: Michael Schmid)

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Social Media Gipfel 4: Bilder, Präsentationen, Zitate

Social Media GipfeliZum vierten Mal haben sich frühmorgens Kommunikations-Fachmenschen zum Social Media Gipfel getroffen. Und sich ausgetauscht zu zwei aktuellen Praxisfällen aus der schnellen Welt der Social Media.

Das Konzept: Früh aufstehen, um halb acht Kafi & Gipfeli fassen (Dank fürs Sponsoring diesmal an Parx) und zwei praxisnahen Präsentationen lauschen über Umsetzungen von Social Media. Diesmal im Fokus: Die Vulkan-Krisenkommunikation der Swiss Air Lines (Blog vom 2.6.) und das eReader-Plattform-Projekt von Swisscom (Blog vom 3.6.).

Vor und nach dem Austausch gibt es Zeit zur Koffein-Zufuhr und für persönliche Kontakte mit Alt- und Neubekannten. Hier eingefangen vom Hof-Fotografen Michael Schmid (Danke!):

Einige Zitate aus Gesprächen und Blogbeiträgen:

«Dialog heisst auch einmal: Nur Zuhören, und auf eine Antwort verzichten. Es macht keinen Sinn, jede Bemerkung, Bewertung, jeden Kommentar zurück zu kommentieren.»
Parand Rohandi, Manager Online Marketing Swiss Air Lines

«Unser Monitoring machen wir hauptsächlich über Twitter-Suchen und Facebook-Besuche. Die relevanten Dialoge erfassen wir auch so.»
Christian Lüdi, Online Marketing Swiss Air Line (Referent am «Gipfel»)

«Der Swiss-Fall beweist, dass Social Media die schnellere Kommunikation gewährleistet als klassische Online-Auftritte. Mehr noch: Ein weiterer «sozialer» Aspekt hilft: Hier können Fans (Reisende) mit anderen «Fans» kommunizieren und so helfen!»
Mathias Möller, aus seinem Beitrag im Blog von Amazee (frei übersetzt aus dem Englischen)

Auch gezwitschert wurde rege zum #smgzh 4. Alle die keinen Gästelistenplatz fanden, können sich die Präsentationen via YouTube anschauen. Danke an Timo Wäschle, corpmedia fürs Filmen.

Die nächsten Austragungen des Social Media Gipfel sind geplant für den
1. September und den 3. November 2010
. Das Anmelde-Prozedere bleibt gleich. Per Abstimmung haben die Anwesenden entschieden, der Gipfel soll – trotz übervollen Gästelisten – seinem Konzept treu bleiben: Gratisbesuch und limitierte Platzzahl im NZZ-Bistro.

Wer auf dem Laufenden bleiben will, trägt sich hier für den Newsletter ein.

Links:
bernetblog «Social Media Gipfel: Swiss Air Lines und die Vulkankrise»
bernetblog.ch «Social Media Gipfel: Swisscom testet eReader-Plattform»
Social Media Gipfel 4: Die Präsentation bei Slideshare
Twitter-Wall zum Social Media Gipfel
blog.hdzimmermann.net «Social Media goes Mainstream»
blog.amazee.com «Social Media Gipfel 4»

Social Media Gipfel: Swisscom testet eReader Plattform

online news Gibt es für eReader neben iPad und anderen Multifunktions-Tablets einen Markt? Wie finden Schweizer Verlage ein zahlendes Online-Publikum? Swisscom präsentierte am 4. Social Media Gipfel das Projekt «Codex» – und hatte damit einen harten Stand.

Die Skepsis war gross beim kritischen smgzh-Publikum. Und Swisscom-Projektleiter Mathias Kienholz geriet bei der Präsentation des Innovationsprojekts «Codex» arg ins Schwitzen.

Warum «Codex»?
Codex (lat. Baumstamm) stand vor Urzeiten für beschriftete Holz- oder Wachstafeln und für in Holz eingeschlagenes Pergament oder Papyrus (Quelle: Wikipedia). Bei Swisscom steht es für das Projekt, welches aus dem Abschied von den Holzmedien ein Geschäftsmodell entwickeln soll. Konkret: Auf eigens dafür gekaufte eReader (Preis noch offen) speichern die Nutzer/innen ihre Bücher, Zeitungen, Magazine oder laden vor der Frühstückslektüre ihre Zeitung – oder ausgewählte Teile daraus – per Synchronisation. Stand Anfang Juni 2010: In Kürze werden die eReader an das Testpublikum ausgeliefert, im Moment ist Swisscom noch mit letztem De-Bugging beschäftigt. Mit den ersten Erfahrungen will die Projektleitung dann über die Projektfortsetzung entscheiden.

Was braucht das Publikum?
Kienholz schloss seine Präsentation mit der Frage: «Was erwarten Sie von einer Online-Zeitung?» Die Antworten, Voten und Fragen lassen sich unmissverständlich zusammenfassen:

1. Multimedia
Niemand mit einem elektronischen Ausgabegerät will auf Videos, Bildergalerien und Hypertext verzichten. Im iPad-Jahr 2010 bitte auch in Farbe. Das Rascheln der Papierzeitung oder eines Buches geniessen wir genüsslich am Sonntag.

2. Multifunktion
Wieviele Geräte kann ein Mensch tragen? Auf meinem Tablet will ich Inhalte konsumieren (Bild, Ton, Schrift) aber auch Mails lesen, den Kalender pflegen, kleine Schreibarbeiten erledigen. Einen zusätzlichen eReader will ich nicht.

3. Offene Plattformen
Was am iPad nervt: Die Allmacht des Anbieters über Sein oder Nicht-Sein in seinem Medienuniversum. Der Wunsch nach einem Geräte- und Plattform-unabhängigem Angebot wächst. Ob ein CH-Konglomerat aus Swisscom und Verlagen hier mächtig genug ist?

Zur Ehrenrettung der CODEX-Projektgruppe sei gesagt: Nichts einfacher, als aus der zweiten Reihe hämisch auf die Machtlosigkeit von Verlagen zu spotten. Swisscom hat mit diesem «explorativen Projekt» wohl einen steinigen Weg eingeschlagen. Aber wer weiss, vielleicht wächst aus den Erfahrungen und nach steilen Lernkurven doch ein Produkt mit Win-Win-Charakter für Nutzer und Anbieter. Zu wünschen wäre es uns allen.

Achtung: Hier der Schluss der Berichterstattung über den
4. Social Media Gipfel mit Präsentation, Fotos, Eindrücken und Zitaten.

Links:
bernetblog «Die Macht der Einfachheit: Apple gegen alle»
bernetblog «Social Media Gipfel: Swiss Air Lines und die Vulkankrise»
bernetblog «Social Media Gipfel 4: Bilder, Präsentationen, Eindrücke»
Social Media Gipfel 4: Die Präsentation bei Slideshare
Twitter-Wall zum Social Media Gipfel
blog.hdzimmermann.net «Social Media goes Mainstream»
blog.amazee.com «Social Media Gipfel 4»

Social Media Gipfel: Das schwere Leben des Türstehers

Social Media GipfeliAm 2. Juni findet der vierte Gipfel rund um Social Media statt. Mit SWISS und eReader. Schön wärs, wenn alle Veranstaltungen so begehrt wären.

1990 habe ich als Korrespondent für Cash und WerbeWoche in New York geschrieben – neben meiner Anstellung in einer PR-Agentur. Auf die Anmeldung zu einer Armani-Medienkonferenz folgte der trockene Hinweis «Sorry, our books are closed.» Der Traum jedes PR-Profis: Medien stehen Schlange, um an eine Medienkonferenz zu kommen.

Was sonst nur Berühmtheiten schaffen, macht unser Social Media Gipfel mit links. Diesmal waren die 100 Plätze 26 Minuten nach dem Versand der E-Mail-Einladungen weg, das ist ein neuer Rekord. Am schnellsten kam der Tweet mit dem Anmeldelink an – so schnell, dass einige Mail-Adressaten trotz sofortigem Empfang nur noch die «Sorry, ausbucht»-Seite zu sehen bekamen.

Ausgebucht zu sein ist schön. Und schade. Jetzt stehen Peter Hogenkamp und ich vor der schweren Aufgabe des Türstehens. Die Schar der Enttäuschten ist gross. Als Trostpflaster bieten wir Livestreaming – beim zweiten Versuch werden wirs schaffen. Und als Alternative bietet sich die Suche eines grösseren Lokals – was doppelt so hohe Kosten mit sich bringt. Sponsoring ausbauen? Eintritt verlangen? Wir Türsteher gucken uns die Optionen nochmals an – nächste Termine sind der 1. September und der 3. November.

social media gipfel stimmungsbild bistro nzz

Social Media Gipfel: Fotos, Learning

Social Media GipfeliIm Dezember haben wir mir Blogwerk den Social Media Gipfel lanciert – hier ein Learning, Fotos und Videos nach dem geglückten dritten Anlass vom letzten Mittwoch.

Wir haben einen Nerv getroffen: Das frühmorgendliche Format nervt alle Morgenmuffel und macht die Anreise schwierig. Aber die Anwesenden schätzen die Tatsache, dass der Tag danach noch offen bleibt. Entscheidend bleibt der Inhalt. Social Media Erfahrungen sind eine sehr gesuchte Währung. Und mit dem kostenlosen, unprätentiösen Konzept haben Peter Hogenkamp und ich etwas umgesetzt, was wir beide mögen. Genau wie die 100 Personen, die sich innert einer Stunde nach der Ausschreibung auf die vorhandenen Plätze setzen. Die eingebetteten Fotos sind von kooaba-CEO Herbert Bay, @hebay – weitere Bilder bei Michael Schmid, @schnitzel86.

Hier die ganze Präsentation mit den Folien von Matthias Lüfkens und Till Quack (ohne Videos):

Mehr Fragen, mehr Erfahrungen
Am 3. April hatten wir mit dem WEF (Beitrag vom 9.4.2010) und der Lancierung des Paperboys (Beitrag vom 7.4.2010) wiederum anregende und interessante Inhalte zu bieten. Fürs nächste Mal wünsche ich mir mehr konkrete Social Media Erfahrungen, Fallstricke und Stolpersteine. Und bissige Fragen aus dem Publikum. Hier kann man sich auf die E-Mail-Liste für die nächste Ausschreibung setzen.

Video-Ausschnitte, bearbeitet von CorpMedia:
Matthias Lüfkens/ WEF zu Twitter und Facebook
Till Quack zu Augmented Reality und zur neuen Anwendung Paperboy

Social Media Gipfel: Premiere mit Paperboy

kooaba-Paperboy-Product_Icon-150x150Die heutige dritte Durchführung unseres Social Media Gipfels hatte eine Weltneuheit zu Gast: Der «Paperboy» – ein neues iPhone Tool – will eine Brücke bauen zwischen Print und Web.

Der heute getaufte «Paperboy» ist eine klassische «Augmented Reality» Anwendung: Die reale – in diesem Fall gedruckte – Welt wird verknüpft mit virtuellen Inhalten. Konkret: Interessiert uns ein Artikel in der Pendlerzeitung, fotografieren wir ihn mit dem iPhone bzw. dem Paperboy-App. Dann stehen drei verschiedene Anwendungen zur Verfügung:

  • Weiterempfehlen: via E-Mail, Facebook oder Twitter
  • Entdecken: Zusatzinhalte finden via Links zu Video, Bildern, Dokumenten
  • Aufbewahren: Die fotografierten Artikel im kooaba-Account oder Evernote (in Vorbereitung) speichern

Das App funktioniert denkbar einfach – wie auch dieses Video zeigt:

Wie lange überlebt der «Paperboy»?
Eine App, die allen Grundregeln einer guten mobilen Anwendung gehorcht: Einfach in Installation und Anwendung, smart aufgebaut und grafisch schön umgesetzt. Bleibt noch die Krux mit dem Nutzerbedürfnis. Nur darin liegt die Erfolgsaussicht und das Business-Modell für Kooaba (CTO und Mitgründer Till Quack präsentierte am SMGZH die Innovation) und die Verlage (als Kooperationspartner war 20Min-Online-Chefredaktor Hansi Voigt vor Ort). Das Bedürfnis liegt in der Schnittmenge der iPhone-Nutzer die gleichzeitig noch dem Printmedienkonsum frönen. Aber gibt es die (noch)? Und wird das iPad die Anwendung definitiv «überholen»?

Wie bei so vielen App-Innovationen: Das Tempo ist rasant. Der «Paperboy» erfüllt seine «Konvergenz-»Aufgabe heute sicher. Es wird sich weisen, ob er den Anbietern und -Konsumenten den richtigen Dienst erweist. Vielleicht ja schon – aber er braucht dafür noch Updates. Und weitsichtige Kooperationspartner bei den Medien. Heute dabei sind bereits 20Minuten, die NZZamSonntag, Weltwoche, einige Ringier- und Sporttitel und mehr.

Links:
Direktlink zur Paperboy-App auf iTunes

Paperboy-Website
Tweets zum dritten #SMGZH
bernetblog: «Was ist eigentlich: … Augmented Reality»

Social Media Gipfel 01: Impressionen, Idee, Initianten

nurknopfDer erste Social Media Gipfel ist erfolgreich über die Bühne des NZZ Bistro gegangen. Ein persönlicher Rückblick auf diesen Morgen mit einigen Eindrücken und Kurzvideo.

Die Zusammenfassung der Facebook-Learnings für Unfallverhütung ist online – wie wirs versprochen hatten. Dieser Gipfel bringt nicht nur Impulse für die Anwesenden, sondern in verdichteter Form auch durch unsere Nachbearbeitung. Gestaunt habe ich darüber, dass wirs heute in die Top-Themen der deutschsprachigen Tweets geschafft haben. Natürlich wirds wieder ruhiger werden, hier der laufend aktualisierte Twittertrend für den Hashtag / das Twitter-Schlagwort #smgzh. Am Anlass habe ich selbst laufend Erkenntnisse getweetet – das nächstemal nehme ich diese Frequenz ein wenig runter. Denn die Zusammenfassung in einem Blogpost bringt zwar weniger Aktualität, dafür mehr Tiefgang und Gesamtsicht.

Drei Ziele hatten sich Peter Hogenkamp und ich mit diesem Format gesetzt:

1. Kontakten: Menschen kennenlernen, die ebenfalls unterwegs sind irgendwo im Bereich Social Media.
2. Verdichten: Dies in einem effizienten, komprimierten Rahmen mit viel Raum für Diskussion.
3. Lernen: Impulse erhalten aus den Antworten und Fragen anderer.

Diese Ziele erhalten im folgenden Video die persönliche Färbung von mir und von Peter. Wir haben auf dem Weg hierher gelernt, was es alles braucht, um so eine Idee steigen zu lassen. Und wir möchten weiterhin einfach bleiben: Kostenloser Eintritt, eigene Konsumation, alle zwei Monate zwei Praktiker zu Gast, maximal 80 Gäste. Und das ganze getragen von zwei markanten Köpfen mit einem engagierten Team im Hintergrund, bei blogwerk und Bernet_PR. Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer!

Facebook: Franky Slow Down als Kampagnenbeschleuniger

nurknopfWie beschleunigt man mit Social Media eine Unfallverhütungskampagne? Mit Franky Slow Down, einer Kunstfigur des bfu und seinem Song – auf Platz 5 der Schweizer I-Tunes-Hitparade. Learnings aus dem ersten Social Media Gipfel von heute morgen.

Gestern Nacht um 23.00 habe ich die letzten Slides gemacht für die Startmoderation, heute morgen um 07.00 gings los mit Einrichten im NZZ-Bistro. Noch bin ich ganz Adrenalin-geschubst von diesem gelungenen ersten Gipfeltreffen. Der Aufwand war gross, die Idee funktioniert, das Teamwork mit Peter Hogenkamp lief super flüssig. Hier die Kurzverarbeitung des ersten Referats für alle, die nicht dabei sein konnten.

Langsam sein ist cool – früh aufstehen auch
So sah David Schärer heute morgen um 07.00 aus – und daneben ein Blick ins volle Bistro-Auditorium. Gegen 90 Frühaufsteher/innen machten einen hellwachen Eindruck.

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Ziel der von ROD entwickelten Kampagne für bfu und SVV ist Unfallverhütung. Und die meisten Autounfälle entstehen durch «leichte» Schnellfahrer wie Sie und ich – ein wenig gehetzt, 10 km/h über dem angegebenen Limit. ROD-Mitgründer und -partner David Schärer, erster Gipfel-Erfahrungs-Austauscher: «Wir wollen mit der Kampagne vermitteln, dass Langsamsein cool ist.»

Facebook ja – weil dort das Publikum sitzt
Facebook war von Beginn weg der Kern der Kampagne, die dazu eine eigene, dreisprachige Website pflegt, Plakate stellt, Online-Werbung platziert und Medienarbeit betreibt. Gab es keine internen Widerstände bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, die als Verwaltung den Facebook-Zugang für die Mitarbeitenden sperrt? «Nein, im Gegenteil. Kampagnen müssen dorthin, wo das Publikum sitzt. Will man viel Aufwand für Traffic auf der eigenen Website treiben – oder besucht man eine Plattform, auf der sich bereits 1.8 Millionen Schweizer tummeln?»

Achtung Kunstfiguren: Bei Spamverdacht wird gesperrt
Das bfu will auf Facebook – und steht mittlerweile bei knapp 14′000 Fans der eigenen Seite mit dem Kampagnen-Namen «Slow down, Take it easy» und bei rund 4′000 Freunden für die Kunstfigur Franky Slow Down. Stolperstein beim Start: «Facebook hat uns beim Kampagnenstart den Account einen Tag gesperrt – weil wir sehr viele Freundesanfragen in kurzer Zeit hatten, fielen wir auf. Erst durch mehrere Kontakte und den Beweis, dass es sich hier nicht um Spam handelt, erreichten wir die Wiederöffnung. Learning: Wer sich für eine Kunstfigur entscheidet, braucht gute Argumente bei Facebook.»

Viel Aufwand für eine Kunstfigur – mit erstaunlichem Echo
Wieso Fanseite und persönliches Profil? «Auf dem persönlichen Profil ist die Bindung stärker – und vor allem ist das Weiterleiten von Inhalten innerhalb der persönlichen Freundesnetzwerke viel höher.» Der Aufwand fürs persönliche Profil ist gross: Hier kann man als Absender nicht einfach ein wenig mitmachen oder automatisiert Meldungen verbreiten. Der Dialog muss ernsthaft durchgespielt werden, auch für eine Kunstfigur. Bei ROD ist Franky Slow Down täglich zwei Stunden online. Er beantwortet Freundschaftsanfragen, schreibt Notizen auf die Pinnwand von Freund/innen, sorgt für einen Dialog.

Dieser Dialog nimmt erstaunliche Formen an: Immer wieder wollen Fans mit dem Franky in den Ausgang. Mich hat die Freude erstaunt, mit welcher das simple Ja zur Facebook-Freundschaft kommentiert wird. Denn ein Ja bekommen doch alle. Und Franky ist doch nur eine Kunstfigur. Oder doch nicht für alle? Reinschauen lohnt sich – auch die Einträge von Franky sind gut gemacht, auf den Song bezogen oder mit top-aktuellen Gas-weg-Tipps zum überraschenden Schneefall vom Montag.

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Facebook macht als Mainstream-Plattform Hitparade
Zur Kampagne gehört der Slowdown-Song, der sich gerade gestern Abend auf Platz 5 der Schweizer I-Tunes-Hitparade vorgearbeitet hat. Trotz der normalen CHF 1.50 für einen Download. «Dieser schnelle Erfolg des Lieds ist aus meiner Sicht eine Folge der starken Facebook-Präsenz. Das hätten wir mit klassischer Promotion nicht erreicht.»

Wie weiter? Wird Franky bald sterben? Was passiert dann mit den Fans? «Wir haben einen Kampagnenhorizont von drei Jahren. Verschiedene Sachen sind noch in der Pipeline. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht – vielleicht ist Facebook dann nicht mehr die Mainstream-Plattform. Vielleicht doch.»

Artikel zum zweiten Gipfel-Beitrag:
Railservice als inoffizieller SBB-Kundendienst

Übrigens habe ich bei diesem Blogpost gemerkt, dass unsere bevorzugte Plattform Scribd keine Keynote oder Powerpoint akzeptiert. Zu doof. Also habe ich den Account auf Slideshare re-aktiviert und Davids Folien so eingebunden:

Erstbesteigung: Kein Platz mehr auf dem Gipfel

nurknopfHeute morgen mussten wir das Anmeldeformular von der Website nehmen – nach nur drei Tagen haben sich 75 Personen eingetragen.

Der erste Social Media Gipfel scheint ein sehr aktuelles Bedürfnis zu treffen. Am Montag haben wir die Ausschreibung mit diesem Beitrag und auf der eigenen Website www.socialmediagipfel.ch gestartet. Ganz sozial und schnell klappte das Weiter-Erzählen auch über Twitter. Hier wirds also am führen Morgen des 2. Dezember ganz schön voll sein:

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Peter und ich haben entschieden, bei 75 zu stoppen – im NZZ Bistro haben 60 Personen Platz, wenns dazu Kaffee und Gipfel geben soll. Dabei wollten wir bleiben. Wir rechnen  mit einigen wenigen No-Shows und können für zusätzliche Stühle improvisieren. Jetzt muss noch schnell eine einfache Sound-Anlage her, damits auch akustisch klappt.

Viele Entscheider dabei, plus Berater und Dienstleister
Wer ist alles dabei? Eine Kurzauswertung der eingetragenen Unternehmen und Funktionen zeigt, dass wir rund 29 Prozent Entscheidungsträger aus Unternehmensbereichen Kommunikation, Marketing, Web erwarten dürfen. Stark vertreten sind Dienstleister aus den Bereichen Kommunikationsberatung und Webtechnologie/-design. Es versteht sich von selbst, dass ich die Blogger zur Kategorie der Medien zähle und schliesslich sind blogwerk und Bernet_PR als Veranstalter ebenso vertreten.

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Ich bin gespannt auf die beiden Praxis-Beispiele, wie das Format inhaltlich und zeitlich aufgeht. Auf alle Fälle freue ich mich riesig auf die persönlichen Kontakte.

Social Media Gipfel: Erstbesteigung mit bfu und SBB

nurknopfAm 2. Dezember gibts Social Media-Praxis zum Frühstück – mitten in Zürich. Mit bfu-Facebook- und SBB-Twitter-Erfahrung aus erster Hand. Ausverkauft: Unten eintragen für nächste Termine!

Geht es Ihnen wie mir? Sie arbeiten an einem Blog-, Facebook- oder Twitter-Projekt und fragen sich: Wie geht das? Wie machen das andere? Beispiele gibts ja genug, nur spielen sich die irgendwo in den fernen USA ab. Was läuft in der Schweiz?

Das wollte ich schon immer mal wissen. Und weil ich mit Bernet_PR schon seit 1995 Wissen auf dem Web teile, gibts jetzt den Social Media Gipfel. Zum erstenmal am 2. Dezember, von 07.30 bis 09.00 Uhr. Mein Kletterpartner auf dieser Erstbesteigung ist Peter Hogenkamp – alleine hätte ich es nicht gewagt. Denn das Ganze ist keine kommerzielle Sache, wir beide stemmen das so nebenbei. Und mit Peter machts einfach Spass. Wer erklimmt mit uns die Fredy-Hiestand-Gipfeli aus dem NZZ Bistro beim Bahnhof Stadelhofen? Das Programm:

07.30 – 08.00
Facebook: Ganz schnell auf 4′000 Fans – mit Jacky Slowdown.
David Schärer, Partner der Werbeagentur ROD, zeigt die Erkenntnisse aus der aktuellen Slow-Down-Kampagne für bfu und SVV. facebook.com/SlowDown.TakeItEasy

08.00 – 08.30
Twitter: RailService zeigt, wie man Kunden ernst nimmt.
Die beste Schweizer Twitter-Lösung ist das Werk freiwilliger Mitarbeiter – was sagt die SBB dazu? Chris Leduc, Initiant, und Patrick Comboeuf, Director E-Business, begegnen sich bei uns zum ersten Mal. twitter.com/railservice

08.30 – 09.00
Praxisaustausch, Schlusspunkt, Gipfelrast.
Wer kann, bleibt länger.

Die Inhalte werden auf netzwertig.com und natürlich hier im bernetblog zusammengefasst. Als zentrale Website für diese Soziale Kooperation von Peter und mir funktioniert www.socialmediagipfel.ch – als Hashtag #smgzh.

Anmeldung
Mussten wir heute, 19. November rausnehmen – leider schon ausgebucht. Tragen Sie sich für spätere Anlässe (Februar, April, Juni 2010) ein, wir werden Sie frühzeitig informieren:


Sie haben am 2. Dezember keine Zeit? Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein, um über kommende Termine informiert zu sein:

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