Facebook Zahlen Schweiz: 2 Millionen überschritten

facebook schweiz logoDie Bernet PR/Serranetga-Auswertung zeigt einen markanten Anstieg der aktiven Schweizer Facebook Nutzer. Im ersten Quartal 2010 sind 325′820 dazu gekommen, das Total erreicht 2.115 Millionen. Etwas stärker wachsen die Altersgruppen über 20.

Ich kam mir ja schon richtig mutig vor, als ich im Beitrag vom 21.1. die Schweizer Dezember-Zahlen mit einer Prognose von 2.2 Millionen bis Ende 2010 abschloss. Auf Ende 2009 wurde die Kurve ziemlich flach, ich sah eine Sättigung voraus. Asche auf mein Haupt, hier die wichtigsten Fakten und Charts in Kürze. Die Quelle aller Daten liegt bei unserem Daten-Partner Serranetga, sie sammeln und aggregieren die Schweizer Fakten direkt bei Facebook.

Schweizer mögen Facebook: Grosser Sprung im Februar
Die Grafik zeigt das zaghafte Wachstum ab August 2009 – der Jahresanstieg erreichte 90 Prozent. Dann ein grosser Sprung im Februar; müsste Facebook eine Dankeskarte an Simon Ammann und Carlo Janka senden?

facebook aktive nutzer schweiz märz 2010

Diese Werte berücksichtigen im Gegensatz zu anderen Quellen nur diejenigen Profilinhaber, die ihre Seiten in den letzten dreissig Tagen besucht haben. Facebook gelingt damit auch in der Schweiz der Ausbau als grosser Web-Treffpunkt. International werden auf der Presseseite immer noch 400 Millionen Nutzer gemeldet.

Zunahme eher über Zwanzig
Eine Grafik der Weltwoche (siehe bernetblog vom 29.1.) zeigt, dass Facebook bei den Jüngeren schon aus demografischen Gründen nicht mehr stark wachsen kann. Ein Profil anlegen darf man übrigens ab 13.

Die 18 Prozent Wachstum im ersten Quartal 2010 verteilen sich deshalb etwas stärker auf die Kuchenschnitze ab 20 Jahren. Facebook bleibt eine breit abgestützte Plattform für unterschiedliche Altersklassen mit sehr unterschiedlichen Interessen.

facebook nutzer schweiz nach alter

Geschlecht und Sprachen stabil
Praktisch unverändert bleiben die Anteile der Männer und Frauen – die Nutzerinnen gehen um 1 Prozent zurück, die Balance bleibt trotzdem gewahrt. Deutsch bleibt mit 60 Prozent die meistgewählte Profileinstellung, gefolgt von Französisch, Englisch und Italienisch.

facebook nutzer schweiz geschlecht und sprache

Verweildauer 7, 25 oder 55 Minuten pro Tag?
Sehr unterschiedlich sind die Daten zur Verweildauer. Per Ende Dezember hatte Serranetga noch Daten zur Schweizer Verweildauer erhalten. 25 Minuten sagte Facebook, jetzt sind sie nicht mehr verfügbar. Auf der Presseseite spricht Facebook von 55 Minuten, die der Durchschnittsnutzer bei ihnen sitzen bleibe. Nielsen gibt aufgrund von Befragungen einen globalen Schnitt von 5.5 Stunden pro Monat an, Büro- und private Nutzung kombiniert. Sogar ein Schweizer Wert ist ausgewiesen: 3 Stunden 26 Minuten für den privaten Zugang.  Das wären bei 30 Tagen dann nur etwas mehr als 7 Minuten täglich.

Wo liegt die Wahrheit? Dass immer mehr Menschen immer mehr Zeit auf Facebook verbringen, bleibt unbestritten. Um den mittlerweile grössten Web-Versammlungsplatz kommt niemand mehr herum. Sogar Apple gibt die eigene Monopol-Strategie auf und pusht seit kurzem die iPhone-Apps auf einer speziellen Facebook-Seite. Noch ist sie zugeschnitten auf den amerikanischen Markt.

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Alle bernetblog-Beiträge zu Facebook-Zahlen

Facebook – muss das sein? Schweizer Reichweiten im Vergleich.

facebook_chFacebook erreicht 1.8 Millionen, das Schweizer Fernsehen 2.5 Millionen.  Was bringt dieser Vergleich und muss man als Organisation Facebook einsetzen?

Der Beitrag «Facebook User Schweiz: Zahlen für 2009» zeigt die Entwicklung von Facebook bezüglich Nutzer, Nutzung, Geschlecht, Sprachen und Alter. In welchem Verhältnis stehen diese Zahlen aus der Sicht von Werbung, Marketing, PR?

Facebook ist relevant
Wer sich überlegt, wo er ein Inserat schaltet, der fragt nach den Auflagen. Wie verhält sich die Zahl der aktiven Nutzer von Facebook zu den Reichweiten ausgewählter Medien? Das Schweizer Fernsehen gibt eine durchschnittliche Tages-Zuschauerzahl von 2.907 Mio an. Bei den Online-Medien fällt die Wahl auf den Tages-Anzeiger, NetMetrix zeigt im Dezember 1.407 Millionen Unique Clients. Als gedruckte Tageszeitung gibt schliesslich die NZZ gemäss Mach Basic 2009-2 315′000 Lesende an.

facebook_reichweiten_medien_schweiz2


Die Tageszeitung bleibt relevant

Hier vergleichen wir oberflächliche Zahlen. Sie messen nicht überall dasselbe – denn Fernseh-Reichweiten basieren auf Hochrechnungen, Unique Clients entsprechen nicht Usern. Hinter den Zahlen stehen weitere wesentliche Punkte: Erstens die Qualität der Interaktion und zweitens die Aufteilung der Gesamt-Reichweite nach soziodemografischen Merkmalen. Die durchschnittliche Verweildauer zum Beispiel liegt auf tagesanzeiger.ch bei 8 Minuten. Diese verbringen Nutzer aber mit einer anderen Intensität und Zielsetzung als die 20 Minuten auf Facebook.

Trotzdem: Organisationen, Unternehmen, Interessengruppen können Facebook nicht abtun als vernachlässigbares Online-Spielzeug. Soziale Netzwerke muss man sich anschauen. Genau so, wie die NZZ. Wen erreiche ich wo und wie?

Muss ich auf Facebook präsent sein? Ja, aber.
Dabei sein muss man heute zum Beobachten und Lernen. Der Schritt zu einer eigenen Seite oder zu Facebook-Inseraten will gut überlegt sein. Er macht Sinn, wenn Sie

  • eine starke, aktuelle, bereits dialogorientierte Website als Ausgangspunkt flankieren wollen
  • Inhalte bieten können, die in den Facebook-Kontext passen (hier wollen sich Benutzer austauschen, überrascht werden, sich involvieren)
  • über die Ressourcen verfügen für Aufbau, stete Aktualisierung und täglichen Dialog

Facebook-Engagements verlangen gute Ideen und ein hohes Engagement. Argumente dafür und dagegen samt Strategie-Beispiel im Beitrag «Was bringt ein Facebook-Auftritt?».

Übersicht aller bernetblog-Facebook-Tipps, samt diesem hier.

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Alle bernetblog-Einträge zu Facebook-Zahlen

Facebook User Schweiz: Zahlen für 2009

facebook_ch1.8 Millionen Schweizer sind auf Facebook registriert – je zur Hälfte Frauen und Männer. 40 Prozent davon sind älter als 30 Jahre, den grössten User-Anteil stellen die 20- bis 29-Jährigen. Die Verweildauer liegt bei 25 Minuten. Die Zahlen belegen die hohe Schweizer Reichweite von Facebook – wohin geht die Reise?

Bernet_PR präsentiert diese Auswertung in Zusammenarbeit mit dem Online-Dienstleister Serranetga, der die Daten bei Facebook abruft und aggregiert.

80 Prozent Wachstum, starke Nutzung
Insgesamt konnte die Facebook in der Schweiz erneut um 80 Prozent zulegen – gegenüber einer Vervierfachung der Zahlen im Vorjahr. Remo Prinz, Partner bei Serranetga und verantwortlich für verschiedene Facebook-Kampagnen, erwartet für 2010 ein entschleunigtes Wachstum: «Im letzten Quartal 2009 sahen wir Neu-Anmeldungen von rund 40′000 pro Monat oder 2.5 Prozent. Facebook wächst auf sehr hohem Niveau langsamer. Bei den Jüngeren ist durch die hohe Verbreitung eine Sättigung absehbar. Weiterhin zunehmen dürften Anmeldungen von über Dreissigjährigen.» Weltweit gab Facebook am 1. Dezember 350 Millionen User an. Die von Serranetga/Bernet_PR verwendeten Zahlen beschränken sich auf User, die ihr Konto in den letzten 30 Tagen aktiv genutzt haben.

Facebook gibt eine Schweizer Verweildauer von 25 Minuten an. Zum Vergleich: Die tägliche Mediennutzung für Zeitungen und Zeitschriften lag 2006 in der Schweiz bei 24 Minuten (Time Use Study im Jahresbericht 2006 von mediapulse/SRG). 56 Prozent der Benutzer sind täglich im Sozialen Netzwerk drin, 85 Prozent wöchentlich.

facebook schweiz user entwicklung 2008-09

Ende 2008 lag der Anteil der Frauen bei 53 Prozent, inzwischen haben die Männer aufgeholt: Die Anteile zeigen heute ein sehr ausgeglichenes Verhältnis von 49 Prozent weiblichen zu 51 Prozent männlichen Profilangaben. Die Aufteilung nach Sprachen zeigt 59 Prozent der Nutzung in deutscher Sprache, 22 Prozent französisch, 14 Prozent englisch und 5 Prozent italienisch.

Facebook Schweiz Geschlecht / Sprachen 2009

Jede Altersklasse in ihrer Beziehungswelt
Die weltweit grösste Soziale Plattform wird auch in der Schweiz sehr gemischt genutzt: Legt man die Grenze zwischen Jung und Alt bei 30 Jahren, so liegen 60 Prozent darunter und 40 Prozent darüber. Diese Anteile haben sich im vergangenen Jahr nur unwesentlich verschoben. Diese Durchmischung zeigt mir, dass sich die sehr unterschiedlichen Altersgruppen eigene Beziehungswelten schaffen – und sich trotz der Durchmischung nicht in eigene Nischen zurückziehen. Die hohe Anziehungskraft von Facebook liegt in der Grösse. Hier findet man die meisten Anknüpfungspunkte -  das Betreiben verschiedener Netzwerk-Profile ist zu aufwändig.

Facebook Schweiz Nutzer nach Alter 2009

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Prognose: 2.2 Millionen bis Ende 2010
Wenn Facebook beim Schweizer Plus von 2.5 Prozent des letzten Quartals bleibt, dann ist nicht einmal die 2-Millionen-Grenze zu knacken. Wird 2010 das Jahr der Facebook-Abmeldungen, wie von einer holländischen Künstlergruppe mit der virtuellen Sterbehilfe auf suicidemachine.org propagiert? Ich rechne mit weiteren Neueinsteigern und zunehmender Schweizer Aktivität auf Facebook bei 2.2 Millionen Usern bis Ende 2010. Verbunden mit einem leichten Rückgang ab 2011 – weil Nutzer müde werden und weils bis dann bestimmt wieder was Neues zum Ausprobieren gibt.

Morgen im bernetblog:
«Facebook – muss das sein? Schweizer Reichweiten im Vergleich.»

Externe Links:
Sterbehilfe 2.0
auf Tages-Anzeiger Digital
Internationale Facebook-Statistiken
per Ende 2009 von Nick Burcher
Wikipedia
zu Facebook

Link:
Alle bernetblog-Einträge zu Facebook-Zahlen

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