Facebook – muss das sein? Schweizer Reichweiten im Vergleich.
Facebook erreicht 1.8 Millionen, das Schweizer Fernsehen 2.5 Millionen. Was bringt dieser Vergleich und muss man als Organisation Facebook einsetzen?
Der Beitrag «Facebook User Schweiz: Zahlen für 2009» zeigt die Entwicklung von Facebook bezüglich Nutzer, Nutzung, Geschlecht, Sprachen und Alter. In welchem Verhältnis stehen diese Zahlen aus der Sicht von Werbung, Marketing, PR?
Facebook ist relevant
Wer sich überlegt, wo er ein Inserat schaltet, der fragt nach den Auflagen. Wie verhält sich die Zahl der aktiven Nutzer von Facebook zu den Reichweiten ausgewählter Medien? Das Schweizer Fernsehen gibt eine durchschnittliche Tages-Zuschauerzahl von 2.907 Mio an. Bei den Online-Medien fällt die Wahl auf den Tages-Anzeiger, NetMetrix zeigt im Dezember 1.407 Millionen Unique Clients. Als gedruckte Tageszeitung gibt schliesslich die NZZ gemäss Mach Basic 2009-2 315′000 Lesende an.
Die Tageszeitung bleibt relevant
Hier vergleichen wir oberflächliche Zahlen. Sie messen nicht überall dasselbe – denn Fernseh-Reichweiten basieren auf Hochrechnungen, Unique Clients entsprechen nicht Usern. Hinter den Zahlen stehen weitere wesentliche Punkte: Erstens die Qualität der Interaktion und zweitens die Aufteilung der Gesamt-Reichweite nach soziodemografischen Merkmalen. Die durchschnittliche Verweildauer zum Beispiel liegt auf tagesanzeiger.ch bei 8 Minuten. Diese verbringen Nutzer aber mit einer anderen Intensität und Zielsetzung als die 20 Minuten auf Facebook.
Trotzdem: Organisationen, Unternehmen, Interessengruppen können Facebook nicht abtun als vernachlässigbares Online-Spielzeug. Soziale Netzwerke muss man sich anschauen. Genau so, wie die NZZ. Wen erreiche ich wo und wie?
Muss ich auf Facebook präsent sein? Ja, aber.
Dabei sein muss man heute zum Beobachten und Lernen. Der Schritt zu einer eigenen Seite oder zu Facebook-Inseraten will gut überlegt sein. Er macht Sinn, wenn Sie
- eine starke, aktuelle, bereits dialogorientierte Website als Ausgangspunkt flankieren wollen
- Inhalte bieten können, die in den Facebook-Kontext passen (hier wollen sich Benutzer austauschen, überrascht werden, sich involvieren)
- über die Ressourcen verfügen für Aufbau, stete Aktualisierung und täglichen Dialog
Facebook-Engagements verlangen gute Ideen und ein hohes Engagement. Argumente dafür und dagegen samt Strategie-Beispiel im Beitrag «Was bringt ein Facebook-Auftritt?».
Übersicht aller bernetblog-Facebook-Tipps, samt diesem hier.

















Gut angekommen ist mein Analogie zur Titanic. Ja, dieses Bild ist mir im Rahmen der Studienarbeit mal eingefallen: Hätte man eine zweite Titanic auch 2.0 genannt? Technisch war sie ja einwandfrei gebaut – versagt hat man bei der Bedienung. Wie die Ressourcen eingesetzt wurden. Dass jemand den Schlüssel zum Kasten mit dem Feldstecher auf einem anderen Schiff verlegt hatte. Hier das Slide mit dem Zitat (

