Sonja Stieglbauer | 13.07.2009

US-Kampagne gegen H1N1

www.flu.govDie US-Regierung lanciert eine breite Online-Kampagne um die Bevölkerung auf eine mögliche Epidemie vorzubereiten.

Mit www.flu.gov setzen die Gesundheitsbehörden auf das Internet bei der Prävention. Jeder kann sich mit den Mitteln seiner Wahl auf dem Laufenden halten oder mitmachen: über Podcast, E-Mail, Twitter oder RSS. Man kann elektronische Postkarten, die zum Händewaschen ermuntern, verschicken, sich einer Facebook-Gruppe anschliessen oder an einem Wettbewerb auf You-Tube teilnehmen.

Das Argument, dass viele Menschen online ausgeschlossen sind, zählt für mich nicht. Denn diejenigen, die mit der Kampagne erreicht werden, sind auch Informationsmittler, beispielsweise Schulen oder Unternehmen. Und aus dem Iran weiss man, dass «Weitersagen» durch Einzelpersonen ein wichtiges Schlussglied in der elektronischen Informationskette ist.

Gut gewählt finde ich auf den Zeitpunkt der Lancierung: Jetzt anfangen bevor die (Schweine-)Grippesaison im Herbst beginnt. Die Gesundheitsbehörden haben auch daran gedacht, dass Grippe keine Sprachgrenzen kennt. Die Webseite gibt es in spanisch, chinesisch und vietnamesisch.

Auf einen SMS-Dienst wird verzichtet. Was zeigt, dass Kommunikation immer auch kulturell ist. Denn für eine Schweizer Grippe-Website sehe ich SMS als eines der wichtigsten Mittel.

Zur Schweinegrippe siehe auch den Blog vom 7. Mai 2009 Schweinegrippe und Medien

Marcel Bernet | 04.06.2009

PR 2.0: Wo sind die Meinungsmacher?

Laptop MegaphoneHeute nachmittag halte ich einen Vortag am Praxisworkshop des BR/SPRG. Die Kernfrage: Wie richtet sich PR auf die neuen Online-Realitäten aus?

Natürlich habe auch ich nicht die definitive Antwort auf diese Frage.  Aber in den 15 Minuten Impulsreferat samt anschliessendem Workshop lote ich aus, wie sich die Realität für PR-Schaffende heute präsentiert. Und zeige mit konkreten Beispielen, wohin die Richtung geht. Hier das PDF des Handouts und ein Video des Vortrags.

Die Kernaussagen:

Wir stehen mitten in einem grossen Umbruch – wer jetzt schon weiss, wohin es geht, der lügt. Wie vor 600 Jahren, gleich nach der Einführung der Gutenbergschen-Drucktechnik. Im Rückblick wissen wir, was geschah. Aber was der Sturz des kirchlichen Druckmonopols alles mit sich brachte war im Geschehen selbst nicht voraussehbar.

Vor uns steht ein wachsendes, sich schnell wandelndes Web-Umfeld – mit immer wieder neuen Kanälen, die es in einem PR-Dialog zu lesen, auszuloten und zu beliefern gilt. Von Wikis über Blogs bis zu Sozialen Netzwerken. Und dabei führt der Weg immer mehr auch an den klassischen Medien vorbei. Denn die neuen Meinungsmacher sind dort, wo sie unsere Zielgruppen suchen und finden. Duch die Mittlerfunktion wird Google sozusagen zum entscheidenden Meinungsmacher.

Interessante Beispiele neuer Meinungsmacher bieten Mini-Microsoft (ein anonymer Microsoft-Mitarbeiter wird durch sein vielbeachtetes Blog zum Multiplikator nach aussen), Stop-Starbucks (der US-Dokumentarfilmer und Aktivist Robert Greenwald zeigt, wie man Web 2.0-Kampagnen fährt, genial orchestriert von einer zentralen Website aus mit Einbettung in Facebook, Twitter, Mail, Youtube, Flickr, MySpace) und Teleblocher (wie ein Schweizer Politstar sich direkt an seine Fans und Gegner wendet, mit 20 bis 80000 Downloads seiner wöchentlichen Interviews).

Entscheidend für die Zukunft ist die Verbindung von Intention, Inhalt und Integration. Intention steht für die Verbindung von Vision, Kernbotschaften und konkreten Taten. Noch so interaktive Kampagnen laufen auf Grund, wenn dieser Kern nicht stimmt. Inhalte werden schneller, vernetzter und dialogischer. Und verlangen nach dem sehr anspruchsvollen Akt der Integration, in Anbetracht der vielen zu bedienenden Kanäle und Empfänger eine Meisterleistung.

A propos Meisterleistung: Das mit dem Video war eine grössere Übung: Keynote bietet die super Möglichkeit, eine Präsentation aufzuzeichnen. Wichtiger Tipp für den Export: Unbedingt für «CD-ROM mittel» auswählen, anstatt «Webfilm klein». Ich hatte zuerst die zweite Option gewählt, mit lausiger Qualität und nur gerade 10 Megabyte weniger Umfang. Die zweite Überraschung präsentierte mir Youtube, nach langem Upload: Video abgelehnt. Länger als zehn Minuten liegt nicht drin. Also weiter auf iMovie, 30 Sekunden rausgeschnitten und dann rauf auf Youtube (-:

Sophie Graf | 20.05.2009

E-Mail-Marketing: Tipps und Tricks

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E-Mail-Marketer verwenden viel Zeit in die Maximierung ihrer Adressbestände. Gleichzeitig wollen sie eine möglichst relevante, zielgenaue Kommunikation.  Wie passt das zusammen?

Segmentierung und Individualisierung sind die Stichworte, die Torsten Schwarz in seinen Praxistipps E-Mail-Marketing 2.0 als Erfolgsfaktoren definiert. Dafür braucht es eine gute Software, klare Abläufe und ein übergreifendes Marketing-Konzept. Nico Zorn nennt in seinem Praxishandbuch E-Mail und RSS-Marketing die wichtigsten Kriterien, welche eine E-Mail-Marketing-Software erfüllen muss.
«Während  klassische Werbebudgets gekürzt werden, erhöhen 60 Prozent der US-Marketer ihre Ausgaben für das E-Mail Marketing», schreibt Torsten Schwarz. Ein Beispiel: Die Telegraaf Media Groep TMG – grösste Mediengruppe der Niederlande und Marktführer bei Tageszeitungen, Radioformaten und Online-Medien –, hat 26 Titel und 4,5 Millionen individuelle E-Mail-Adressen in ihren Systemen gespeichert. Durch das Zusammenführen dieser Adressen in eine einzige Datenbank wurde der E-Mail-Versand bequemer. Und er bescherte dem Unternehmen um mehrfach höhere Erträge. Schwarz nennt die genauen Zahlen: Der Newsletter generierte sechsmal mehr Abonnenten als die Webseite, und dies einem Aufwand, der 39 Mal geringer war als die Abonnenten-Gewinnung durch die Webseite. Gutes E-Mail-Marketing scheint sich zu lohnen.

Hier unsere eigene Gratis-Checklist für mehr Erfolg mit E-Mailings.

Marcel Bernet | 05.05.2009

Bezahlte Tageszeitungen: Das Undenkbare denken?

img_0102_2Gestern abend habe ich an einem Podiumsgespräch am MAZ in Luzern teilgenommen. Trotz des Titels «Neue Medien braucht das Land»: Res Strehle, Jürg Weber und Sylvia Egli von Matt glauben an die Zukunft der bezahlten Tagespresse. Clay Shirky lädt dazu ein, das Gegenteil zumindest zu denken.

Der Abendanlass war sehr gut besucht, die Diskussion am Podium und mit dem Publikum anregend. Hier die für mich interessanten Punkte meiner Mit-Panelisten, ergänzt durch Auszüge aus den Gedanken von Clay Shirky, Professor an der New York University und Medienberater.

MAZ: Zehn Thesen zum Journalismus
Sylvia Egli von Matt ist MAZ-Direktorin und in verschiedenen Gremien engagiert, die sich mit der Qualität und der Zukunft des Journalismus auseinandersetzen. Ihre  zum Einstieg präsentierten Thesen: Journalismus wird multimedial-mobil-konvergent, schneller, dialogischer, segmentierter, lokaler, erzählender, visueller, erhält neue Erscheinungsformen. Schönes Praxisbeispiel des Wandels: Ein grosses dänisches Medienhaus habe einen «Media Conductor» – er steht mitten im integrierten Redaktionsraum und entscheidet, wo Geschichten gespielt werden, von Radio über Print bis Online.

LZ Medien: Regional rentabel
Jürg Weber ist Geschäftsleiter der Neue LZ AG und damit verantwortlich für diesen Zentralschweizer Verbund von Radio, TV, Print, Online. Dieser hat dank tiefer Kosten operativ auch im letzten Jahr noch sehr gut gearbeitet, wegen eines Finanzverlusts war dann das Ergebnis doch nicht so gut. Im Online-Bereich setzt er vor allem auf lokale News, eine Zusammenarbeit mit NZZ Online wird anscheinend diskutiert. zisch.ch-Inhalte werden auch auf den news1-Verbund gespielt. Wohin führt diese Strategie? Muss eine regionale Plattform wirklich mit nationalen Plattformen konkurrieren um Banners zu erhalten?

Tagi: Im September neu
Res Strehle ist seit dem 1. Mai Co-Chefredaktor des Tages-Anzeigers. Er freut sich nicht über den gestern angekündigten .ch-Rückzug, ist aber erleichtert. Damit verbessert sich die Ausgangslage für den Verbund Tages-Anzeiger / News. News habe tiefere Kosten und könne im Verbund mit dem Tages-Anzeiger günstigere Inseratetarife anbieten, was im härteren Werbemarkt ausschlaggebend sei. Irgendwann zwischen 1. und 30. September verspricht er den Neuauftritt des Tagis mit einem reinen Vierbund-Konzept. Wo es hie und da noch Beilagen geben werde.

Die Zukunft der bezahlten Tageszeitung
Alle drei sind übereugt: Die bezahlte Tageszeitung wird es auch in Zukunft geben. Ob sie wirklich bezahlt sein wird? Ob sie wirklich täglich erscheint? Da bin ich nicht so sicher. Damit stimme ich kein Grabeslied an, im Gegenteil: Persönlich schätze ich Tageszeitungen sehr und ich bezahle auch dafür. Aber schon meine Kinder und zahlreiche Kollegen sehen das ganz anders. Und lesen News gratis online. Vielleicht wäre es gut, wenn Medien auch mal das Undenkbare denken, wie es Clay Shirky im März in seinem Blogbeitrag betitelt.

Seine Grundthese: Journalismus braucht es weiterhin. Aber keine Zeitungen. Seit Mitte der 90er Jahre verkünden alle Verleger, wie sie ihr altes Geschäftsmodell beibehalten in einer Welt der kostenlosen, einfachen Kopien. Es gibt aber ganz einfach kein Modell, welches das durchs Internet eben grad zerstörte ersetzt. Die davor komplexe, aufwändige und schwierige Aufgabe des Publizierens ist heute ein Kinderspiel. Grips braucht es weiterhin – für gescheite Inhalte. Und wie immer in grossen Umbrüchen: Wir leben in einer Zeit des Ausprobierens, der Fehlschläge und unerwarteten Erfolge.

Erst in zwanzig Jahren wird man zurückblicken und sagen: Ja klar, genau so musste es kommen. Grad noch stecken wir mitten im Nebel.

Sonja Stieglbauer | 21.04.2009

Eine Linkleiste als Webseite

bild-2Die Website von Skittles Süssigkeiten besteht vor allem aus Links auf Web 2.0-Plattformen und ist auch von der Grösse her nur eine Linkleiste. Die witzige Nicht-Website passt zum Produkt «Candy».

Zum Einstieg gilt es eine kleine Hürde zu überwinden. Da Skittles den Inhalt nicht kontrollieren kann, übernimmt die Firma auch keine Verantwortung dafür. Diese Bedingung müssen Nutzende erst akzeptieren.

Wer sich auf www.skittles.com umsehen will, wird bei jedem Klick auf eine andere externe Webseite geleitet. Beispielsweise informiert Wikipedia über die Skittles-Produkte. Dort werden die verschiedenen Geschmacksrichtungen beschrieben. News (chatter) führt auf Twitter und die Spots auf youtube. Und die Friends finden sich auf facebook.

Die Lösung ist ungewöhnlich und sicher günstig. Optisches Branding ist auf den Zielwebseiten allerdings nicht möglich. Ich würde auch nicht auf das Wenige an Kontrolle verzichten wollen, das eine eigene Webseite im Internet bietet. Gelten doch der Web-Unternehmensauftritt und seine Aussagen als Referenz für das Selbstbild und die Standpunkte. Eine mögliche Erklärung für den Weg von Skittles: Es ist keine Firma. Die Produkte gehören zu Mars Nutrition, und die verzichtet nicht auf eine eigene Website.

Herzlichen Dank für den Hinweis an Timo Wäschle.

Sophie Graf | 16.04.2009

E-Commerce: Von der Kraft der Berührung im Internet

shoppingWaren, die der Konsument vor dem Kauf für längere Zeit in die Hand nehmen darf, werden eher und zu einem höheren Preis gekauft. Das ermittelte ein Experiment zweier amerikanischer Universitäten. Das Problem im Internet: Die Leute können die Produkte nicht anfassen.

Hand aufs Herz: Einkaufen am Computer ersetzt nicht das persönliches Gespräch an der Kasse, nicht den Geruch von frischer Petersilie am Markstand, nicht das  Gefühl für die Frische eines Apfels. Wie aber nimmt man im Web den Benutzern die Angst, das falsche Produkt zu kaufen? Der Usability-Experte Jacob Nielsen gibt in seinen 10 Prioritäten für ein höchst profitables Redesign wertvolle Tipps. Die drei «must haves»  aus meiner Sicht:

Informative Produktseiten. Gemäss Jacob Nielsen informieren nur wenige Produktbeschreibungen den Interessenten über alles, was er braucht, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Detaillierte Produktinformationen sind nötig – und müssen so geschrieben sein, dass sie für Leute auch dann einen Sinn ergeben, wenn sie Laien auf einem Fachgebiet sind.

–  Hochwertige Fotos. Zeigen Sie als Blickfang oben auf der Seite das repräsentativste Foto in kleinem Format. Bieten Sie weiter unten verschiedene zusätzliche Fotos aus anderen Blickwinkeln oder mit vergrösserten Details an. Bei Software-Produkten oder Online-Diensten zeigen Sie Screenshots in voller Auflösung.

Produkte unterscheiden und vergleichen. Erklären Sie Ihre Produkte so, dass es den UserInnen einleuchtet, warum sie das eine Produkt kaufen sollen und die anderen nicht. Illustrieren Sie die entscheidenden Unterschiede prägnant und eindeutig. Eine Tabelle mit technischen Spezifikationen genügt meistens nicht, um den Entscheidungsprozess nachhaltig zu unterstützen.

Je länger der physische Kontakt mit einem Objekt andauert, desto eher ist der Mensch bereit, sich an dieses Objekt zu binden und es zu kaufen. Was Forscher der Ohio State University und der University of Illinois gemäss einem Bericht auf persoenlich.com herausgefunden haben, lässt sich im Internet schwer umsetzen. Die taktilen Qualitäten eines Produkts werden im Web wohl nie vollständig abgebildet werden können. Aber mit diesen Massnahmen können Sie sich zumindest daran annähern.

Sabine Betschart | 14.04.2009

Online-Werbung: belästigend und langweilig?

Food shoppingDie Werbung im Internet hat einen harten Stand und fordert neue Werbestrategien. Stört Werbung online mehr als in anderen Medien?

«Internetwerbung ist nicht vertrauenswürdig, nicht gewollt und nicht nötig», diese Worte stammen von Eric Clemons, Professor in Operations and Information Management an der Wharton School of the University in Pennsylvania. Als Gastautor im Tech Crunch kritisiert er in seinem Artikel (mit über 700 Kommentaren!) die Online-Werbung. Eric Clemons geht so weit: «Wir wollen die Werbung nur dann sehen, wenn sie uns interessiert (beispielsweise jemand ist auf der Suche nach Wein und offen für Wein-Werbung). Zurzeit werden zuviele Menschen gelangweilt und belästigt.»

Eric Clemons schlägt drei alternativen Einnahmequellen vor:

  • Verkauf von Inhalt und Information
    Beispielsweise  iTunes mit sehr moderaten Preisen
  • Verkauf von Erfahrung und Beteiligung in virtuellen Gemeinschaften
    World of Warcraft, LinkedIn, Flickr
  • Verkauf Zubehör für virtuelle Gemeinschaften
    Second Life, World of W
    arcraft

Ich teile seine Meinung, dass Werbung online störender ist als im Print. Sie ist schwieriger auszublenden. Und sehe Schwierigkeiten in seinem Finanzierungsmodell: Würden die alternativen Einnahmequellen reichen, um Inhalte zu bezahlen?

Ähnliche Beiträge zu diesem Thema:
Online-Werbung: Medien ziehen den Kürzesten


Sonja Stieglbauer | 23.02.2009

Wo bleibt die Webseite?

lupe_on_httpAm 18. Februar hat Ueli Maurer orientiert, dass die Sicherheitspolitik der Schweiz breit diskutiert werden soll. Mitreden können beispielsweise die Parteien, die AUNS , die GSoA oder die Kirchen.

Die Protokolle der Anhörungen sind später im Internet nachzulesen. Die Website wird die Forschungsstelle für Sicherheitspolitik der ETH Zürich betreiben und moderieren. Ziel ist der Dialog. Ich bin auf die Moderation gespannt, vor allem wie Selbstdarstellungen und Schlammschlachten vermieden werden.

Am nächsten Freitag beginnen die Anhörungen, also habe ich mich auf die Suche nach der Webseite gemacht. Dass die grossen Zeitungen keinen Link angeben, ist schon «verdächtig». Die Suche beim VBS und der ETH bestätigt: Die Webadresse ist noch geheim. Oder ist sie überhaupt schon definiert? Rückfragen per Mail an den VBS-Sprecher Martin Bühler sind nicht vorgesehen, nur Anrufe. (Leider habe ich nur den Anrufbeantworter erreicht.)

Zu einer solchen Ankündigung gehört es auch, dass die – möglichst einfache – Adresse bereits besteht. Und die Webseite informiert, wann es losgeht, bereits bekannte Programmpunkte, die Akteure, den Diskussionsmodus, Kontakte usw. nennt. Der RSS-Feed und das Newsletter-Abo müssen funktionieren. Damit wir es nicht verpassen, wenn die Diskussion startet.

Marcel Bernet | 04.02.2009

Twitter: Klaus Eck hat ein Konzept

twitterlogoImmerhin schreibe ich zwei bis drei Tweets pro Tag. Aber immer mit dem Gefühl, das könnte ich besser machen. Da liefert PR-Blogger Klaus Eck mit seinem Twitter-Konzept praktischen Nachhilfeunterricht.

Der Online-Experte aus München hat kurz zusammengefasst, wie er selbst Twitter einsetzt. Und was das ihm schon an Nutzen gebracht hat – auch neue Kunden sind über diesen Kanal auf ihn gekommen. Wer mag, kann den Original-Beitrag nachlesen – hier die wichtigsten Erkenntnisse, die ich für mich mitnehme:

  1. Setze ein Ziel: Was soll über Twitter erreicht werden? Das bestimmt dann auch, wie ich es einsetze.
  2. Schreibe gezielt: Klaus Eck nutzt den Dienst, um sein Wissen zu verbreiten und seine Reputation vernetzt zu stärken. Also hat er sich entschieden, auf Kurzmeldungen im Sinne von «Ich bin jetzt grad am Bahnfahren» zu verzichten. Sondern er will nach einer morgendlichen Begrüssung seine 2480 Follower (aber hoppla) vor allem mit Anstössen und Ideen bedienen.
  3. Gib Links weiter: Mit maximal 140 Zeichen können die Anstösse nur sehr kurz sein – mehr zum Thema liefert dann eine Internet-Adresse. Die kann von Dritten sein oder als Eigenpromo gleich auf den eigenen Blog führen.
  4. Nutze Tags: Mit dem # (Alt-3) Zeichen werden Worte in der Kurzmeldung zu Tags – nach denen man dann archivierte Tweets wieder durchsuchen kann.
  5. Führe einen Dialog: Wer mein Gezwitscher mitlesen will, den gebe ich per Klick frei. In der Regel schaue ich kurz auf den Eintrag – mir ist wichtig, dass ich weiss, wer sich als Follower einträgt. Aus diesen Followern wähle ich regelmässig diejenigen, die ich ebenso gerne lesen möchte. Wichtig ist es, Einträge zu lesen, zu beantworten – für direkte Botschaften mit dem @-Zeichen oder mit einem «D» vor dem Namen des anderen Twitterers.
  6. Mach auch mal Pause. Twittern heisst nicht, dauernd Meldungen abzufeuern. Klaus Eck gibt deshalb auch durch, wenn er für eine bestimmte Zeit an Besprechungen oder sonstwie unerreichbar ist.
  7. Lerne und staune. Ich werde immer wieder dazu lernen, Twitter noch effizienter einsetzen. Gestaunt habe ich kürzlich darüber, wie schnell eine Anfrage in meinem kleinen Twitter-Universum beantwortet wurde. Ich hatte die Schweizer Facebook-Userzahl gesucht und nach zwei Minuten lieferten mir zwei wissende Twitterkollegen (danke an Leumund und Halbluchs)  die Antwort.

Nun, ich stecke immer noch in Twitter-Anfängerschuhen. Gelobe mich zu bessern. Also gleich noch was zu diesem Beitrag twittern…

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