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	<title>bernetblog.ch &#187; ichat</title>
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	<description>Kommunikation, Online PR und Medien.</description>
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		<title>Gastblog: Was ist eigentlich&#8230; Twitter?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 08:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastblogger Nico Luchsinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Microblogging]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist kaum ein Jahr her, da kannte die Internet-Gemeinde nur ein Thema: Das Social Network Facebook. Doch in der schnellen Welt des Netzes ist das eine Ewigkeit, und l&#228;ngst ist ein neuer Hype da: Twitter heisst das neue Spielzeug der Web-Aficionados, das in den letzten Monaten stark gewachsen ist und nun bereits 1,6 Millionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2008/06/twitter.png" title="twitter" rel="lightbox[1607]"><img src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2008/06/twitter.thumbnail.png" title="twitter" alt="twitter" align="left" width="72" /></a><strong>Es ist kaum ein Jahr her, da kannte die Internet-Gemeinde nur ein Thema: Das Social Network <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>. Doch in der schnellen Welt des Netzes ist das eine Ewigkeit, und l&#228;ngst ist ein neuer Hype da: <a href="http://www.twitter.com">Twitter</a> heisst das neue Spielzeug der Web-Aficionados, das in den letzten Monaten stark gewachsen ist und <a href="http://twitterfacts.blogspot.com/2008/05/compete-on-twitter-traffic-explosion.html">nun bereits 1,6 Millionen Benutzer z&#228;hlt</a> (verglichen mit 800&#8242;000 im Januar). Grund genug, sich zu &#252;berlegen, ob und wie Twitter in der (Firmen-)Kommunikation eingesetzt werden kann.</strong><strong> Was ist Twitter &#252;berhaupt? Gastblogger Nico Luchsinger kl&#228;rt die bernetblog-Leser/innen auf. Und Marcel Bernet berichtet n&#228;chste Woche &#252;ber seine ersten Zwitscherversuche. </strong></p>
<p>Selbst sehr &#252;berzeugte Twitter-Benutzer haben M&#252;he, Aussenstehenden den Service zu erkl&#228;ren.  Normalerweise wird Twitter als «Microblogging» beschrieben, doch die meisten Twitter-Benutzer sind sich einig, dass dies den Kern der Sache nicht wirklich trifft. Bei Twitter k&#246;nnen Benutzer &#252;ber Internet, Mobiltelefon oder Instant-Messenger-Programme Nachrichten hinterlassen, die maximal 140 Zeichen lang sein d&#252;rfen. Man kann anderen Benutzern «folgen» und erh&#228;lt dann deren Nachrichten ebenfalls angezeigt. Daraus entsteht dann, wie der Name «Twitter» schon nahelegt, ein buntes «Gezwitscher» von Stimmen. Twitters grosse St&#228;rke ist die offene Programmierschnittstelle (API), die zur Entwicklung von Hunderten von Zusatzdiensten gef&#252;hrt hat. Verschiedene Desktop Clients erm&#246;glichen es etwa, die Twitter-Nachrichten anzuzeigen, ohne sich im Browser auf der Twitter-Seite einloggen zu m&#252;ssen.</p>
<p><strong>Der Scoop kommt &#252;ber Twitter</strong><br />
Diese Schnelligkeit und Unmittelbarkeit machen Twitter zu einem leistungsf&#228;higen Dienst zur schnellen Verbreitung von Informationen.  Die Resultate der US-amerikanischen Prim&#228;rwahlen in Iowa im Februar etwa wurden <a href="http://www.patrickruffini.com/2008/01/04/iowa-twitter-success/">zuerst &#252;ber Twitter aggregiert</a>. Und als vor einigen Wochen in China die Erde bebte, <a href="http://onlinejournalismblog.wordpress.com/2008/05/12/twitter-and-the-chinese-earthquake/">verbreiteten sich die Informationen dazu ebenfalls in Windeseile &#252;ber Twitter</a>. Grund daf&#252;r war vor allem die virale Natur des Mediums &#8211; viele Twitter-Benutzer gaben die Informationen, die sie erhalten hatten, wiederum an ihre Kontakte weiter.</p>
<p><strong>Mitten im Gespr&#228;ch</strong><br />
Seine wirklichen St&#228;rken zeigt Twitter  &#8211; wie alle Online-Medien &#8211; allerdings erst, wenn man Informationen nicht nur verteilt, sondern Teil der Konversation wird. Twitter ist ein konstanter weltweiter asynchroner Chat, gef&#252;llt mit Gespr&#228;chsfetzen, Fragen, Antworten und hitzigen Diskussionen. Ein idealer Ort also, um nicht nur Informationen an eine bestimmte Zielgruppe zu senden, sondern auch Feedback in Echtzeit zu erhalten. In j&#252;ngster Zeit hat zum Beispiel die amerikanische Raumfahrtbeh&#246;rde NASA vorgemacht, wie das gehen kann: Die Landung des Phoenix Lander auf dem Mars war auch <a href="http://www.nytimes.com/2008/05/31/science/space/31mars.html?_r=3&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;oref=slogin&amp;oref=slogin&amp;oref=slogin">auf Twitter ein grosses Ereignis</a> &#8211; mit einem <a href="http://twitter.com/MarsPhoenix">Twitter-Account</a>, auf dem der Mars Phoenix in Ich-Form von &#8220;seinen&#8221; Erlebnissen erz&#228;hlt und Publikumsfragen beantwortet. Innert weniger Wochen hatte der freundliche Mars-Reisende &#252;ber 15&#8242;000 Twitter-Fans. Auch Firmen wie <a href="http://twitter.com/southwestair">Southwest Airlines</a> nutzen Twitter &#8211; einerseits, um auf Blog-Beitr&#228;ge hinzuweisen, andererseits, um direkt mit (potenziellen) Kunden zu kommunizieren. Und die Mozilla Foundation betreibt f&#252;r ihren zunehmend popul&#228;ren Browser Firefox <a href="http://twitter.com/firefox_answers">einen technischen Support via Twitter</a>.</p>
<p><strong>Marktforschung in Echtzeit</strong><br />
Man muss auf Twitter nicht immer mit anderen kommunizieren; es lohnt sich manchmal, auch ganz einfach zuzuh&#246;ren. <a href="http://mashable.com/2007/09/29/twitter-toolbox/">Verschiedene Tools</a> erm&#246;glichen es, alle &#8220;Tweets&#8221; (die einzelnen Nachrichten auf Twitter) zu durchsuchen oder nach bestimmten Kriterien zu analysieren. So l&#228;sst sich einfach und schnell herausfinden, was die &#8220;Twittersph&#228;re&#8221; &#252;ber ein bestimmtes Thema (oder Produkt, oder Unternehmen) denkt und zu sagen hat. Mit etwas mehr Aufwand kann man diese Informationen auch automatisch abrufen:</p>
<p>K&#252;rzlich beklagte sich Jackie Huba vom &#8220;Church of the Customer&#8221;-Blog auf Twitter &#252;ber <a href="http://www.salesforce.com/">Salesforce</a>, einen Anbieter von CRM-Software. <a href="http://www.churchofthecustomer.com/blog/2008/03/today-ben-marti.html">Nur wenige Stunden sp&#228;ter antwortete</a> die Firma auf die Klage. Erstaunt fragte Huba nach, wie Salesforce den Tweet &#252;berhaupt wahrgenommen habe. <a href="http://www.churchofthecustomer.com/blog/2008/04/keeping-up-with.html">Die Antwort</a>: Salesforce sucht konstant mehrere Online-Diskussionsplattformen, darunter Twitter, nach Erw&#228;hnungen des Firmennamens ab. Die Firma kann damit nicht nur Diskussionen in Echtzeit verfolgen, sondern wenn n&#246;tig auch schnell darauf reagieren.</p>
<p><strong>Twitter f&#252;r immer?</strong><br />
Die aktuelle Begeisterung f&#252;r Twitter kann aber nicht &#252;ber die Probleme der jungen Firma hinwegt&#228;uschen. Ganz abgesehen davon, dass nach wie vor v&#246;llig unklar ist, wie das Unternehmen jemals Geld verdienen will (der Service ist momentan kostenlos und werbefrei), macht Twitter der heftige Benutzer-Anstieg zu schaffen. Die regelm&#228;ssigen Server-Ausf&#228;lle behindern die Twitter-Community in der Aus&#252;bung ihrer Lieblingsbesch&#228;ftigung &#8211; und einige &#228;rgern sich so sehr dar&#252;ber, dass sie dem Service den R&#252;cken kehren. An m&#246;glichem Ersatz mangelt es nicht; im Moment sind <a href="http://www.friendfeed.com">FriendFeed</a> und <a href="http://www.plurk.com">Plurk</a> Favoriten f&#252;r eine allf&#228;llige Twitter-Nachfolge. Gut m&#246;glich also, dass Twitter bald in die Bedeutungslosigkeit verschwindet oder ganz aufgeben muss. Die Art der kurzatmigen schnellen Online-Diskussion, die Twitter gepr&#228;gt hat, d&#252;rfte uns aber erhalten bleiben.</p>
<p><em>Gastblogger Nico Luchsinger ist Journalist und Student; er lebt in Z&#252;rich. Er bloggt auf <a href="http://www.150worte.ch">Hundertf&#252;nfzig Worte</a> &#8211; und hat nat&#252;rlich auch einen <a href="http://www.twitter.com/halbluchs">Twitter-Account</a>.</em></p>
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