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	<title>bernetblog.ch &#187; Communication Summit</title>
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	<description>Kommunikation, Online PR und Medien.</description>
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		<title>Communication Summit 2012: Service Public und Les Petits Suisses?</title>
		<link>http://bernetblog.ch/2012/02/08/communication-summit-2012-service-public-und-les-petits-suisses/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 16:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja Stieglbauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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		<category><![CDATA[ComSum2012]]></category>
		<category><![CDATA[Roger de Weck]]></category>
		<category><![CDATA[Service Public]]></category>
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		<description><![CDATA[Roger de Weck, SRG-Generaldirektor, zeigt den Weg des Service Public im digitalen Zeitalter. Der Communication Summit 2012 im vollbesetzten ETH-Auditorium aus der Sicht des bernetblogs.  Roger de Weck war deutlich in seinem Einstiegsreferat: Er sieht nicht &#8230; <a class="weiterlesen" href="http://bernetblog.ch/2012/02/08/communication-summit-2012-service-public-und-les-petits-suisses/">weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2012/02/Bildschirmfoto-2012-02-08-um-14.02.34.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17733" title="Roger de Weck am Communication Summit 2012" src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2012/02/Bildschirmfoto-2012-02-08-um-14.02.34-86x86.jpg" alt="" width="86" height="86" /></a><strong>Roger de Weck, SRG-Generaldirektor, zeigt den Weg des Service Public im digitalen Zeitalter. Der Communication Summit 2012 im vollbesetzten ETH-Auditorium aus der Sicht des bernetblogs. </strong></p>
<p>Roger de Weck war deutlich in seinem Einstiegsreferat: Er sieht nicht eine Bedrohung der privaten Medienhäuser durch die SRG, sondern durch die Globalisierung: eine Globalisierung der Inhalte, der Akteure und der Werbung. «Ein Verteilungskampf der Petits Suisses um die Brosamen, welche die Globalplayer übriglassen, schwäche nur unnötig.»</p>
<p>Für den Service Public sieht er folgende Aufgaben:</p>
<ul>
<li>Audiovisuelle Schweizer Produktionen ermöglichen</li>
<li>Journalistische Unabhängigkeit sichern</li>
<li>Nicht nur Interesssantes, sondern auch Relevantes senden</li>
<li>Kultur fördern</li>
<li>die Schweiz mit Programmen räumlich abdecken</li>
<li>die Schweiz mit Programmen in allen Sprachen abdecken</li>
</ul>
<p>Anschliessend diskutierten mit Roger de Weck auf dem Podium: Michèle Binswanger (Journalistin), Christoph Bauer, (CEO AZ-Medien), Philip Kübler (Medienrechtler) und Marcel Bernet (PR-Berater). Reto Lipp leitete das Gespräch mit grossem Engagement und Sachkenntnis.</p>
<p><strong>Festhalten an der Qualität<br />
</strong>Philip Kübler windet der SRG ein Kränzchen: Neben(!) der SRG sei die Schweiz zu klein für weitere Service-Public-Angebote. Die von der SRG gesetzten Qualitätsstandards seien zu hoch.</p>
<p>Marcel Bernet sieht durchaus Platz für weitere Qualitätsanbieter: Der Jugendsender Joiz beispielsweise hat dafür eine Nische gefunden.</p>
<p>Roger de Weck weist in der Preisfrage auf einen Widerspruch hin: Bietet die SRG Marktgängiges, hält man ihr vor, das sei nicht Service Public. Bietet sie weniger Marktgängiges, heisst es, sie produziere am Publikum vorbei. Eine Aussage, die sich auch auf die Online-Präsenz der SRG übertragen lässt.</p>
<p>Philip Kübler fordert klare Grenzen für die priviligierten Service-Public-Anbieter bei der Kommerzialisierung von Zusatzangeboten. Dass wir nicht zurück können, zeigt ein ORF-Beispiel: Ein Facebook-Verbot sei so lächerlich wie ein Farbfernseh-Verbot, meint das ORF.</p>
<p>Andererseits fordert Christoph Bauer gleich lange Spiesse für alle. Wie diese aussehen sollen, darüber wird derzeit verhandelt. Denn auch Roger de Weck gibt zu, dass seine Situation sehr viel bequemer ist, als die der Privaten. Gebührenfinanzierung bedeutet eine zu 70 Prozent gesicherte Finanzierung.</p>
<p><strong>Journalismus plus Werbung plus Internet<br />
</strong>Wohin gehen die Nutzenden und damit auch die Werbebudgets? Marcel Bernet meint, dass die Frage, über den Inhalt entschieden wird. Die Frage ist nicht Zeitung versus Fernsehen, sondern NZZ online versus SRF online. Roger de Weck verweist aber darauf, dass gerade beim Fernsehen alle kommerziellen Medien auch Boulevard-Medien seien. Die Aufgabe der SRG sieht er auch darin, nicht nur Interessantes, sondern auch Relevantes zu senden.</p>
<p><strong>Sendungen statt Sender?<br />
</strong>Auch wenn sich immer mehr ihr Medien-Menü selbst zusammen stellen und der lineare Konsum abnimmt, sind Kanäle, die als Ganzes konsumiert werden, weiterhin gefragt. Sei es aus Bequemlichkeit wie beim morgendlichen Radiohören oder als Entscheidung für die Qualität einer bestimmten Marke.</p>
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/36415328?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="516" height="290" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe><p><a href="http://vimeo.com/36415328">Communication Summit 2012 - Service Public im digitalen Zeitalter</a> from <a href="http://vimeo.com/meugster">Michael Eugster</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Gleichzeitig werden immer mehr Second Screens oder gar Third Screens eingesetzt. Heute beispielsweise, wenn während des <em>Tatort</em>s auf Twitter fleissig kommentiert wird oder SMS für Star-Votings geschickt werden. Künftig vielleicht so, dass wir auf dem Tablet die Kamera und den Kommentator für die Fussballübertragung selbst wählen &#8211; Service Public und Service Digitale.</p>
<p><strong>Gemeinsame Kultur<br />
</strong>Die Zeiten als quasi die ganze Schweiz abends gemeinsam vor dem TV sass sind vorbei. Vielleicht verbindet ja heute ein tausendfach geteiltes YouTube-Video ähnlich?</p>
<p>Die Gespräche zwischen den Verlegern und der SRG um die Aufteilung des digitalen Kuchens verlaufen gemäss Christoph Bauer konstruktiv. Roger de Weck legte nochmals den Finger darauf, dass man sich nicht innerhalb der Schweiz bekriegen solle. Denn derzeit heisst das grösste Schweizer «Medium» mit knapp drei Millionen Nutzenden: Facebook.</p>
<p>Weitere Berichte zum gemeinsamen Anlass von <a href="http://www.zprg.ch/index.php?s1=331&amp;nwsTypeID=376" target="_blank">ZPRG</a> und dem <a href="http://www.presseverein.ch/2012/02/grossandrang-beim-comsum12/#more-9310" target="_blank">Zürcher Presseverein</a> auf deren Websites und von Claudia Fahlbusch auf <a href="http://escribo.ch/2012/%C2%ABwunderbare-chancen-und-noch-grossere-bedrohungen%C2%BB-die-srg-zieht-sich-warm-an/" target="_blank">escribo</a>.</p>
<p>Alle  bernetblog-Beiträge zum <a href="http://bernetblog.ch/tag/communication-summit/" target="_blank">Thema Communication Summit</a>.</p>
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		<item>
		<title>Communication Summit 2011: Wo bleibt die Empörung?</title>
		<link>http://bernetblog.ch/2011/02/02/communication-summit-2011-wo-bleibt-die-empoerung/</link>
		<comments>http://bernetblog.ch/2011/02/02/communication-summit-2011-wo-bleibt-die-empoerung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 13:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja Stieglbauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Communication Summit]]></category>
		<category><![CDATA[Communication Summit 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[«Emotionalisieren wirs! &#8211; Empörung als Erfolgsrezept der Medien»: Am gestrigen Communication Summit wurde aber nicht über das angekündigte Thema diskutiert, sondern über Qualität im Journalismus. Diskussionsleiter Reto Lipp war gut vorbereitet, aber warum er zum Thema &#8230; <a class="weiterlesen" href="http://bernetblog.ch/2011/02/02/communication-summit-2011-wo-bleibt-die-empoerung/">weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16344" title="Communication Summit 2011" src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-02-um-14.39.59-86x86.jpg" alt="" width="86" height="86" />«Emotionalisieren wirs! &#8211; Empörung als Erfolgsrezept der Medien»: Am gestrigen Communication Summit wurde aber nicht über das angekündigte Thema diskutiert, sondern über Qualität im Journalismus.</strong></p>
<p>Diskussionsleiter Reto Lipp war gut vorbereitet, aber warum er zum Thema keine Fragen stellte, bleibt offen. Es wurde ein allgemeines Gespräch über Medien, Journalisten und Verleger &#8211; aber mit einigen spannenden Aussagen:</p>
<p><strong>Peter Röthlisberger, Blick am Abend<br />
</strong></p>
<ul>
<li>Relevant ist, was unterhält.</li>
<li>Das Kreuzworträtsel. (Auf die Frage, was im Blick am Abend am meisten gelesen wird.)</li>
</ul>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-16343" title="Podium Communication Summit 2011" src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-02-um-14.33.06.jpg" alt="" width="1314" height="894" /></p>
<p><strong>Karl Lüönd</strong></p>
<ul>
<li>Medien arbeiten über Versuch und Irrtum: Sie gehen so weit, wie es die Leserschaft akzeptiert.</li>
<li>In der Medienküche wird heute mit Convenience Food gearbeitet.</li>
<li>Noch gibt es für Journalisten keine Leistungslöhne.</li>
<li>Nicht die PR-Berater sind das Problem, sondern fehlende Filter bei den Journalisten.</li>
</ul>
<p><strong>Sacha Wigdorovits, PR-Berater</strong></p>
<ul>
<li>Weil alles komplexer wird, funktioniert informieren und informiert werden vor allem über Vertrauen, deshalb nimmt die Personalisierung zu.</li>
<li>Es ist nicht schlecht, Emotionen zu erzeugen, aber es ist schlecht Emotionen zu missbrauchen.</li>
</ul>
<p><strong>Marlies Prinzing, Kommunikationsforscherin</strong></p>
<ul>
<li>Gut oder schlecht, tendenziös oder unvoreingenommen zu schreiben ist keine Frage der Zeit, sondern der Qualität.</li>
<li>Wikileaks zeigt, dass erst Medien Orientierung und Einordnung bieten.</li>
<li>Im Journalismus sind Vertiefung und Gefühle kein Gegensatz.</li>
</ul>
<p>Ein Podium rund um Emotionalisierung, Empörung und Skandalisierung wäre also sicher eine zweite Einladung wert.</p>
<p>Fotos: Markus Senn</p>
<p>Alle  bernetblog-Beiträge zum <a href="http://bernetblog.ch/tag/communication-summit/" target="_blank">Thema Communication Summit</a></p>
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		<item>
		<title>Ich poste &#8211; also bin ich: Schöne neue Medienwelt</title>
		<link>http://bernetblog.ch/2010/02/02/ich-poste-also-bin-ich-schone-neue-medienwelt/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 21:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Bernet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Communication Summit]]></category>
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		<description><![CDATA[Rekordbeteiligung am Gipfeltreffen von Medien- und PR-Schaffenden. Die Paneldiskussion brachte wenig Erhellendes. Interessant war das Plädoyer für bezahlschrankenfreie Qualität des Spiegels. Setting und Titel erinnerten an die Dreikönigstagung der Schweizer Verleger (Bericht vom 6. Januar). Und &#8230; <a class="weiterlesen" href="http://bernetblog.ch/2010/02/02/ich-poste-also-bin-ich-schone-neue-medienwelt/">weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2010/02/IMG_0392.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8752" title="Communication Summit Februar 2010 Panel / ©bernetblog" src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2010/02/IMG_0392-86x64.jpg" alt="Communication Summit Februar 2010 Panel / ©bernetblog" width="86" height="64" /></a>Rekordbeteiligung am Gipfeltreffen von Medien- und PR-Schaffenden. Die Paneldiskussion brachte wenig Erhellendes. Interessant war das Plädoyer für bezahlschrankenfreie Qualität des Spiegels.</strong></p>
<p>Setting und Titel erinnerten an die Dreikönigstagung der Schweizer Verleger (<a href="http://bernetblog.ch/2010/01/06/medien-ratlosigkeit-auf-der-kommandobrucke/">Bericht vom 6. Januar</a>). Und das Thema «Schöne neue Medienwelt &#8211; ratlose Branche» zieht &#8211; mit rund 400 Teilnehmenden war das Auditorium Maximum rekordvoll. Mathias Müller von Blumencron war acht Jahre lang Chef von Spiegel Online und ist seit 2008 Co-Chefredaktor der gedruckten Ausgabe. Hier die wichtigsten Passagen aus seinem Eingangsreferat. Alle Teilnehmenden des anschliessenden Podiums sind auf der <a href="http://www.zprg.ch/index.php?s1=331&amp;nwsTypeID=376" target="_blank">ZPRG-Seite</a> gelistet.</p>
<p><a href="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2010/02/IMG_0392.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-8752" title="Communication Summit Februar 2010 Panel / ©bernetblog" src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2010/02/IMG_0392-516x387.jpg" alt="Communication Summit Februar 2010 Panel / ©bernetblog" width="516" height="387" /></a></p>
<p><strong>PR-Branche in der Steinzeit</strong><br />
Den wohl relevantesten Bezug zur stark vertretenen PR-Branche brachte Moderator Reto Lipp in der Anmoderation:  «Wenn ich heute noch gewisse Communiqués lese &#8211; dann frage ich mich schon, ob die PR-Branche ein bisschen in der Steinzeit verweilt.» Ratlos sind zuweilen nicht nur die Verlage. Aber näher diskutiert wurde dieses heisse Thema dann doch nicht. A propos Steinzeit: Mathias Müller von Blumencron erinnerte an eine zentrale Forderung des damaligen Online-Projektleiters beim Spiegel, formuliert Mitte der Neunziger Jahre: <strong>«Ich bestehe auf wöchentlichen Updates»</strong>. Das waren noch Zeiten.</p>
<p><strong>Es läuft nicht so, wie die Verlage wollen</strong><br />
Der Spiegel-Chef ist überzeugt, dass wir trotz der grossen Umwälzungen der letzten drei Jahre erst am Anfang stehen. «Jetzt haben wir uns 15 Jahre Online abgerackert, haben hohe Reichweiten, machen 20 Millionen Gewinn mit Spiegel Online und einen mickrigen Gewinn. Doch mit der Printausgabe erreichen wir <strong>zehn mal soviel Umsatz</strong> und ein Vielfaches an Erfolg. Ist die digitale Welt nichts für uns Verlage?»</p>
<p>Qualitätsjournalismums habe eine Chance. Aber die Verlage müssten endlich aufgeben mit allen Versuchen, die Online-Welt ihren Bedürfnissen anzupassen: <strong>«Wir leben in einer Welt des &#8216;Ich poste, also bin ich.&#8217; </strong>Die Welle schwillt an und ab. Mal ist sie furchtbar genial, mal total banal. Mal sind es intime Details, mal politische Ereignisse. Dieses gewaltige Gemurmel droht, uns Verleger ein Stückchen mehr an den Rand zu drücken. Bestehen können wir nur dann, wenn wir Bestandteil dieser digitalen Welt bleiben.»</p>
<p><strong>Relevant sein heisst: findbar sein</strong><br />
Bei aller Diskussion um Google plädiert der deutsche Chefredaktor mit Schweizer Wurzeln resolut gegen Bezahlambitionen der Verlage. Der Spiegel löst das Problem durch ein Spiel zwischen täglich aktueller Online-Plattform und wöchentlichem Druckmagazin. Die Titelgeschichten sind Online nur gegen Micropayments verfügbar, nach drei Wochen kommen sie dann kostenlos ins Archiv. «Um relevant zu sein, müssen wir findbar sein.»</p>
<p>Für die nahe Zukunft sieht er drei Faktoren: Erstens werde das gedruckte Produkt Kern des Schaffens bleiben, nicht zu verschenken sondern eher noch teurer anzubieten. Zweitens würden immer mehr Leser mobil auf Inhalte zugreifen &#8211; und im mobilen Bereich seien Verrechnungsmöglichkeiten eher da, wenn auch zu minimalen Preisen. Drittens schliesslich erlebten wir eine «Explosion der Gerätschaften» mit neuen Möglichkeiten für die «kraftvolle und emotionale Platzierung von Inhalten, vor allem für Zeitschriften». Hier müssten die Verlage<strong> Ideen und Geld investieren</strong> in die neue Aufbereitung von Inhalten.</p>
<p><strong>Guter Journalismus &#8211; mit weniger Rendite</strong><br />
Müller von Blumencron ist klar, dass er damit kein Patentrezept in der Hand hält für seine Branche, die weiterhin von grosser Unsicherheit geprägt sein wird. Nachdem sie «über Jahrzehnte so verdammt verwöhnt war. Die Traumrendite früherer Jahre ist dahin &#8211; guter Journalismus aber nicht.»</p>
<p><object width="400" height="324" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Gxr5a0k0xXI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="400" height="324" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Gxr5a0k0xXI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Alle  bernetblog-Beiträge zum <a href="http://bernetblog.ch/tag/communication-summit/" target="_blank">Thema Communication Summit</a></p>
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		<item>
		<title>«Web trifft TV»</title>
		<link>http://bernetblog.ch/2009/02/04/web-trifft-tv/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 08:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sonja Stieglbauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[zattoo]]></category>

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		<description><![CDATA[Am gestrigen Communication Summit 2009 diskutierten sieben hochrangige Vertreter der Branche. Sie erklärten, wohin sich das Fernsehen entwickeln könnte. Das Einleitungsreferat hielt TV-Direktorin Ingrid Deltenre. Ihre Botschaften: Die Fragmentierung wird weiter zunehmen &#8211; bei der Mediennutzung &#8230; <a class="weiterlesen" href="http://bernetblog.ch/2009/02/04/web-trifft-tv/">weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2009/02/global_communication.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2835" title="global_communication" src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2009/02/global_communication-86x57.png" alt="global_communication" width="86" height="57" /></a>Am gestrigen Communication Summit 2009 diskutierten sieben hochrangige Vertreter der Branche. Sie erklärten, wohin sich das Fernsehen entwickeln könnte.</strong></p>
<p>Das Einleitungsreferat hielt TV-Direktorin Ingrid Deltenre. Ihre Botschaften: Die Fragmentierung wird weiter zunehmen &#8211; bei der Mediennutzung und bei der Technik. Also: Wer schaut was, wann, wo, wie, womit? Spartenkanäle  und zeitversetztes Fernsehen werden wichtiger.</p>
<p>Deltenre wies aber auch auf einen entgegengesetzten Aspekt hin: Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Zuschauer will einfach einschalten und fernsehen. Die Technik überfordere viele.</p>
<p>Zu den Webplänen von SF meinte Deltenre, dass aus starken TV-Marken starke Internet-Marken werden sollten (Beispiel Kassensturz). Und bezüglich Werbung auf<a href="www.sf.tv" target="_blank">www.sf.tv</a> warte sie auf die Politik.</p>
<p>Gefreut hat mich ihre Ankündigung, dass SF Mitte 2009 sein Archiv öffnen wird.</p>
<p>In der anschliessenden Podiumsdiskussion wurden Schlaglichter auf verschiedene TV-Formen und -Szenarien geworfen. Mit sieben Teilnehmenden plus Moderator Reto Lipp war das Podium (gut aber zu) dicht besetzt.</p>
<p>Beat Knecht von Zattoo und der Medienunternehmer Peter Weigelt erklärten, was Internet-TV bei ihnen bedeutet: Der erstere übernimmt Inhalte der Sender und der zweite produziert selbst Inhalte.</p>
<p>Klaus Kappeler, Goldbach Medien, sieht die Zukunft im Internet und er sieht auch die Werbegelder in diese Richtung gehen. Als grossen Trumpf der Web-Werbung wies er auf die Messbarkeit auf diesem Kanal hin.</p>
<p>Hans-Peter Nehmer, Cablecom, sagt wie Deltenre dem zeitversetzten Fernsehen eine grosse Zukunft voraus. Damit verbunden ist auch die Zukunft der Set-up-Boxen.</p>
<p>Und Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument musste sich anhören, dass es die Zeitung verpasst hätten, ihre starken Marken zu starken Internet-Marken auszubauen. Der gemeinsame Konkurrent aller Newsvermittler seien nämlich Service-Plattformen wie Google. Einig war sich das Podium darin, dass die Redaktionen die Technik nicht ignorieren könnten, da diese auch die Inhalte prägt. Zum RTVG hiess es einstimmig, dass die Politik mit diesem Gesetz überfordert war (ähnlich wie ein grosser Teil des TV-Publikums, siehe oben) und dass die Konvergenz fehle. Wenig tröstlich, dass Prof. Michael Latzer, Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Uni Zürich, erwähnte, dass dies im übrigen Europa kaum anders sei.</p>
<p>Dafür überraschte Lebrument zur Konvergenz: Er plant in seinem Imperium in den nächsten 2 &#8211; 3 Jahren die knapp 20 Medien zusammenzufassen und in drei Firmen zu splitten: In eine Redaktion sowie je eine Firma für den Nutzer- und den Werbemarkt.</p>
<p>Zum Werbemarkt gab es aus der Branche «Es geht nicht schlecht» zu hören. Angesichts der Krisenmeldungen aus der übrigen Wirtschaft wiegt diese Nachricht schwer.</p>
<p>Mein Fazit: Die Veranstaltung gibt einen guten Überblick über vieles, das heute im und um TV läuft. Wer nicht hingehen konnte, der konnte gestern Abend über Live-Stream in der ETH dabeisein. Und wer erst jetzt dazu kommt, der kann über die Links unten den Film sehen.</p>
<p>Zum Communication Summit 2009 von <a href="http://zprg.ch/" target="_blank">ZPRG</a> und <a href="http://presseverein.solutionpark.ch/" target="_blank">ZPV</a></p>
<p>Alle  bernetblog-Beiträge zum <a href="http://bernetblog.ch/tag/communication-summit/" target="_blank">Thema Communication Summit</a></p>
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		<title>Communication Summit: Verleger fordern Qualität im Journalismus</title>
		<link>http://bernetblog.ch/2008/02/06/communication-summit-verleger-fordern-qualitaet-im-journalismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 14:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Allemann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Communication Summit]]></category>

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		<description><![CDATA[Schizophrenie der Schweizer Verleger-Elite am Communication-Summit 08 im vollbesetzten Auditorium Maximum der ETH Zürich: Nach einer einleitenden Hymne auf das 20minütige Pendlerblatt (Martin Kall, TA-Media) und dessen wirtschaftliche Potenz, beschwören die Podiumsmitglieder einhellig die Qualität im &#8230; <a class="weiterlesen" href="http://bernetblog.ch/2008/02/06/communication-summit-verleger-fordern-qualitaet-im-journalismus/">weiter <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="martin_kall.jpg" href="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2008/02/martin_kall.jpg"><img title="martin_kall.jpg" src="http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2008/02/martin_kall.thumbnail.jpg" alt="martin_kall.jpg" width="100" /></a><strong>Schizophrenie der Schweizer Verleger-Elite am Communication-Summit 08 im vollbesetzten Auditorium Maximum der ETH Zürich: Nach einer einleitenden Hymne auf das 20minütige Pendlerblatt (Martin Kall, TA-Media) und dessen wirtschaftliche Potenz, beschwören die Podiumsmitglieder einhellig die Qualität im Journalismus. </strong></p>
<p>Der Keynote-Speech von Martin Kall zeigte klar: Bei Strategie-Entscheiden gehen betriebswirtschaftliche Ziele und Rahmenbedingungen immer vor. Viel war von Innovation und Investition die Rede, nie aber von journalistischer Ethik und wenig von der daraus entstehenden Qualität.Diese wurde dafür auf dem Podium gefordert: <a href="http://www.axelspringer.ch/" target="_blank">Springer</a>-Chef (Handelszeitung, Bilanz, Beobachter) Ralph Büchi beklagte die mangelnde Qualität von Nachwuchs-Journalist/innen und wie schwer es sei, gute Leute zu finden. Grund dafür seien u.a. die exorbitant hohen Löhne in der Wirtschaft, namentlich bei den Banken. Die Kommunikationsberaterin <a href="http://www.km-kommunikation.ch/" target="_blank">Karin Müller</a> regte mit ihrem Hinweis auf den Copy/Paste-Journalismus («Die Inhalte aller Gratisblätter kommen von der gleichen News-Agentur») den Gedanken an, wo denn die gesuchte Qualität Platz fände. Erfrischend auf dem Podium wirkte der <a href="http://www.ringier.ch/index.cfm?rub=278" target="_blank">Ringier Geschäftsleiter</a> Daniel Pillard, der sich mit welschem Charme auch für Selbstkritik nicht zu schade war und an die Kraft der «guten Geschichte» erinnerte.</p>
<p>Mein Lichtblick auf dem Podium: der Wissenschaftler <a href="http://www.unisg.ch/org/mcm/web.nsf/wwwPubMitarbeiterGer/698315FC7DAE9EC9C1256ECB0049C868" target="_blank">Martin Eppler</a> (Uni Lugano, bereits in <a href="http://bernetblog.ch/2007/06/13/luganeser-aufwisch/" target="_blank">diesem Blogbeitrag</a> erwähnt) sieht die Journalisten auch als Spielball der Verlagsmanager. Dort wo in «Herrenkriegen» (K. Müller) Konkurrenzprodukte (4 Pendlermagazine!) um das Überleben kämpfen, werden ganze Redaktionen «an die Wand gefahren». Journalisten, die mit viel Herzblut ihrem Beruf nachgehen. Eppler erinnert dabei auch an einen Journalismus als (kulturellen) «Wert», als kritische und investigative Denkhaltung, die es für die nächsten Generationen zu pflegen und konservieren gilt. Er sieht hier den News-Junkie, der kritiklos und kontextfrei News-Fragmente konsumiert und da den bewussten medienkompetenten Konsumenten, der sich der Kräfte der Informations-Ökonomie bewusst ist. Und wünscht sich, dass diese Werte und Kompetenzen auch kommenden Generationen weitergereicht werden.</p>
<p>Abschliessend kamen dann erstaunlich wenige und handzahme Fragen und Anregungen aus dem Fachpublikum (Communication Summit wurde zum 7. Mal vom <a href="http://www.presseverein.ch" target="_blank">Zürcher Presseverein</a> und der <a href="http://www.zprg.ch/" target="_blank">Zürcher PR Gesellschaft</a> ausgetragen) die den teilweise markigen Sprüchen vom Podium wenig entgegen zu halten hatten. So zum Beispiel der Bemerkung von Karin Müller, dass es doch «nur ein verschwindend kleiner Anteil der Medienschaffenden ist, der sich für Gesamtarbeitsverträge einsetze und das seien wohl nicht diejenigen für die guten Journalisten-Jobs.» Aufwachen, Zürcher Presseverein, was meint ihr dazu?Dann gabs Apéro. Ein kurzweiliger und inspirativer Abend (hier der <a href="http://www.presseverein.ch/news/aktuelles/single/article/19/bald-alles-g.html" target="_blank">Bericht auf der ZPV-Website</a> und <a href="http://www.zprg.ch/index.php?nwsID=820" target="_blank">Bilder hier beim ZPRG</a>).</p>
<p>Alle  bernetblog-Beiträge zum <a href="http://bernetblog.ch/tag/communication-summit/" target="_blank">Thema Communication Summit</a></p>
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