Sonja Stieglbauer | 21.09.2009

Blogger im Profil: Sixt Mietwagen Blog

Logo SixtDer Autoverleiher Sixt betreibt seit fast einem Jahr einen  Blog. Und befindet sich damit im Spannungsfeld zwischen Autorenmeinung, kommerziellen Interessen, Werbung sowie Leser- und Kundenbindung.

Die Fragen zum Sixt Mietwagen Blog beantwortete Benjamin Wingerter, Blogger bei Sixt.

Wieso bloggt Sixt?
Die Autovermietung Sixt ist als Dienstleistungsunternehmen primär um die Zufriedenheit der Kunden bemüht. Neben einer kurzen Frage, ob alles mit dem geliehenen Mietwagen in Ordnung gewesen ist, werden natürlich immer wieder Qualitätsbefragungen vorgenommen. Aber um in ungezwungener Form die Meinung und interessante Wünsche unserer Kunden zu erfahren, ist ein Blog die optimale Plattform. Ein paar Diskussionen oder direkte Fragen zu unseren Mietwagenstationen, zu Events und Neuerungen gab es bereits. Klingt vielleicht blöd, aber wir fühlen uns näher am Kunden, als mit einem “Feedback” Formular auf der Website. Wir sind sehr froh, dass wir unser Blog betreiben können.

Ihre wichtigste Blogerfahrung?
Am Sixtblog arbeiten viele Menschen mit. Die wichtigste Erfahrung für jeden Einzelnen ist wahrscheinlich jeweils eine andere. Damit ein Blog lebt, braucht man Mitarbeiter, die Lust und Zeit aufbringen, um neben den normalen täglichen Pflichten regelmässig Artikel zu schreiben. Ohne Leser, die sich trauen ihre Meinung in einem grossen Firmenblog zu hinterlassen, ist aber auch ein toller Artikel nutzlos. Im Endeffekt sind also aktive Menschen auf beiden Seiten eines Blogs wichtig. Als Blogger darf man nicht nachlassen und als Leser muss man sich mutig einbringen.

Ihr grösster Blogwunsch?
Bei uns bloggen fast ein Dutzend Sixt Mitarbeiter. Wir wünschen uns wahrscheinlich alle, einfach etwas aus dem Unternehmen erzählen zu können. Damit teilen wir Informationen aus unserer Arbeit, über unseren Arbeitgeber und unser Insiderwissen aus der Automobil- und Reisebranche. Nicht jede Firma erlaubt ihren Angestellten ein Blog zu betreiben.

Unsere Kollegen in UK nutzen das sixtblog.co.uk sogar noch privater als wir es in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt tun. Aber auch wir fügen zwischen Branchennews gelegentlich einen unterhaltsamen Artikel ein, den man in einem Firmenblog nicht erwartet. So gesehen geht unser grösster Blogwunsch gerade in Erfüllung:

Noch näher am Kunden zu sein auch mal fern ab von Mietwagen. Es ist jetzt für alle im Unternehmen, ganz gleich welche Abteilung, leichter sich an einer öffentlichen Diskussion zu beteiligen. Wir sind durch das Blog und unsere Twitter Accounts kein anonymes Unternehmen mehr, sondern können Sixt ein Gesicht geben und an der Community aktiv teilnehmen.

Mein Fazit
Die Sixt-Bloggerinnen und Blogger haben es geschafft, dass sogar ein Automuffel wie ich ihn liest. Das Themenspektrum ist breit und hat doch Bezug zum Unternehmen. Neben Branchen- und Unternehmensnachrichten findet man Reisetipps, Rechtliches  rund ums (Miet-)Autofahren und immer wieder Mitteilungen zur Corporate Social Responsibility von Sixt. Gerade für Reisefreudige ein interessanter Blog.

Online Monitoring – Selfmade und zum Nulltarif

monitoring-online-auge

Online-Monitoring ist auch für kleinere Unternehmen mit kleinem oder keinem Budget möglich – mit etwas Zeit und einer Prise Geschick am Computer. Unser Gastblogger Ralph Hutter aka Pixelfreund gibt Tipps.

Kernelement der Medienbeobachtung via Internet sind News-Alerts, die hauptsächlich die Nachrichten traditioneller Medienhäuser abdecken sowie Social Media Monitoring Tools, die einen Einblick in Diskussionen von Sozialen Netzwerken, Blogs und Microblogging Diensten geben.

News Alerts – Schlüsselwörter abonnieren
News Alerts werden von den grossen Suchaschinen Google Alerts, Yahoo Alerts, MSN / BING Alerts angeboten – mit grossen qualitativen Unterschieden. Bei allen können Schlüsselwörter als E-Mail oder via RSS Feed abonniert werden. Taucht ein Suchbegriff in Nachrichten, auf Websites, Blogs oder als Beschreibung eines Videos auf, erhält man sofort oder in der täglichen Zusammenfassung einen E-Mail-Alert. Auf diese Art lässt sich einerseits der Summton der etablierten Medien hören (deren News durch Google syndiziert werden, s. auch Beitrag von Marcel), aber auch die Stimmen aus der Blogospäre. Die Unschärfe dieses Monitorings liegt in der Anzahl Titel und Formate, bzw. ob und wieviel von deren Content auch elektronisch durch die Suchmaschinen erfasst werden.

Social Media Monitoring Tools
Die eigene (Online-)Reputation wird aber längst nicht mehr nur von den Printmedien gestaltet. Neue Online Plattformen wie Facebook und Twitter sind in der Masse angekommen. Und auch bereits bekannte Gefässe wie Blogs, Foren werden weiterhin rege genutzt.

Diese Dienste geben Einblick in aktuelle Diskussionen zur eigenen Marke, Person oder über andere Suchbegriffe:

Socialmention.com
Socialmention.com
finde ich grossartig. Der Dienst durchpflügt über 80 Social Media Plattformen: Blogs, Microblogs, (Online) Boomarks, Blog Kommentare, Events, Bilder, News sowie Audio und Video Plattformen. In kurzer Zeit erhält man einen guten Eindruck, wo und was über den jeweiligen Suchbegriff geschrieben und gesprochen wird.

screenshot-socialmention.com

backtype.com
Backtype.com beschreibt sich selbst als “a conversational search engine”. Sie indexieren hauptsächlich Konversationen, die via Kommentare auf Blogs und Social Media Plattformen geführt werden und verknüpfen diese plattformübergreifend. Die Suchbegriffe können ähnlich wie bei den Alerts der Suchmaschinen via Email oder noch praktischer via RSS abonniert werden.

boardtracker.com
Es gibt sie noch, die guten alten Diskussionsforen. Deren Bedeutung hat mit der Verbreitung der sozialen Netzwerke deutlich abgenommen. Doch gibt es weiterhin viele gut frequentierte und etablierte Discussion Boards. Board Tracker ist eine Suchmaschine, welche ausschliesslich Diskussionsforen durchforstet. Der Fokus liegt hautpsächlich auf englischsprachigen Boards und ist daher für den deutschsprachigen Markt weniger attraktiv.

facebook.com/lexicon/
Eine brillante Idee ist das Facebook Lexikon. Wissen, was über die eigene Marke in Facebook auf all den Pinwänden diskutiert und welche Gefühlsregungen mittels Statusupdate in die Online Welt posaunt werden. Die Usability lässt aber stark zu wünschen übrig und nur Suchbegriffe mit einem Minimum an Erwähnungen sind überhaupt auffindbar. Derzeit unbrauchbar für kleine Unternehmen, aber wert im Augenwinkel zu behalten.

…und dann wären da noch – last but not least  – das Twitter Monitoring. Darüber habe ich einen ausführlichen Artikel “7 Tools für Medienbeobachtung – Trend Twitter Monitoring” auf meinem Blog geschrieben. Mehr zum Umgang mit Twitter (inkl. Monitoring-Tipps) übrigens im Leitfaden, der Mitte September hier erscheint.

Das Internet macht es möglich. Selfmade Medienbeobachtung zum Nulltarif. Die Zeit alle Ergebnisse zu lesen und zu interpretieren, muss man sich nach wie vor noch selber nehmen.

Danke für diese pragmatischen Tipps an unseren Gastblogger Ralph Hutter! Er schreibt auf www.pixelfreund.ch über Web 2.0 Trends, Social Media, Netzkultur, geeky Gadgets und neue Medien.

Marcel Bernet | 30.04.2009

Getroffen: Das Web beschleunigt die Wirklichkeit

getroffen1Bei einem Frühstücksgespräch hatte ich wieder mal eine bernetblog-Idee: «Getroffen». Aus Begegnungen entstehen Ideen, eine Skizze entsteht, eine Idee ist getroffen. Der erste Wurf:

Getroffen habe ich Harald Taglinger vor etwas mehr als einer Woche zum Frühstück im Sprüngli am Paradeplatz. Kennengelernt habe ich ihn vor zwei Jahren an einer Internet-Veranstaltung, wo er mir durch seine geschliffenen Fragen auffiel. Das Web hat uns als Thema zusammengebracht, aber der Austausch begann erst durchs persönliche Kennenlernen – nicht via Xing oder Facebook.

Genau da drüber haben wir uns lange unterhalten: Wie kriege ich eigentlich all die sozialen Austauschmöglichkeiten des Web unter einen Hut? Welches Engagement ist sinnvoll? Wie bediene ich Twitter, Facebook, Xing, Weblog, Webseite, E-Mail-Dialog? Und: Wie wirklich ist denn diese Web-Sphäre des sozialen Austausches?

Mein Gedanke, schnell skizziert: Das Web ist eine Beschleunigung und Erweiterung der physischen Wirklichkeit. Wie das Fahrrad erweitert es die Möglichkeiten, den Radius. Kein Hilfsmittel ersetzt die Grundstufe, die es beschleunigt und erweitert. Es führt neue Möglichkeiten ein, mit neuen Herausforderungen. Wer wandert, sieht und erlebt intensiver. Dafür aber weniger pro Zeiteinheit als auf dem Fahrrad.

getroffen1_taglinger_webwirklichkeit

Für mich heisst das: Wirklichkeit hat viele Schichten. Zu ihrem innersten Kern kann ich selbst in mir selbst nie ganz vordringen. Denn wirklich wirklich ist auch Wirklichkeit nie, wie schon Watzlawick wusste: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?: Wahn, Täuschung, Verstehen. Nun baue ich zur persönlichen, physischen Wirklichkeit eine virtuelle, beschleunigte, sphärische Web-Wirklichkeit. Ich multipliziere meine Profile, meine Kontakte, meine Dialoge. Und die werden dann so erfolgreich, klar, nachhaltig sein, wie sie sich verbinden mit einer inneren Wirklichkeit. Einer klaren Absicht. Einer Ganzheit, einer Idee. Das gilt für mich als Person aber auch für jede Organisation.

Getroffen?

Danke Harald für das inspirierende Gespräch, danke allen fleissigen Web-Kommentatoren für einen vielleicht weiterführenden Dialog.

Jugendliche Blogautoren – habe ich was verpasst?

jugendlicher-blogger.png

Teenager seien die fleissigsten Blogger, heisst es in diversen Studien. Davon habe ich bis anhin aber nichts mitgekriegt – dabei bin ich selbst noch keine zwanzig.

Bis vor 2 Tagen bin ich nur zufällig über Blogs gestolpert. Beim Rumstöbern in den Resultaten des Suchmaschinen-Giganten. Als ich aber für 2 Tage hier bei Bernet PR als Praktikant reinschnupperte, hat sich dies geändert. Wie ich gesehen habe, ist Marcel und sein Team hier eifrig am bloggen. Also habe ich auch mal einige Blogs gelesen.

Auf den ersten Blick kam mir solch ein Blog fast wie ein “must have” derjenigen vor, die etwas auf sich halten. Auf den zweiten Blick sehe ich jedoch, dass durch die ganze soziale Bandbreite gebloggt wird. Vom Bundesrat bis zum Lehrling, der von seinem Auslandaufenthalt berichtet. Zu Millionen von potenziellen LeserInnen. Einige Jugendliche haben es im Netz zu richtiger Berühmtheit gebracht. Andere schreiben sich einfach den Frust von der Seele oder befriedigen ihr Bedürfnis, sich der Welt mitzuteilen.

Diese Jugendlichen sollen mit Blogs das “Web 2.0″ füttern und am Leben erhalten, heisst es.

Und diverse Studien (hier und hier) bestätigen diese Behauptung. Zwar nicht die jüngsten Links, aber dennoch aussagekräftig, wie mir scheint.

Da kam ich aber ins Grübeln, schliesslich zähle ich mit knapp 20 Lenzen gerade noch selbst zu den Jugendlichen. Und in meinem Freundeskreis kenne ich keinen einzigen, der einen Blog unterhält. Viel eher sind meine Bekannten auf so genannten Partyportalen unterwegs. Und mit uns über 50.000 weitere pro Monat. Alleine in der Region Basel! Gut, auch dort kann man zu Fotos und Videos Kommentare und einander Nachrichten (220.000 pro Tag!) schreiben, aber als Blog würde ich das nicht bezeichen.

Aber wo kommt diese Jugendliche Mehrheit, all die fleissigen Blogger, denn her?

Vielleicht erzählen sie ja täglich von sich, ganz anonym in den Weiten des Internets und ich weiss es nur nicht!?

Ich werde mich auf die Suche machen…

Oder kennt ihr jugendliche Bloggerinnen und Blogger persönlich?

dina | 14.11.2006

Mein Schnupperlehrtag in der PR-Agentur

dina.jpgHeute durfte ich einen Schnuppertag in der PR-Agentur Bernet machen. Ich musste von der Schule aus einen Beruf etwas besser kennenlernen. Wenn er mir gefällt, soll ich einen Vortrag über diesen Beruf machen.

Ich bekam eine kleine Erklärung mit einer Broschüre über den PR Beruf und durfte allen ein bisschen über die Schulter schauen.
Ich lernte in kurzer Zusammenfassung was sie etwa machen: Sie organisieren Inserate oder Texte über ihre Kunden, die in verschiedenen Zeitungen oder Zeitschriften vorkommen. Helfen den Kunden, dass sie einen tollen Werbetext haben u.s.w..
Mir gefällt an diesem Beruf, dass man viel Kontakt mit verschiedenen Menschen hat. Sie beraten kann, Ratschläge geben und persönlichen Kontakt mit den Kunden aufbauen kann.

Soweit der Gast-Blog von Dina Schoch. Unser Nachtrag: Ihr Schnupperbesuch hat uns sehr gefreut. Den Nachmittag verbrachte sie bei unseren Netzwerk-KollegInnen Pongo Zimmermann, Gerda Müller (Grafik) und Susi Lindig (Fotografie). Hier ein lyrischer Nachmittags-Überblick.

gunnar | 02.11.2006

Gastblog: Bloggin’ CEO von Gunnar Bender, AOL

Seit Mai 2006 bloggt Charles Fränkl, unser CEO. Wie hat sich das persönliche Experiment von Charles – er selbst bezeichnete sich in seinem Starteintrag als „Ausprobierer“– entwickelt? Nach gut einem halben Jahr CEO Blogging AOL mal ein kurzes Fazit: Insgesamt hat sich der Blog sowohl intern als auch extern etabliert, es gibt inzwischen eine konstante Anzahl von Lesern und Verlinkungen im Netz. Im Ranking der deutschen Business Blogs steht Charles Fränkls Blog in der Branche IT inzwischen auf Platz 22. Einen Großteil der Leser stellen die AOL Mitarbeiter, aber auch viele interessierte Internetnutzer und Blogger besuchen www.charles-blog.com regelmäßig und kommentieren die Einträge z.T. sehr rege. Das ist wichtig, denn es zeigt die Offenheit des Mediums, die insbesondere in Change Prozessen für die interne Kommunikation eine große Rolle spielt. Auch für die externe PR hat der CEO Blog Bedeutung erlangt, denn Online Medien zitieren ihn oder setzen Links. (Beispiel: Spon, der unten auf der Seite auf den Blog hinweist). So konnte Charles mit seinen Blogeinträgen für Klärung in kritischen Situationen sorgen (im Eintrag und in den Kommentaren), die sowohl nach intern wie nach extern positiven Effekt zeigten.

Daniela Bernet | 22.05.2006

Konsum.

Hippy Peace CoatEin Gedicht von Daniela Bernet im Gast-Blog.

Daniela ist 18 und die älteste Tochter

von Marcel Bernet.

«mier konsumiered

tag ii, tag uus

mir händ es natel,

es eifamiliähuus

mier händ es konto uf jedere bank

säg emal, findschs nöd au zimli chrank?

all händ gnueg

und wänd trotzdem no meh

geld macht giirig

und sobald mer gnueg hätt,

wirds schwierig

klar ischs eifach, dägägä z’sii

und trotzdem sind du&ich au debii…»

copy – create – manipulate: Creative Commons schlägt eine Brücke

 In unserem Gast-Blog öffnen wir Freunden und Bekannten unseren Blog, um spannende Gedanken mit uns zu teilen. Den Anfang macht der Zürcher Gestalter Pongo Zimmermann:

„Mit DRM (Digital Rights Management) und Trusted Computing lässt uns der Rechner nur noch die Wahl zwischen Hollywood und Freiheit…“, Cory Doctorow

Zwischen den geltenden Rechten und der täglichen Praxis von immer mehr Leuten klafft ein tiefer Graben – unweigerlich leitet sich damit ein anderern Umgang mit Kultur aus: Sie soll allen frei zur Verfügung stehen, legal kopiert, geändert und verbreitet werden können – statt nur den Zahlenden und den ökonomisch Mächtigen zu gehören.

Kultur basiert seit jeher auf Bezugnahmen, Verweisen und Aneignungen. Dass es keine ‘creatio ex nihilo’ gibt, ist spätestens seit den Römern, die diesen Ausdruck geprägt haben, eine Binsenwahrheit. Die Renaissance hat sich auf die Antike bezogen, bei ihr inhaltliche und formale Anleihen gemacht, um daraus eine neue Kultur zu schaffen. Dieser kreative kulturelle Prozess gleicht in vielem etwa demjenigen der ‘appropriation art’ der 1970er und 1980er Jahre, welche ihn zu ihrem eigentlichen Thema gemacht haben oder auch der zeitgenössischen Rap Musik, die aus Versatzstücken anderer Musiker einen eigenen Stil baut.

Solche künstlerischen Strategien widersprechen den geltenden und sich stetig verschärfenden Urheberrechts-Gesetzen und können gesetzlich geahndet werden. Damit werden die monetären Interessen der Verwertungsindustrie und einiger weniger Künstlerinnen geschützt, argumentieren die Verfechter des Copyrights. Damit wird aber auch die Entwicklung der Kultur behindert, wenden die Kritiker ein.

Creative Commons
ist eine Non Profit-Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den kreativ Schaffenden einen Lizenzstandard zur Verfügung zu stellen, mit dem sie ihre Urheberrechte abgestuft einsetzen können. Dieser abgestufte Einsatz des Urheberrechts fördert eine freiere Nutzung von Werken im Kulturleben, ohne dass der Kreative auf das Urheberrecht ganz verzichten würde. Creative Commons bewegt sich damit in der Bandbreite zwischen den beiden Polen, die durch den traditionell restriktiven Einsatz der urheberrechtlichen Verbotsrechte einerseits und die Public Domain andererseits markiert werden.

Hinter Creative Commons steckt der streitbare Stanford Professor Lawrence Lessig. Er vertritt die Meinung, dass die heutigen Copyright-Gesetze schädlich sind für die Entwicklung des Internets und die Verbreitung von Information in der Gesellschaft. Nie zuvor war in der Geschichte der Menschheit die Macht über kulturelle Güter in den Händen ganz weniger konzentriert. Diese können mit Hilfe des Copyrights immer detaillierter und immer länger bestimmen, wie wir mit Kultur arbeiten und umzugehen haben. Unsere Gesellschaft verteidigt die Meinungsfreiheit und die Marktwirtschaft – warum erlaubt sie eine solche Machtkonzentration beim Wissen, der Kultur?

Zwischen den zwei Extremen Copyright und Public Domain schlagen Creative Commons-Lizenzen eine Brücke zwischen Total Kommerz und Nonprofit.

Lesenswert: Der Blog von Ed Felten und Alex Halderman von der Princeton University über Technologie und Gesetzgebung Freedom To Tinker.

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