Lilly Anderegg | 04.03.2010

Vom Social Web zum Erfinder-Web

IdeeKreativität ist ja nicht jedermanns Sache. Eine gute Möglichkeit, den Ideenfluss trotzdem in Gang zu setzen, ist Atizo.

Momentan ist das Internet vor allem eine immer grösser werdende Menge an Informationen. Diese Masse an Daten in neue Ideen umzuwandeln wird eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre sein, ist Kreativitätsforscher Edward de Bono überzeugt.

Crowdsourcing macht’s möglich
Mit dem Aufschwung des Web 2.0 erlebt der freie Wissenstransfer zwischen Unternehmen und dem Rest der Welt seinen Durchbruch. Soziale Internet-Netzwerke sind in der Lage, Menschen mit ähnlichen Interessen oder schlicht Probleme und Problemlöser zusammenzubringen, siehe Artikel Genies für lau (WirtschaftsWoche). Auf der Schweizer Innovationsplattform Atizo etwa können Unternehmen Fragestellungen ausschreiben. Die Besucher von Atizo antworten mit eigenen Ideen oder bewerten die bereits gesammelten Vorschläge. Zum Beispiel fragt die Kiosk AG wie der Kiosk der Zukunft aussehen könnte, Caotina interessiert sich für die Vermarktung ihres Schokoladendrinks und BioSuisse sammelt Ideen für Convenience-Bioprodukte.

Wie funktioniert das Public-Online-Brainstorming?

  1. Unternehmen formulieren ein Ideen-Briefing und legen eine Prämie fest.
  2. Die User sammeln möglichst viele Vorschläge, sie diskutieren und bewerten die Einfäll untereinander.
  3. Unternehmen wählen die besten Ideen aus und verteilen die Prämie. Einzelne Vorschläge können bei Bedarf in geschlossenen Teams online weiterentwickelt werden.

Atizio Innovationsprozess

Kreativitätsspritze Atizo
Mir hilft Atizo, selbst auf Ideen zu kommen. Wenn ich mich durch die verschiedenen Projekte und Lösungsvorschläge lese, kommen mir dabei die besten Ideen für meine eigenen Projekte. Das geht auch ohne (kostenlose!) Registrierung.

Start-up aus Bern
Atizo wurde 2008 von Absolventen der Universität Bern gegründet. Seither hat Atizo über 50 Projekte durchgeführt und zählt rund 6’000 registrierte User. Im Unterschied zur Bieler Brainstore findet die Ideensuche bei Atizo nur über das Internet statt.

Weiterführende Artikel:
- Der Bund: Die Ideensammler aus Bern (09.02.10)
- io new management: Die Kreativität steigern: Open Innovation mit Web Communities (21.05.09)

Sabine Betschart | 10.02.2010

Leere E-Mail-Inbox: Traum oder Realität?

thumbnailZählt ihre E-Mail-Inbox 10, 100 oder 1000 E-Mails?  Mit welcher Systematik behalten Sie den nötigen Überblick und werden die E-Mails effizient bearbeitet?

So gehe ich vor: Die wichtigen (beispielsweise Anfragen, damit ein Lieferant weiterarbeiten kann) und die schnell zu bearbeitenden E-Mails erledige ich sofort. Die anderen wandern ab in einen Ordner Aktion oder Zum Lesen. Einmal täglich gehe ich diese beiden Ordner durch, damit nichts vegessen geht. Die grosse Gefahr dabei: ich freue mich über die leere Inbox und blende die anstehenden Arbeiten im Ordner Aktion aus. Manchmal fühle ich mich selbst betrogen – vergleichbar  mit einem geschlossenen Schrank, schön aufgeräumt. Und jedes Mal, wenn ich ihn öffne, fällt mir etwas in den Schoss. Mal grösser, mal kleiner.

Gina Trapani, amerikanische Autorin und Kolumnistin für FastCompany, hat folgende Tipps:

  • keine Anhäufung in der Inbox
  • unrelevante Mails löschen
  • Mails mit Arbeitsaufwand kleiner als zwei Minuten erledigen, andere in Ablage
  • drei Ordner für die Ablage: to do, wait und reference
  • tägliche Ablage in den drei Ordner
  • Mails älter als drei Tage in den Ordner backlog

Schauen Sie selbst Ihre Empfehlungen an. Super gemachtes Video:


Weitere Tipps für den effizienten Umgang mit E-Mail in unserem Anstoss-Newsletter vom März 2005.

Dominik Allemann | 09.02.2010

Download-Perle: Special Report Social Networking

cover economistEs gibt sie noch: Medientitel, die sich mit INHALT unentbehrlich machen. Der Economist begeistert mit dem «special report on social networking». Viel Know-how: spannend, umfangreich und… gratis.

In der gedruckten Ausgabe war das Spezialheft als Einleger drin. Aber keine Sorge – den «special report» gibts noch immer: via Download (Direktlink PDF/2.7MB) oder direkt im Web. Hier ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis (Klick aufs Bild öffnet Webausgabe):

inhalt economist
Gesammeltes Grundlagen-Wissen
Experten können kritisieren, dass der Report die grossen «Social Networks» Themen (Wachstum, Privatheit, Nutzen, Gefahren, Zukunft) nur sehr oberflächlich behandelt. Tatsächlich geht er kaum ins Detail – erklärt die Entwicklungen aber ausgewogen und detailliert. Gerade in Zeiten, wo viele Kommunikations-Arbeiter/innen interne Überzeugungsarbeit leisten müssen, hilft dieses Papier.

Übrigens – es stehen auch «Economist Special Reports» zu diesen Themen zur Verfügung:
Getting warmer (Globale Erwärmung und CO2-Economy)
Suspended animation (Kunstmarkt)
Getting it together at last (Brasilien-Special: Business und Finanzen)

Sonja Stieglbauer | 08.02.2010

Gut reden ist Gold: Rhetorik-Tipps

Sprechender MundWir alle kommen in die Situation, in der wir vielleicht nicht müssen, aber doch sollten: Eine Rede halten. Hier Tipps, die eine Rede besser machen.

Vieles an einer guten Rede ist nicht Brillanz, sondern solides Handwerk. Und das ist lernbar.

Inhalt
So persönlich wie möglich. Erzählen Sie eine Geschichte und nicht etwas Allgemeines über die Ehe, das neue Projekt oder das Älterwerden. Welche Ihrer Geschichten steht symbolisch für das Ganze? Wie hat das Team die Schwierigkeiten überwunden? Welches Erlebnis mit der geehrten Person hat Sie am meisten berührt?

Aufbau
Gliedern  Sie Ihre Rede – mit Einleitung und Schluss, Ober- und Unterkapitel. Legen Sie fest, ob Sie vorlesen oder nach Stichworten sprechen. Wenn Sie Mundart reden, erzählen Sie Ihre Rede ohne Manuskript in Mundart (Ihrer Mutter oder dem Göttibueb) und schreiben sie so auf.

Einfachheit
Wenn Sie zu einem gemischten Publikum sprechen, halten Sie sich an die Regel «einem zehnjährigen Kind etwas erklären». Wenn Sie zu einem gebildeten Publikum sprechen: Gehen Sie nicht davon aus, dass alle soviel über Musik, Informatik, Politik, Geschichte oder Sport wissen, wie Sie.

Benutzen Sie so kurze Wörter und Sätze wie möglich (schon im Skript). Es braucht nur wenige längere Wörter und Sätze um Monotonie zu verhindern. Haben Sie keine Angst, sich zu wiederholen. Benutzen Sie immer das gleiche Wort für die gleiche Sache. Wiederholen Sie unbekümmert Wichtiges oder Schwieriges.

Länge
Überschreiten Sie die Zeit nicht. Wenn Sie fünf Minuten Zeit haben, reden Sie vier. Das freut Ihr Publikum. Im besten Fall bedauert es, dass Sie schon fertig sind. Damit Sie die Länge im Griff haben, müssen Sie die Zeit stoppen. Und dann das Unwichtigste streichen, auf Unnötiges verzichten oder sich von einer überflüssigen Pointe verabschieden – meist in mehreren Durchgängen.

Üben
So oft wie möglich. Sie können sich auch selbst anhören. Die meisten Mobiltelefone haben eine Aufnahmefunktion. Aber machen das nur, wenn Sie Ihre Stimme schon von Aufnahmen kennen.

Zu guter Letzt
Sagen und tun Sie nur Dinge, die zu Ihnen passen.

Dieser Blog mit besonderem Dank an die Gruppe des Kurses Rhetorik und Moderation beim MAZ und Thomas Kropf, SR DRS.

Tipps rund ums Präsentieren
Versuche nicht wie Steve zu sein
Lieber Skript als Folien?
Keynote_08
Steve Jobs: Storyteller Nr. 1
Anstoss-Newsletter: Einfache Tipps für bessere Präsentationen

Sabine Betschart | 01.02.2010

Concentrate: Aufmerksam im Arbeitsalltag

getconcentrating.comArbeiten Sie trotz Handy, Mail und Twitter konzentriert und fokussiert? Concentrate ist eine Software (für Mac), die Ablenkung fernhält. Fühlt sich an wie ein nützliches Geschenk.

Wir werden ständig unterbrochen und die Störfaktoren nehmen zu. Bis ich mich abends frage, mit was ich mich heute beschäftigt habe, ausser Chats beantworten, Mails und SMS lesen sowie twittern (trifft in meinem Fall glücklicherweise noch nicht zu). Wie schaffe ich es dennoch an einem Morgen konzentriert an einem Text zu schreiben? Getconcentrating hat für diesen Fall eine Software entwickelt – schnell und einfach installiert. Ideal auch für Studierende, die am Computer lernen und einzelne Internetseiten gebrauchen.

Individuell programmierbar
Mit dem Programm kann ich einfach «Aktivitäten» erstellen. Dabei lege ich fest, welche Programme, Dokumente und Webseiten ich brauche und welche ausgeblendet werden. Das individuelle Einrichten geht soweit, dass ich mir jede Stunde (sozusagen als Belohnung fürs konzentrierte Arbeiten) einen Sound einspielen lassen kann. Oder eine Stimme aktiviere, die mich alle 30 Minuten lobt und sensibilisiert. Zudem tickt im Hintergrund eine Uhr, womit ich meine Zeitinvestition überprüfe. Ich bin überzeugt, dass ich damit meine Produktivität steigern und überwachen kann.

Vor ziemlich genau einem Jahr beschäftigte mich dieses Thema bereits. Entstanden ist damals einen Beitrag zur Software Freedom.

Weitere Beiträge zum Thema:
Kontrolle übers Denken zurückgewinnen

Technische Geräte und Nutzer in Symbiose

Lilly Anderegg | 20.01.2010

Mindmaps online erstellen

MindomoÜber die Website mindomo.com lassen sich unkompliziert Mindmaps erstellen, editieren und austauschen.

Als Prüfungsvorbereitung, für ein Inhaltsverzeichnis oder eine Projektarbeit – es gibt Leute, die schwören auf Mindmaps. Ich gehöre nicht dazu. Doch manchmal komme ich auch nicht darum, zum Beispiel beim Erstellen einer Seitenstruktur für ein Internetprojekt. Dabei bin ich auf Mindomo gestossen – wahrscheinlich die beste kostenlose Software, um online Mindmaps zu erstellen und zu nutzen. Und wenn ich das sage, wie muss es da erst heavy Mindmap-Usern gehen … Jedenfalls bedient sich das Tool sehr intuitiv und einfach, man braucht dazu nur eine Internetverbindung. Anordnungen, Formen, Farben, zusätzliche Verbindungen usw. sind frei veränderbar. Fotos, Grafiken, Links und auch längere Textnotizen können einfach eingefügt werden.

Funktionalitäten von Mindomo im Überblick

Ich verwende die kostenlose Basic-Version von Mindomo, das reicht bereits für die meisten Zwecke (die Premium-Version kostet 6 USD pro Monat).

Funktionsumfang Basic-Version:

  • 7 Private Mindmaps können abgespeichert werden (Registration erforderlich)
  • Export als Bild (gif, jpg, png), PDF oder URL
  • Benötigt den Adobe Flash-Player

Mit meinem Benutzernamen und Passwort kann ich überall unkompliziert auf das Programm und meine abgespeicherten Mindmaps zugreifen. Ein grosser Vorteil von Mindomo bei der Projektarbeit liegt darin, dass ich weitere Personen berechtigen kann, auf meine Mindmaps zuzugreifen (und sie zu bearbeiten). Das ermöglicht das Erstellen von Mindmaps online im Team – unabhängig von Ort und Zeit. Mindomo müsste nur noch das Design der Benutzeroberfläche attraktiver gestalten, und ich entwickle mich doch noch zum heavy Mindmap-User.

Sabine Betschart | 19.01.2010

Webdesign: neue Erkenntnisse Leseverhalten

heatmapWerden Texte am Bildschirm gelesen oder ausgedruckt? Wie hat sich das Leseverhalten verändert und wie werden Webseiten wahrgenommen?

Am Bildschirm werden Texte gescannt. Trifft diese Aussage 2010 noch zu? Hat sich im Zeitalter von Blogs, Twitter und Facebook das Leseverhalten verändert? Diese Fragen stellte sich eResult und führte eine Studie mit 600 Personen durch. Fazit daraus: Formal gut gestaltete und klar strukturierte Texte werden von 83% am Bildschirm gelesen. Sechs von zehn Webnutzern lesen immer öfters am Bildschirm. Meine Gedanken: Den mobilen Geräten stehen keine Drucker zur Verfügung – dies ein Grund für die wachsende Lesebereitschaft am Bildschirm?

Weiterführende Antworten könnten nachstehende Erkenntisse einer Studie liefern. Von MediaAnalyzer «Wie werden Websites wahrgenommen»:

Bild vor Text-Effekt
Im Durchschnitt bestehen Webseiten aus 63% Text und 37% Grafik. Beide Inhalte erhalten ungefährt 50% aller Klicks. Bilder werden demzufolge mehr beachtet als Texte. Wobei nach ungefähr fünf Sekunden der Text verstärkt beachtet wird.

Geographische Analyse
Menschen beachten auf Webseiten besonders stark die linken und oberen Regionen. Informationen, die rechts oder unten stehen, werden übersehen. Nachstehend eine Darstellung des Zeitverlaufs/Klickhäufigkeit von den 150 Probanden. Der rote Punkt zeigt die Augenführung und Fixpunkte auf einer Webseite (blau):

Augenführung Webseite
Geschlechterunterschied

Frauen achten stärker auf die Navigation und Text, Männer stärker auf Fotos.

Demzufolge werden von Männern auf den iPhones vorallem Fotos angeschaut und von Frauen kurze Texte gelesen. Können Sie das bestätigen?

Sonja Stieglbauer | 14.12.2009

IT-Sicherheit: Nützliches bei InfoSurance

Logo-InfoSuranceDer Verein InfoSurance informiert Private und KMUs zum Thema IT-Sicherheit: Die Tipps und Checklisten sind hilfreich und sie sind kostenlos.

Überschaubar ist die Webseite des Vereins und rasch findet man das Wichtigste: Die 5 Tipps für Private, die 10 Tipps für KMUs und die Checkliste.

Die Tipps für Private habe ich zuerst angesehen. Vieles ist  banal, aber gerade deswegen gilt: «Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es». Bei mir heisst das: Wieder mal meine privaten Daten zu sichern und dafür zu sorgen, dass der Verantwortliche für unsere Home-IT sich um den Rest kümmert.  ;-)

Überzeugt hat mich die Checkliste für KMUs. Auch hier Grundsätzliches wie «Werden nicht mehr benötigte Papierdokumente und Notizen mit sensiblen Daten sicher vernichtet?». Hat nicht genau diese Frage die Aussenpolitische Kommission bei der letzten Libyen-Sitzungen übersprungen? Andere Fragen bereiten sicher nicht nur Politikern und KMUs Bauchweh, beispielsweise «Führen Sie eine Liste darüber, welche Updates wo installiert sind?»

Wertvoll finde ich die Tipps zu Firewalls und Anti-Virenprogrammen. Wie viele Anwender habe ich weder das Wissen noch die Motivation, hier selbst Vergleiche anzustellen.

Eigentlich schade, dass der Verein InfoSurance nicht viel mehr Mitglieder hat – ich wünsche sie ihm.

Marcel Bernet | 07.12.2009

Bernet_PR auf Facebook: Wie man Inhalte gestaltet

bernet_pr_facebookWer sich für einen Facebook-Auftritt entscheidet, steht vor der Frage: Womit? Wie sind Inhalte zu konzipieren? Hier unsere Antworten aus dem Praxisbeispiel Bernet_PR.

Letzte Woche habe ich Pro und Contra Facebook durchleuchtet. Wir haben uns schliesslich für den Bau und Unterhalt einer weiteren Inhalts-Plattform entschieden – auf www.facebook.com/bernetpr. Im erwähnten Beitrag habe ich die Ziele und Zielgruppen geschildert – wie spiegeln sich diese Vorgaben in unseren Inhalten?

Fokus Wissen bleibt erhalten
Ihre Webpräsenz folgt bestimmt mediengerecht Ihrer Positionierung. Auch der Facebook-Auftritt Ihres Unternehmens oder der Kampagne verfolgt diese Absicht. Angepasst auf die hier präsenten Zielgruppen und deren Verhalten, Erwartungen, Vorlieben.

Bernet_PR will wirksame, kreative und herzliche Kommunikation leisten. Gerade auch im Web legen wir seit 1996 grosses Gewicht auf den medientypischen Dialog. Also haben wir nur am Rande die wichtigsten Fakten zur Agentur eingebaut. Wichtiger waren das Angebot von kostenlosem Wissen und eine interaktive Zitat-Datenbank, sozusagen eine Vorwegnahme von Wikiquote. Später kamen der Anstoss-Newsletter dazu und dieser Blog.

Facebook ist in unserem Falle eine Informations- und Austauschfiliale für Inhalte, die auch auf unserer Website, im Blog, auf Twitter oder Delicious vermittelt werden können. Deshalb ist es nur konsequent, auf einer Facebook-Seite ebenfalls auf Wissensaustausch zu setzen.

Sitemap unter erschwerten Bedingungen: Facebook-Dramaturgie
Sie wissen, was Sie auf Facebook schreiben wollen. Wie platzieren Sie diese Inhalte? Was Sie schreiben und wie Sie das platzieren, muss auf Facebook sehr speziellen Herausforderungen gehorchen.

Ziemlich starres Layout mit einigen Wahlmöglichkeiten: Die linke Spalte ist (ausser bei den selbst programmierten FBML-Seiten, mehr darüber weiter unten) in der Reihenfolge der Elemente und ihrer Gestaltung von Facebook vorgegeben. Sie können Ihre Fans nicht ausblenden oder nur deren Namen ohne Fotos zeigen lassen. Sie können diese Box auch nicht weiter nach unten schieben. Die rechte Spalte gehört ebenfalls Facebook, hier wird Werbung gezeigt, deren Schaltung sie nicht beeinflussen können.

Schwieriger Umgang mit Reitern: In der mittleren Spalte folgt Ihr Inhalt. Der lässt sich in Kapitel aufteilen, mit diesen grauen Reitern. Wir haben uns für sechs Entschieden. Die sieht man grad noch, sonst müsste man auf einen Reiter mit  >> klicken. Die beiden ersten Reiter «Pinnwand» und «Info» sind von Facebook in deren Benamsung, Reihenfolge und Gestaltung vorgegeben.

fb_reiter_bernetpr

Auf dem Reiter «Info» sind die Basisinfos zu Agentur und Leistungen, «Veranstaltungen» ist ebenfalls von Facebook vorgegeben und wir erfassen jeweils die nächsten Termine. «YouTube» und «Flickr» haben wir mit Gratismodulen von involver.com gelöst. Dieses Unternehmen besetzt ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell: Das mühsame Programmieren von Faceook-Seiten wird einem abgenommen. Bloss ist das mit monatlichen USD 99 zu teuer. Zwei Module kann man sich gratis rauspicken – wobei man natürlich abhängig ist von den standardisierten involver-Möglichkeiten. Für uns waren sie besser als die standardisierte Facebook-Seiten-Einbindung.

«Wissen» als einmalige Willkommens-Seite: Man kann eigene Seiten gestalten, in der «Facebook Markup Language» oder «FBML». Das sei einfach, meinen die einen. Wir habens den Profis von Serranetga überlassen.

Diese Seite sieht man automatisch nur beim ersten Besuch auf Bernet_PR, sobald man Fan ist, landet man auf unserer Pinnwand – so bestimmt das Facebook. Die Erstbesuchs-Seite darf man als Anbieter wählen. Auf «Wissen» ist unsere Positonierung umgesetzt:

fb_startseite_wissen_bernetpr

Achtung: Ihre Zielgruppen sind auf deren Pinnwand zu Hause
Das heisst, dass sie eigentlich nur bei einem ersten Aufstöbern über die Suche, eine Empfehlung, eine Einladung oder das Klicken auf ein Facebook-Inserat auf Ihrer liebevoll gestalteten Facebook-Seite landen.

Danach läuft alles, wenn überhaupt etwas läuft, über die geliebte Pinnwand. Da bin ich, da sind Ihre Zielgruppen auf Facebook «zu Hause». Inhalte von Freund/innen, abonnierten Gruppen oder als Fan aktivierten Seiten werden auf diese Pinnwand überspielt. Das heisst: Nur, wenn hier was Interessantes, für mich gerade Relevantes auftaucht, fühle ich mich positiv angesprochen. Vielleicht reagiere ich sogar: Besuche die angekündigte Veranstaltungs-Seite, aktiviere den Link, schreibe einen Kommentar oder setze ein Häkchen bei «Gefällt mir». Das heisst auch: Wenn mir hier zuviel und nichts Attraktives eingespielt wird, dann kündige ich mein Abo, melde mich als Fan ab, will nicht mehr Freund einer Person sein.

Die Kunst liegt darin, den richtigen Ton zu finden. Und die richtige Frequenz. Deshalb haben wir bewusst auf ein automatischen Einspielen von Twitter-Meldungen auf unserer Pinnwand verzichtet – sie liegen in der Wissen-Seite und lassen so die Pinnwände unserer Fans in Ruhe.

Monitoring nicht vergessen – und den Dialog pflegen
Leider gibt es noch keine automatische Mitteilung von Facebook, wenn jemand auf Ihrer Seite einen Kommentar absetzt, einen Link oder sonst etwas erfasst. Und Monitoring-Lösungen scheinen uns noch zu teuer oder mangelhaft. Also haben wir auf zwei Arbeitsplätzen die Bernet_PR-Seite als Startseite gesetzt und sichern so ein tägliches Reinschauen.

Zum Reinschauen gehört auch ein aktives Setzen von interessanten Inhalten. Ein besonderer Link, ein kurzes Video. Eine Frage, die gestellt wurde, samt Link oder Text zur Antwort. Da werden wir in den nächsten Monaten noch viel lernen. Durch Ausprobieren und Zuhören.

Lilly Anderegg | 01.12.2009

Die besten Online-Adventskalender

Frohe Adventszeit!Für alle die heute noch kein Törchen öffnen durften, habe ich eine kleine Auswahl Online-Adventskalender zusammengestellt. Frohe Adventszeit!

Ich liebe es, jeden Tag eine Überraschung zu erhalten. Meinetwegen könnte es einen 365-Tage-Adventskalender geben. Gleich vorweg muss ich eingestehen, dass ich das Angebot online sehr bescheiden finde. Ich hoffe, mit meiner Auswahl habe ich die Rosinen erwischt!

Sue-Ann’s Adventskalender:
Der liebevollste Adventskalender, umfangreich mit Gedichten, Geschichten und Rezepten

Uli Stein Adventskalender:
Jeden Tag ein anderer Cartoon von Uli Stein

Adventskalender vom Schweizer Fernsehen:
Der professionellste Adventskalender mit Bonbons aus dem SF-Archiv

Pixelfreund-Adventskalender:
Geheimtipps aus dem Blogarchiv und den Favoriten von Pixelfreund

Sandmänchen-Adventskalender:
Herziger Adventskalender mit Sandmännchen-Filmen für Nostalgiker

24 Sinnessprüche zum Nachdenken:
Der besinnliche Adventskalender – jeden Tag ein Bild und ein Gedanke

Der Adventskalender vom Vorjahr:
Lustgier Adventskalender mit Sprüchen, Rätseln und Catoons aus 2008

Max Havelaar-Adventskalender:
Der nachhaltige Adventskalender für Shopaholics mit Gewinnspiel

Twitter-Adventskalender:
Virtuelle Bescherung mit anonymen Twichtel-Tweets

Ich freue mich über witzige Ergänzungen. Dieses Jahr ist es zu spät, aber vielleicht ist das ja genug Anregung, um es nächstes Jahr selbst besser zu machen!

Wer hat’s erfunden?
Die wohl früheste Form des Adventskalenders stammt übrigens aus dem Jahr 1851 – so alt ist der Brauch also noch gar nicht. Und er wurde von Beginn an als Handelsartikel entworfen und kommerziell genutzt – also nicht erst heute! Das erste gedruckte Exemplar verdankt seine Existenz den Kindheitserlebnissen des schwäbischen Pfarrersohnes Gerhard Lang (1881-1974) aus Maulbronn. Seine Mutter zeichnete 24 Kästchen auf einen Karton, auf jedes war ein «Wibele» genäht. Gerhard Lang (später Teilhaber der lithographischen Anstalt Reichhold & Lang) druckte 1908 in München den ersten Adventskalender, dabei verzichtete er auf die Gebäckstücke und verwendete stattdessen farbenprächtige Zeichnungen. Arme Familien konnten sich im 19. Jahrhundert keinen Adventskalender leisten. Sie machten Kreidestriche an die Tür und wischten täglich einen weg. Oder die Kinder durften bis zum heilligen Abend jeden Tag einen Strohhalm in die Krippe legen, um dem Christkind ein weiches Bett zu bereiten.

Dominik Allemann | 26.11.2009

Anstoss-Newsletter: Mit sich selber befreundet sein

regenschirm_im_schnee_quadratDie Weihnachtstage rücken näher. Erholung vom Ritt auf dem Alltagskarussell ist in Sicht. Eine Gelegenheit, sich in der «Kunst der Lebensführung» zu üben. Der aktuelle «Bernet-Anstoss» darum: philosophisch aber konkret.

Mit unserem E-Mail-Newsletter (Abo, Archiv) geben wir im Zweimonatsrhythmus Anstösse mit Praxistipps. Neben Fachlichem thematisieren wir  auch Philosophisches – zum Beispiel in der November-Ausgabe das «Mit sich selbst befreundet sein – Die Kunst der Lebensführung». Vielleicht lässt uns diese Fertigkeit, oder zumindest die Übung darin, ein wenig zur Ruhe zu finden. Um Kraft zu schöpfen für den schnellen Alltag.

Selbstliebe – wo alles beginnt
Unser Anstoss beschreibt die Kunst des «Loslassens» und die zehn Fächer in der Schulung des Bewusstseins nach Wilhelm Schmid. Und macht Vorschläge für Ihren ganz konkreten Akt der Selbstliebe. Hier ein Auszug:

  • Staunen Sie darüber, was Sie können und erreicht haben. Blicken Sie für einmal zurück auf den bisherigen Weg – anstatt immer nach oben, auf den Gipfel zu starren.
  • Stellen Sie sich vor, ein Geschenk zu sein für sich und andere. Das fällt oft schwer. Denn wir werden dauernd beurteilt, beurteilen andere – und uns selbst am strengsten. Gibt es eine Person, die für Sie ein Geschenk ist? Öffnen Sie sich für die Vorstellung, dass diese Person sie ebenfalls als Geschenk empfindet. Dieser Einstieg kann Ihnen die Selbstakzeptanz erleichtern.
  • Geben Sie Wertschätzung weiter, ohne Erwartung. Sagen Sie anderen, was Sie an ihnen schätzen. Nennen Sie die konkrete Handlung, wie Sie diese erleben, was sie bei Ihnen für Gefühle auslöst. Ohne damit etwas erreichen zu wollen – weder Wohlverhalten noch Dankbarkeit.

Wie immer mit so konkreten Tipps zur Lebensführung. Es braucht Geduld, bis sie eingesickert sind in das tiefste Innern unserer Gewohnheiten. Aber sind sie dort einmal angekommen… Wir wünschen auf diesem Weg kurzweilige Lektüre des November-Anstosses.

Weitere «philosophische» Bernet-Anstösse:
«Stille – 5 Tipps zum Abschalten», November 2008
«Ausdauertipps  für Arbeit und Freizeit», August 2006

Sabine Betschart | 13.11.2009

Zigerflitz: Wi dr Blitz i Zigerschlitz

Adieu GlarusEin Exil-Glarner programmiert ein handliches Tool für die Strecke Glarus-Zürich oder umgekehrt: zigerflitz.ch sucht mir die nächsten Züge des Glarner-Sprinters raus, natürlich optimiert fürs iPhone.

Der Glarner-Sprinter, seit Dezember 2004 in Betrieb, verbindet das Glarnerland mit Zürich. In einer Stunde erreichen Zugfahrende von Glarus Zürich oder umgekehrt. Die Zuglinie, unterstützt vom Kanton, erschliesst das Tal für Pendelnde, Touristen und HeimwehglarnerInnen (wozu ich mich offen bekenne). Unter der Woche bedient der Sprinter die beiden Bahnhöfe alle zwei Stunden, an den Wochenenden ist der Fahrplan auf Morgen- und Abendfahrten ausgerichtet.

Damit die lästige Fahrplansucherei ein Ende hat, steht nun Zigerflitz zu unseren Diensten. Mit Hilfe einer manuellen Startortwahl gebe ich den Ausgangsbahnhof ein und die nächsten Sprinter-Verbindungen werden mir angezeigt:

Bild 1

(Danke Memi für deinen Programmier-Einsatz und das schöne Foto).

Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch unbedingt das Glanerland schmackhaft machen. Lohnenswert für einen Wochenendausflug in die Berge: Kunsthaus Glarus, das verkehrsfreie Braunwald oder einen Spaziergang am malerischen Klöntalersee.

Marcel Bernet | 10.11.2009

Twitter-Tipps: So macht man ein Konzept – britische Vorlage

TwitterDie beste Vorlage für ein Twitter-Konzept liefert Neil Williams. Und sie ist nicht nur für Regierungs-Tweets vorbildlich strukturiert.

Denn Neil ist Leiter der «Corporate Digital Channels» im Ministerium für Business, Innovation und Skills BIS. Und er bloggt privat auf Mission Creep mit dem schönen Slogan «Trying to do too much at once». Den Blog habe ich mir abonniert – denn Neil schreibt witzig, klar und teilt sein Wissen grosszügig. So ist denn auch die hier vorgestellte Vorlage auf verschiedenen Plattformen runterzuladen (hier ein direkter PDF-Link) – natürlich auch über Scribd.

Die Vorlage ist so verfasst, dass andere Abteilungen der britischen Regierung sie für ihre Twitter-Vorhaben einsetzen können. Ich empfehle Nicht-Regierungs-Organisationen und Nicht-Brit/innen ein ähnliches Vorgehen: Durchlesen und dadurch interessante Anstösse für die eigene Rahmendefinition mitnehmen. Wieso?

1. Klare Struktur
Gute Konzepte zeichnen sich immer durch einen klaren Ablauf aus. Diese Vorlage liefert die Kapitel für ein stringentes Papier, das verstanden wird und alles Wesentliche klärt. Vielleicht wählen Sie diese Kapitel – vielleicht mixen Sie Neils Idee auch mit den Kapitel-Vorschlägen aus unserem Twitter-Leitfaden. Oder Sie gucken sich wieder mal unser Konzeptrezept an, für Projektpapiere aller Art.

2. Gut gemachte Zielsetzungen samt Erfolgskontrolle
Kapitel 3 «Objectives and metrics» ist erste Sahne. Solche Konzepte würde ich gerne mehr lesen: Klare Zielsetzungen, jeweils verbunden mit der Messmethode. Zahlen sind selbst einzusetzen.

3. Strategie-Teil mit Risiko-Liste abgefangen
Schön dargestellt sind im Kapitel 4 die mit einem Twitter-Einstieg verbundenen Risiken – nicht nur für Regierungsstellen. Und mit welchen Massnahmen man diese Risiken eindämmen, überwachen kann.

4. Praktisches Beispiel für Positionierung, Tonalität
Hier wirds wirklich schön: Endlich kann man mal ganz praktisch lesen, wie ein inhaltliches Konzept eines konkreten Absender aussieht. Wer die Texte zu Namensgebung, Absender, benötigter Zeit und inhaltlichen Prinzipien liest, erhält interessante Eckwerte. Nicht einverstanden bin ich mit der Anonymisierung der Tweets – sie werden «behördlich» abgesetzt – passt für mich nicht zu Twitter.

5. Nicht mehr als 10 pro Tag
Interessant: Maximal 10 Tweets pro Tag, mindestens 30 Minuten Intervalle dazwischen, damit Follower nicht geflutet werden. Mit Ausnahmen für Antworten oder Krisensituationen.

6. Ressourcen geklärt: Mindestens eine Stunde pro Tag
Eine Stunde pro Tag ist realistisch – ohne Konzeption und laufende Evaluation. Da sieht die Vorlage einen Tag alle drei Monate, was aus meiner Sicht aber mit mindestens vier Personen multipliziert werden muss. Sehr spannend ist hier die Seite 18, Beilage C: so viel Zeit setzen ein fürs Twittern:

  • Premier (Downingstreet): 20 Minuten/Tag, 2-3 Tweets/Tag plus etwa 3 Antworten/Tag
  • Ausenministerium (Foreign Office): Weniger als 45 Minuten/Tag
  • Communities und Lokale Behörden (Communities UK): 45 bis 60 Minuten/Tag
  • Digital Policy: 5 bis 10 Minuten/Tag
  • Wirtschaftsförderung (UK Trade & Investment): 5 Minuten bis 2 Stunden/Tag für Twitter und LinkedIN, inklusive Aktives Aufstöbern von relevanten Diskussionen

7. Umgang mit Abonnenten: Automatisches Rück-Followen
Als Regierungsbehörde will man niemanden aktive followen, von sich aus. Das könnte als «Big Brother»-Beobachtung negativ ankommen. Aber alle, die einem Regierungstweet folgen, werden von der Amtsstelle automatisch zurückverfolgt. Weil das zur Twitter-Etikette gehöre. Und man automatisiert das, weils händisch eben zu aufwändig ist. Natürlich sorgt man damit auch für einen stetig wachsenden Strom von Followern – mehr zu diesem Thema im Twitter-Tipp «Wie erreicht man Follower».

8. Praxistipps zu Hashtags, Linkkürzeln, Re-Tweeting und Promotion
Alles da. Einfach erklärt. Einfach zu ergänzen oder auszulassen, je nachdem wofür man sich bei seinem Konzept entscheidet.

Wer mag sein Twitter-Konzept mit dem bernetblog teilen? A propos: Am 2. Dezember, 0730 in Zürich, wird man live eines erleben können. Mehr darüber bald an dieser Stelle.



Sonja Stieglbauer | 03.11.2009

Regelmässig Rechtschreiben

DudenDer Duden-Newsletter behandelt alle 14 Tage Stolperfallen und Knacknüsse der deutschen Rechtschreibung und Grammatik.

Durch die jahrelangen Auseinandersetzungen um die Reform der Rechtschreibung ist uns heute bewusst, dass Orthografie eine Konvention und nichts Absolutes ist. Wir wissen seit der Reform auch, dass Rechtschreibung, also die stets gleiche Schreibweise, das Lesen erleichtert.

Wer beruflich recht und richtig schreiben muss, dem nützt der Duden-Newsletter. Die Themen reichen von den klassischen Schwierigkeiten der deutschen Sprache wie Gross- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung und Kommasetzung bis zur Schreibweise von Fremdwörtern, Pluralbildungen und Herkunftserklärungen. Schweizer und andere Ausnahmen werden erwähnt. Mir passen bei diesem Newsletter auch Häufigkeit und Länge: alle zwei Wochen etwa eine Seite.

Die übrigen Online-Angebote von Duden sprechen mich weniger an. Die Podcasts sind mir zu kurz: Bei weniger als vier Minuten Hörzeit ist der Grundaufwand fürs Hören unverhältnismässig. Die Website finde ich unübersichtlich, immer wieder lande ich in einer «Bezahlen-Sackgasse» und machmal ist der Weg auf die Startseite versperrt. Ich nehme mir aber vor, die neuerdings kostenlose Rechtschreibprüfung künftig einzusetzen, wenn ich wieder einmal «Word» nicht traue.

Nachtrag: Auf dem Bernet-Portal führt die Rechtschreibprüfung ebenfalls direkt auf die Duden-Seite (rechts oben).

Screenshot www.bernet.ch/portal

Marcel Bernet | 27.10.2009

Kindle-Test: Quadratisch, praktisch, unübersichtlich

kindle_kurztestSeit einer Woche spiele ich mit Amazons E-Book, das nun auch international verkauft wird. Hier die wichtigsten Erfahrungen aus dem Kurztest, samt Bildern und Video.

Das Fazit vorneweg: Ich werde die FAZ weiterhin auf Papier lesen. Auch das getestete Fachbuch habe ich mir gestern in Papierform nachbestellt – Bildschirmseite für Bildschirmseite erhalte ich einfach viel zu wenig schnell den Durchblick auf das Wesentlichste. Für ein von Anfang bis Ende gelesenes Buch kann ich den Kindle empfehlen. Weil er sehr schnell und bequem geladen ist (auch in der Schweiz, ohne Zusatzkosten), wenig Platz einnimmt und weil das Gerät handlich, schön und batteriesparsam ist. Aber die E-Books müssen auf alle Fälle noch besser werden. Gekostet hat der Kindle International übrigens 259 USD.

Handlich, schön, flach
Schon die Verpackung ist gelungen – so steht zum Beispiel auf der Karton-Aufreisslasche «Once upon a time…». Und das gelieferte Gerät funktioniert tadellos, auch in der Schweiz samt Wireless-Sofortverbindung. Unbemerkt sind das schon vorher bei Amazon bestellte Buch, die ersten Ausgaben der FAZ und der WirtschaftsWoche auf dem Kindle geladen. Auch mit dem Aufladen konnte ich noch eine ganze Weile warten – dazu brauchts übrigens einen Steckeradapter, geliefert wird nur ein US-Stromkabel.

Wer sich sechs Minuten Zeit nimmt, kann die wesentlichen Punkte der ersten Testwoche im folgenden Kurzvideo mitverfolgen. Wer lieber liest, der findet meine Haupterkenntnisse samt Screenshots im Nachgang.

Bildschirmlesen wie in den Anfängen des Internet
So sieht das Inhaltsmenu meines Kindle aus – noch ist ganz wenig draufgeladen: Social Media Bible als Fachbuch, die Frankfurter Allgemeine, My Clippings mit selbst gespeicherten Auszügen aus Inhalten, die WirtschaftsWoche, die Kindle Bedienungsanleitung und der New Oxford American Dictionary. Der kommt gratis mit und liefert zu jedem (englischen) Wort eine Erklärung. Der Bildschirm ist gut lesbar, mir ist der Kontrast von (leicht gräulichem) Hintergrund zu Schrift stark genug – bei genügend starker Fremdbeleuchtung. Im Halbdunkel liest sich das Gerät schlecht.

kindle_inhaltsverzeichnis

So ein Inhaltsverzeichnis ist kein Problem – hat ja alles auf einer Seite Platz. Echt schwierig wirds beim Fachbuch, da darf ich mich durch sechs Seiten durchblättern. So kann ich mir kein Gesamtbild des Buchinhalts machen. Und hier steckt für mich das Kernproblem des Kindle: Zu kleiner Bildschirm, zu wenig Infos pro Seite. Es kommt mir vor wie in den Anfängen des Web, vor 13 Jahren. Kleine Bildschirme, wenig Info pro Seite. Und Bildschirmlesen ist halt immer: Seite nach Seite.

kindle_faz_inhalt_artikel

Wenn ich im Kindle-Inhaltsmenu auf die FAZ klicke, wird einfach ein erster Artikel dargestellt, siehe rechtes Bild. Darunter führt ein Link «View Sections List» auf die links eingeblendete Inhaltsübersicht. Wenn ich da zum Beispiel «Wirtschaft» wähle, dann steht wieder einfach der erste Artikel da – anstatt eine Gesamtsicht der Wirtschaftsbeiträge, zu meiner Auswahl. So mag ich Zeitung nicht lesen. Gut, dass man die Zeitungs- und Magazin-Abos innert der ersten 14 Tage kostenlos annullieren kann. Ab heute versuche ichs mal mit der New York Times. Amazon gibt auch an, dass im Moment nur die amerikanischen Medienerzeugnisse mit Bildern ausgeliefert werden können.

Wireless problemlos, kein Surfen, keine Blogs
Man merkt gar nicht, dass der Kindle Online ist – er ist es einfach. Das ist wirklich sehr angenehm, keine Einrichtung, keine Zusatzkosten. Wenn man dann auf einen Link klickt, davon hats zum Beispiel in der Social Media Bible eine ganze Menge, dann öffnet sich ein Browser-Fenster. Mit der Meldung, dass aufgrund «internationaler Restriktionen» leider kein Surfen möglich sei. Den Weg zurück auf die eben verlassene Buchseite finde ich leider nur über das Kindle-Inhaltsmenu.

Amerikanische Blogs preisen auch Kindle-Versionen an. Meine Recherche auf Amazon zeigt, dass wir Europäer noch keine Blog-Inhalte bei Amazon für eine Kindle-Publikation anmelden können.

Abwarten und Papier geniessen
Für oder gegen den internationalen Kindle sprechen nach dieser Testwoche:

kindle_pro_contra

Ich freue mich darauf, die Social Media Bible in Händen zu halten. In zwei Sekunden werde ich wissen, was ich lesen will und was nicht. Randnotizen und Seitenhinweise werde ich schneller reinkritzeln, als sie mit der seltsamen Kindle-Tastatur erfasst sind.

Marcel Bernet | 20.10.2009

Twitter-Tipps: Wie erreicht man Follower?

twitter_voegel_grosskleinWer zwitschert, der will gelesen werden. Für den Weg zu möglichst vielen Followern gibts eine ganze Kiste voll unglaublicher Tricks.  Robert J. Moore hat auch die fiesesten davon getestet.

Die Frage stellt sich bei allen Anwendungen des Social Web: Wollen Sie möglichst viele oder möglichst relevante Kontakte? Wer ganz oben stehen will auf den Hitparaden, die es natürlich auch für Twitterer gibt, der will möglichst hohe Zahlen. Bei den deutschen Twittercharts gehts los mit 66′000 Followern, Philip Hetjens versucht bei seinem Pilotprojekt die Swiss Twittercharts mit einem Algorhythmus etwas schlauer zu machen – so, dass nicht nur die Follower alleine zählen.

Die Lebenskurve der Follower-Statistik
Ich selbst stehe mit 474 Abonnenten noch ganz am Anfang der unten dargestellten Dynamik. Bei den ersten Tausend folgt ein Plateau, das man nur mit inhaltlich glaubwürdigen Posts überwindet – und dem Gewinn eines Promi- oder Guru-Status. Meint Robert J. Moore aufgrund seiner Analysen für die USA. Moore verbindet praktische Tipps mit einer detaillierten Analyse. Und das ist auch sein Hauptgeschäft – RJMetrics verkauft Anwendungen für die schnelle Analyse grosser Datenbestände.

twitter_follower_rjmetrics

Erster Schritt: Gute Twitterer auslesen und followen
Jede Twitter-Karriere beginnt mit intelligent ausgewähltem Verfolgen von anderen. Dabei lese ich mir Personen aus, die an meinen Tweets interessiert sein könnten. Weil sie in Zürich zu Hause sind, in der Schweiz. Oder weil sie sich für Medien, Kommunikation, PR interessieren dürften. Oder mich schon persönlich kennen. Die Basis aller weiteren Erfolge legt man mit den ersten Followern. Und die holt man sich am besten bei den Personen, die einen bereits kennen.

Ein schlechter Trick: Folge mir, dann folge ich dir
Es gibt einen interessanten Automatismus bei Twitter, der schamlos genutzt wird: Folge vielen, dann folgen dir viele. Man kann das sogar mit Hilfsprogrammen automatisieren: Jeder neue Follower wird automatisch gegen-abonniert. Drum schaue ich mir immer an, wie das Verhältnis von Followers zu Following, also Abonnenten und selbst abonnierten Tweets aussieht. Das ist dann für mich einer der Faktoren, um die Autorität des Absenders zu beurteilen. Lebt er oder sie vor allem von automatischen Followern? Oder von bewussten Abonnenten?

Echter Dialog braucht Zeit
Moore unterscheidet FreeFollowers (bewusste, freiwillige Abonnenten) und ReFollowers (automatische Abonnenten). Er hat drei Twitter-Tipps und sieben Twitter-Anwendungen beschrieben und vergleicht die dafür eingesetzte Zeit oder dabei entstandene Kosten – hier die Auswertung:

twitter_follower_methods_rjmetrics

Zwölf Minuten setzte Moore ein für jeden freiwilligen Follower mit Topical Tweets – das heisst mit Beiträgen zu aktuellen Themen samt gängigem Hashtag (mit dem #-Zeichen versehene Schlagworte im Tweet, siehe Twitter-Leitfaden). Denn nach solchen Hashtags wird in Twitter-Suchmaschinen gesucht, so finden Personen zu den eigenen Tweets, die wirklich an diesen Themen interessiert sind. Auch hier gilt: Kurzfristig kann ich meine Follower massiv erhöhen, wenn ich über ein News-Thema schreibe. Bloss: Passt dieses Thema auch wirklich in mein redaktionelles Konzept? Langfristig wird diese Frage entscheidend sein.

Sieben Minuten investierte Moore durchschnittlich, bis sich jemand aufgrund von direkten @-Tweets bei ihm als Follower registrierte. Und zehn Minuten dauerte es bei Posts über gerade aktuelle Promis. Na ja, die passen überhaupt nicht in mein Twitter-Konzept. Okay, vielleicht müsste ich mehr über Steve Jobs schreiben?

Schlaue Programme mit schlechter Absicht
Auf den nächsten Positionen folgen interessante Twitter-Anwendungen. Wer die Beschreibungen liest, lernt Interessantes – deshalb hier nochmals der Artikel-Link. Ich staune über die Möglichkeiten, Twitter-Konti nach Stichworten automatisch in Hunderterblöcken zu abonnieren, sie ebenso automatisch nach sieben Tagen wieder raus zu werfen, falls sie mich nicht rück-abonnieren. Oder andere Tricks, die aus meiner Sicht schlussendlich nichts bringen. Ausser eine hohe Follower-Zahl. Und irgendwann ein völlig verkorkstes Twitter-Universum, wo sich alle gegenseitig automatisch oder gegen Bezahlung abonnieren. Aber die Abos eben gar nichts aussagen.

Lilly Anderegg | 30.09.2009

Wenn Twitter ein Dorf mit hundert Einwohnern wäre …

bild_twitterstat… wären fünfzig faul und zwanzig bereits tot. Wie sich abstrakte Informationen visualisieren lassen. Eine Auswahl.

Auf informationisbeautiful.net versammeln sich Grafiken, die hervorstechen – thematisch und grafisch. Dahinter steckt David McCandless, ein Freelancer aus London. Seine Berufsbezeichnung ist neu für mich, tönt aber schick (auf Englisch): «Visual & Data Journalist». Kennt jemand die deutsche Übersetzung? Die Mission von David McCandless: «My passion is for visualising information – facts, data, ideas, subjects, issues, statistics, questions – all with the minimum of words.» Und so minimalistisch die Grafiken, so spannend sind die Aussagen dahinter. Lerne: Statistik muss nicht langweilig sein.

Einige Beispiele:

  • Der durchschnittliche Dorfbewohner ist faul
    Wenn Twitter ein Dorf mit hundert Einwohnern wäre, wären fünfzig faul und zwanzig bereits tot. Nur fünf Einwohner wären für 75 Prozent aller Tweets verantwortlich. Die Grafik «If Twitter was 100 People…» basiert auf einer Verhaltensstatistik von Twitter-Nutzern. Um das Ergebnis leichter nachvollziehbar zu machen, wurde es so dargestellt, als würde die Twitter-Community nur aus hundert Personen bestehen. Die Grafik zeigt zudem, an welchen Tagen Twitter am stärksten genutzt wird. Interessant: Dienstags und mittwochs werden die meisten Tweets geschaltet.

informationisbeautiful.net: If Twitter was 100 people ...

  • iPhone an der Spitze digitaler Ablenkungen
    Twitter, Facebook, Flickr, eBay, E-Mails, SMS, ein Anruf auf dem Festnetz oder Handy – das digitale Zeitalter setzt uns zahlreichen Ablenkungen aus. Die Wahl zwischen dem Tippen einer Kurznachricht bei Twitter und dem Griff zum Telefon erfolgt nicht zufällig. Das zeigt die Pyramide «The Hierarchy of Digital Distractions». David McCandless visualisiert hier digitale Ablenkungen und wie wir damit während der Arbeit umgehen. Zuunterst in der Aufmerksamkeitshierarchie steht die tatsächliche Arbeit, sie hat den geringsten Stellenwert (das gilt selbsterklärend nicht für die Autorin). Wesentlich mehr Aufmerksamkeit erhält eine neue Facebook-Message, doch sobald das Telefon klingelt, ist damit auch Schluss. Hierarchisch zuoberst steht das iPhone, getoppt wird es nur noch durch einen Funkunterbruch oder einen ungeduldigen Partner, der das Notebook gewaltvoll schliesst und dem Nutzer dabei die Finger einklemmt.

informationisbeautiful.net: Hierarchy of Distractions

  • Kaffeefahrten auf der Zeitachse
    Ganz neue Zusammenhänge für SF-Fans erfasst die Grafik «Timelines: Time Travel in Popular Film and TV» (mit Hintergrundinfos). Treffen sich Marty McFly (Zurück in die Zukunft) und die Crew von Star Teck auf ihren Zeitreisen, und kämpfen sie gemeinsam gegen Terminator? Fragen, die die Welt bewegen.
  • Nicht zu empfehlen bei Flugangst
    Sehenswert, aber auch etwas beängstigend – zumal ich im Dezember (!) einen Flug mit Air France (!) gebucht habe: «Reduce Your Odds of Dying in a Plane Crash». Es scheint: Ich lebe wild und gefährlich. Immerhin sitze ich in den hinteren Reihen, das erhöht meine Überlebenschance. Ich muss nur noch den Fensterplatz gegen einen Gangplatz tauschen …

Mehr zum Thema im bernetblog:

Kontrollierter Webkonsum dank Diätpyramide, 24.07.2009
Lasst Grafiken sprechen, 17.07.2009

Dominik Allemann | 22.09.2009

(Online-)Tauschnetze: Parallelgeld als Alternative

geld_zeit

Die Finanzwelt erholt sich allmählich und man liest bereits wieder vom alten Trott. Unser unerschütterliches Wohlstands-Urvertrauen hat aber Risse bekommen. Wir sehnen uns soliden Werten: zum Beispiel «Zeit».

Tauschnetze erleben eine regelrechte Renaissance. Die Sonntagabend-Radiosendung Input berichtete eindrücklich über das Phänomen. Als Währung sticht in den Tauschnetzen nicht das Geld, sondern die Zeit: Ich digitalisiere Dir deine Vinyl-Plattensammlung, du bäckst mir einen Kuchen, führst meinen Hund Gassi, hütest meine Kinder.

Zürich: Tauschen am Fluss
In Zürich gibt es «Tauschen am Fluss»: Die registrierten Mitglieder können ihre Angebote online erfassen und via die Marktzeitung publizieren. Sie erhalten dafür «Zeit», die ihnen auf ihr Online-Konto oder auf einer Tauschkarte (für Offliners) eingetragen wird .

Basel: Bon-Netz-Bon
Oder der Bon-Netz-Bon in Basel. Für 100 Franken lassen sich 110 Einheiten Bon-Netz-Bons kaufen. Der Rücktausch ist  möglich – dann gibts allerdings nur 95 Franken für 100 BNB’s. Die BNB-Serien sind nur eine beschränkte Zeit gültig. Das verhindert das «Horten» der Bons. Die Angebotsliste ist auch hier eindrücklich lang.

Luzern: Tauschnetz – Zeit statt Geld
Ein ganzes Verzeichnis von kleinen und grösseren Tauschnetzen in der ganzen Schweiz publiziert das Luzerner Tauschnetz. Mit vielen Ablegern auch in dörflicheren Regionen.

Die Idee besticht: Die grosse Schwelle dürfte für die meisten Konsument/innen Menschen allerdings der Schritt aus der Anonymität sein. Der Tausch verlangt nach Gesprächen, sozialem AusTausch, man muss auf andere zugehen. Es gewinnt dabei der gegenseitige Respekt. Das kalte Geld ist weniger «wert» als die Zeit und das Engagement des Gegenübers.

Download-Link DRS3 «Input», 20. September 2009 (MP3, 24MB)

Marcel Bernet | 17.09.2009

Twitter-Leitfaden: Tipps für Tester und Profis

twitter_voegel_grossklein

Ist Twitter relevant? Ja, als Teil einer Online-Gesamtstrategie. Finden Sie es selbst raus – unser neuer Leitfaden unterstützt Ihre erste Probefahrt und bringt Optimierungs-Ideen für erfahrene Microblogger.

Heute schalten wir auf unserer grossen Know-how-Plattform www.bernet.ch/wissen eine neue Gratis-Checklist auf: «Gern gelesenes Gezwitscher – Leitfaden Corporate Twittering» ist 23 Seiten kurz und dient als schnelle Einstiegs- und Optimierungshilfe. Eine noch stärker verdichtete Kurzversion bietet unser Anstoss-Newsletter «Twitter fürs Geschäft: Entscheidung, Umsetzung, Leitfaden».

Cross-Publishing auf Scribd
Zum erstenmal veröffentlichen wir eine unserer Publikationen gleichzeitig auf Scribd. Aus den vielen Möglichkeiten von Sozialen Dokument-Plattformen haben wir uns für diese Option entschieden. Hier haben wir übrigens den Konkurrenten issuu beschrieben – auch dort ist der Leitfaden mal geladen – mir erscheint die Plattform aber eher für Magazine geeignet.

Innert 24 Stunden seit dem Scribd-Upload waren bereits über 600 Interessenten auf dem Dokument zu Besuch, 25 haben es auf ihre Festplatte geholt. Wir hatten die Existenz dieses Files noch gar nicht kommuniziert. Dank Scribd können Sie auch gleich hier im bernetblog durch die vielen Anstösse spazieren (das Symbol rechts aussen im Titelbalken startet die Bildschirm-Vollansicht, blättern klappt mit ->).

Relevant? Monitoring muss sein.
Macht es für Unternehmen, Organisationen, Kampagnen Sinn, mit 140-Zeichen-Info-Schnipseln um sich zu werfen? Die Zahl der Twitter-User wächst rasant, Webevangelisten.de meldet 220′000 deutschsprachige Accounts per August 09 und Nielsen USA misst 21 Millionen Unique Visitors pro Monat für Juni 09. Bernet_PR empfiehlt: Twitter unbedingt anschauen, ins Monitoring einbeziehen, nur zielgerichtet und fallweise in eine Gesamt-Dialog-Strategie einbauen.

Links:
Anstoss-Newsletter als Kürzestfassung
Ganzer Leitfaden als PDF-Download (auf Download klicken, Kreuz zu Copyright setzen, E-Mail angeben)

Marcel Bernet | 09.09.2009

Journalisten im Internet: Basics für den Mediencorner

zeichen_schreibmasch1Was suchen Journalisten auf der Website einer Organisation? Die Rangliste der wichtigsten Infos zeigt auf, wie Sie die Prioritäten für Ihren Mediencorner setzen müssen.

Auch wenn Online-PR immer komplexer und anspruchsvoller wird: Wichtig ist, dass die Basics stimmen. Die Wichtigkeits-Rangliste der Informationen, welche Medienschaffende auf einer Website erwarten, stellt so einfache Inhalte wie Kontaktinfos an die erste Stelle. Vor lauter Podcast-, Facebook- oder Twitter-Projekten gehen die Grundlagen oft unter.

journ_internet_mediencorner

Erfüllen Sie die Top-Fünf auf dieser Liste. Wenn Sie folgendes im Griff haben, können Sie die nächsten fünf Wunschpunkte angehen:

  1. Kontaktinfos (immer aktuell, mit Funktion/Zuständigkeit, Telefon, Erreichbarkeit, Foto),
  2. Zahlen (die wichtigsten Zahlen in einer übersichtlichen Tabelle, zuoberst sichtbar, immer aktuell),
  3. Hintergrundinfos (mit einem Kurztext über Ihre zentralen Aktivitäten, am besten als Faktenblatt aufgebaut – so, dass ein Journalist sofort alles findet, was er zum Beispiel in einer Infobox zum Artikel einbauen will),
  4. Medienmitteilungen (als Archiv, chronologisch, alles in HTML, nicht in PDF- oder Word-Dateien versteckt) und
  5. Suchfunktion (schnelle Suche nur innerhalb des Mediencorners, nicht über die ganze Website)

Sie sind schon so weit? Checken Sie doch kurz Ihren Mediencorner anhand unseres Webchecks Mediencorner (drittunterste Position auf dieser Seite) durch. Und wenn dann die Basics alle stimmen, dann können Sie weitergehen im weiten Feld des Mediencorners 2.0 oder Social Media Newsrooms.

Alle Blogbeiträge zur Studie «Journalisten im Internet»
Studien-Download, Kurzfassung-Newsletter

Social Media Newsroom: do-it-yourself
Social Media Newsroom: Best Practice bei Electrolux

Blog abonnieren

Sofortmail oder Wochenschau auswählen:

Kategorien