Sabine BetschartSabine Betschart

Junior Beraterin.

Berufsmatura, Kaufmännische Lehre in einer Druckerei, Einkaufssachbearbeiterin in der Industrie, Flugbegleiterin, diverse temporäre Einsätze. Zweifache Mutter und schätzt den Blick aus unserem Büro auf die Glarner Alpen.

Beiträge von Sabine Betschart:

21.07.2010 | Kommunikation

Studie Mikrotrends: Wegweisende Details für die Zukunft

mikrotrends zukunfts institut

«Mikrotrends sind kleine Ideen, aus denen grosse Märkte erwachsen» sagt Matthias Horx vom Zukunftsinstitut und verfasste mit anderen Trendforschern eine Studie dazu.

Wissen Sie, was «One-Button-Life» oder «iKnow» bedeuten? Ich weiss es (noch) nicht, aber es würde mich interessieren. Die beiden Mikrotrends und weitere 48 spürten Trendexperten des Zukunftsinstituts auf und erfassten diese in einer Studie. Die fünf Themenkapitel reichen von neuen Kundenbedürfnissen, Geschäftsideen von Trendpionieren, über Lifestyle, Gesellschaft und Marketingideen bis hin zu inspirierenden Produktinnovationen.

Die Studie behandelt Branchen-, Nischen- und Spezialtrends. Dazu gehören

  • unternehmerische Einfälle
  • Pionier- und Nischenmärkte
  • zündende Marktideen
  • Geschichten von Traditions-Unternehmen mit vielversprechender Wende
  • Innovationen mit Zukunftspotenzial.

Die Mikrotrends werden kurz definiert und prägnant dargestellt, beispielsweise «City life hopping», womit die wachsende temporäre Arbeits- und Wohnmobilität gemeint ist. Ein Pariser Self-Storage-Unternehmen geht auf diese Veränderung ein und bietet Lagerraum plus die Lieferung dorthin an. Der Service ist beliebt, da immer mehr moderne Städter kein eigenes Auto, geschweige einen Kleintransporter zur Verfügung haben.

Die Studie wird ab dem 21. Juli 2010 geliefert und kann noch bis zum 26. Juli, zu einem Subskriptionspreis, bestellt werden.

Wirksamer Jugendmedienschutz von Swisscom

enter Ratgeber digitale Medien Swisscom

Swisscom vermittelt mit dem Ratgeber «enter» Medienkompetenz auf hohem Niveau. Zur Leser-Zielgruppe gehören Kinder und Jugendliche, Erziehungs- und Lehrpersonen.

Swisscom hat mehr als fünftausend Schulen kostenlos ins Internet gebracht – jetzt liegt ihr die sichere Nutzung des Mediums am Herzen. Die «Digital Natives» verbringen viel freie Zeit mit digitalen Medien, nur wie medienkompetent sind sie wirklich? «enter» ist die Folgepublikation von SchoolNetGuide, herausgegeben von Swisscom 2003, im Rahmen der Initiative «Schulen ans Internet».

Der jährlich neu erscheinende Ratgeber «enter» ist handlich mit Aufbewahrungscharakter, womit die Swisscom Jugendmedienschutz betreiben möchte. Meiner Meinung nach eine qualitativ hochstehende Publikation, mit journalistischen Inhalten und einer sehr schönen Bildsprache. Hier ein paar Inhalts-Beispiele:

Interview mit Daniel Süss, Professor für Medienpsychologie
Daniel Süss gibt interessante Anstösse, womit er Erziehungs- und Lehrpersonen ermahnt, ihre Begleitfunktionen wahrzunehmen: «Kinder brauchen Unterstützung, Begleitung und Grenzen für ihre Online-Tätigkeiten. Es ist wichtig, dass sich Jugendliche selbst die Frage stellen, mit welchen Inhalten sie in Kontakt kommen wollen und mit welchen nicht.»

Schwerpunktthema: Gefahren im Internet und wie damit umgehen
Praktische Antworten auf Fragen im Umgang mit den Medien: Wie lösche ich den Cache in den verschiedenen Browsern? Was tun, wenn man im Netz auf Kinderpornografie stösst? Wie und wo erstatte ich Anzeige?

Glossar
Die Sprache in den digitalen Medien ist eine eigene. Die farbigen Boxen geben einen schnellen Überblick. Wissen Sie was «Happy Slapping» bedeutet?

Um Kompetenz zu vermitteln oder vorzuleben braucht es ein Basiswissen. Dieses vermittelt die Swisscom mit Eltern- und Jugendschutzkursen. Wie medienkompetent sind Sie? Mit zehn Fragen des Online-Tests finden Sie es heraus.

Mehr zum Thema aus dem bernetblog:
Die Schule von Heute lehrt Medienkompetenz

Machen Jugendliche im Internet nur Mist?

Bildung im Internet: Swisscom zeigt Engagement
Ihre eigene Meinung?

08.06.2010 | Journalismus, Medien

Print mit Zukunft: weg vom Tagesjournalismus

bühne_theater

Die Portugiesen, Holländer und Schweden machen es vor: Zeitungen, die den Preis wert sind. Auf der Spur ihrer Erfolgsrezepte.

Wie muss eine Zeitung im 21. Jahrhundert sein, damit sie überlebt? Diese Frage haben die drei folgenden Blätter erfolgreich beantwortet (Auszug aus dem Magazin-Artikel vom 4. September 2009):

Portugal: informaçao
Martim Figueiredo startete seine Zeitung mitten in der Medien- und Finanzkrise. Eine ziemlich mutige oder gar überhebliche Handlung? Das Redaktionsteam geht grundsätzlich davon aus, dass Lesende sich auf anderen Kanälen über das Weltgeschehen informieren. Wer das Blatt für 1.40 Euro kauft, erwirbt sich einen Mehrwert. Chefredaktor Figueiredo: «Ich glaube, die Leser schätzen es sehr, nicht mit den Geschichten von gestern belästigt zu werden». Das portugiesische Blatt sichert sich seine Leserzahlen mit Aktualitäts-Inhalt: fünf Meinungsartikel, Reportagen und Hintergrundgeschichten. «Das erworbene Wissen soll länger als 24 Stunden nützlich sein und Themen für den Familientisch oder das Feierabendbier liefern», erklärt Martim Figueiredos.

Rotterdam: nrc.next
Die Hauptzielgruppe der Tageszeitung ist unter dreissig. Ja genau, die Digital Natives. Warum sollte diese Generation zum Papier greifen? Titia Ketelaar, Chefredaktorin, verzichtet bewusst auf News und bietet Hintergrund-Wissen zu den Schlagzeilen mit Reportagen, Analysen und Meinungen. Viel Überraschendes und eine klare Haltung sichern die Leserzahlen. 1.10 Euro kostet eine Ausgabe mit einer langen Auslandreportage und gut recherchierten Artikeln. Auch hier: Routine ist nicht gefragt, die Gliederung ist ohne Ressorts. Titia Ketelaars Geheimrezept lautet: «Keine Aktualität, wenig Relevanz. Überraschend und eigen.»

Stockholm: Svenska Dagbladet
Die Zeitung wirkt mit seiner eleganten Grafik und prägnanten Bildsprache grosszügig, pointiert und sinnlich. Und holt sich damit einen Preis nach dem anderen für die beste Gestaltung. «Nicht nur das Format muss sich ändern, sondern auch das Denken der Journalisten», sagt Ann Axelsson, stellvertretende Chefredaktorin. Der Inhalt ist eine Balance aus News und Hintergrund. Zusätzlich zur täglichen Ausgabe werden zwei Magazine beigelegt: eines zu Themen aus der Wirtschaft und ein anderes zu Themen aus Kultur und Gesellschaft. Die Redaktion besteht zur Hälfte aus Frauen.

Für mich ist klar, tagesaktuell und Print beissen sich. Deshalb wird in Zukunft nur bezahlt, was ich virtuell nicht bekomme oder online nicht dargestellt werden kann. Die Schweizer Medienlandschaft muss sich da noch Konzepte ausdenken – weg vom Tagesjournalismus, hin zum Hintergrundjournalismus. Ich freue mich auf diesen Wandel. Figueiredos freche Behauptung, dass Relevanz heute nach wie vor nur in Print erzeugt werden kann, ist mir zu überheblich. Hängt Relevanz vom Kanal ab oder von der Lesekultur oder gar von den Empfängern?

Soziale Netzwerke: Studien belegen Nutzungszwecke

spinnennetz_soziale_netzwerkeDie wichtigste Online-Aktivität überhaupt ist die Kommunikation unter Menschen – auch in sozialen Netzwerken. Zahlen dazu liefern die Onlinestudie von ARD-ZDF und die Allensbach-Studie.

Jährlich im August erhebt ARD-ZDF eine Onlinestudie und befragt dazu Nutzende ab 14 Jahren in Deutschland. Aus der Studie habe ich die Zahlen zu den Tätigkeiten in privaten Netzwerken und zur Nutzungsdauer in Online-Aktivitätsfeldern genau betrachtet (wobei auch die anderen Resultate durchaus spannend sind).

Virtuelle Kontaktpflege am wichtigsten
Jede dritte Person benutzt soziale Netzwerke um mit Freunden in Kontakt zu treten: 36  Prozent verschicken wöchentlich persönliche Nachrichten an Communitymitglieder. 32 Prozent suchen wöchentlich nach Kontakten oder Bekannten und 30 Prozent folgen dem voyeuristischen Instinkt und stöbern wöchentlich in Profilen anderer Mitglieder. 29 Prozent geben ihre Meinung kund und  kommentieren innerhalb des Netzwerkes. Spannend wären Zahlen, welche Kommunikationsformen geschäftlicher und welche privater Natur sind. Leider habe ich dazu keine Angaben gefunden.

Tätigkeiten in sozialen Netzwerken

Kommunikation klar führende Online-Aktivität
Die Aktivitätsfelder decken sich mit den obigen Zahlen. Die Kommunikation steht zuoberst, vor Informationsbeschaffung und Unterhaltung. Das Onlineshopping wird in meinen Augen erstaunlich wenig genutzt. Dazu liefert die Allensbach-Studie (35 Seiten) noch weitere Details: alle Online-Einkäufe haben in den letzten sieben Jahren stetig zugenommen. Wobei Bücher zu den meistbestellten Artikeln zählen.

Anteil Nutzungsdauer Aktivitätsfelder

04.05.2010 | Tools

Sofortmassnahmen SEO: fünf Basics

fisch schwarm_kleinWie lande ich bei Suchmaschinen zuoberst? Das ist heute die Million-$-Frage. Suchmaschinenoptimierung (SEO) gewinnt in der Kommunikation an Bedeutung.

Die Kriterien ändern laufend. Diese fünf können Sie sehr schnell überprüfen und optimieren. Detailliertere Tipps am Schluss des Beitrags verlinkt.

Internet-Adresse/URL
Im besten Fall das Produkt in der URL verankern. Beispielsweise Chäs und Brot, da ist das Produkt und der Name des Quartierladens identisch und somit auch die URL.

Page-Titel oder Title Tag
Darunter ist der Überbegriff für die Seite gemeint, erscheint auf der Internetseite ganz zuoberst im Browser und ist in den Suchmaschinen-Suchresultaten blau unterstrichen. Der Page-Titel sollte den Begriff enthalten, worunter wir gefunden werden wollen. Gutes Beispiel: «Bernet Public Relations», schlechtes Beispiel: «Bernet_PR: Startseite». Maximale Länge: 69 Zeichen.

Internettext
Im Text immer wieder das Produkt beim Namen nennen. Für die Startseite (Home) besonders wichtig, wobei der Text lesbar sein muss. Wenn PR mein Hauptprodukt ist, im Text diesen Begriff nennen, und nicht mal von Unternehmenskommunikation und dann wieder von Kommunikation schreiben. Ebenso den Text strukturieren: Titel und wichtige Wörter (Keywords) hervorheben.

Metatags
Die Metatags werden im Head-Element des HTML Codes integriert und umschreiben den Seitenhinhalt, ähnlich dem Inhaltsverzeichnis eines Buches. Immer wieder ist die Wichtigkeit dieser Tags ein Thema. Laut Google Webmaster Center sind Metatags nicht von Bedeutung. Hier zum Artikel und Video.

Google Keyword-Tool
Haben Sie die richtigen Keywords für ihre Firma gefunden? Das Google Keyword-Tool zeigt auf, welche Begriffe wie oft in die Suchmaschine eingegeben werden.

Studie «Ranking-Kriterien 2010» IAB-Switzerland
Die relativ neu gegründete IAB-Switzerland (Internet Advertising Bureau Switzerland) erstellte die  IAB-Ranking-Kriterien-2010. Die fünf wichtigsten Erketnntnisse daraus:

  • Eine Site sollte einzigartigen Inhalt aufweisen
  • Keywordhaltige Links von externen Sites sind wichtig
  • Links von Hubs und Authority Sites spielen eine grosse Rolle
  • Links von thematisch verwandten Websites sind wichtig
  • Keyword-Gebrauch zu Beginn des Title Tags spielt eine grosse Rolle

Wenn Sie noch mehr Zeit investieren möchten, geben Ihnen diese beiden Links weitere Anstösse:


INM und Google sind Kunden von Bernet_PR.

15.04.2010 | Medien

New York Times täglich mit Newsroom-Video

newyorktimesBei der New York Times heisst’s: Video vor Online vor Print. Der tägliche Videobericht aus dem Newsroom kündigt grosse Themen an und zeigt, wie die Zeitung Themen aufspürt, angeht, umsetzt.

Mittags um eins ist der «TimesCast» auf der Startseite angerissen; nach einer Stunde wechselt er in die Video-Rubrik der Zeitung (diese ist übrigens äusserst informativ). Der Zusammenzug der wichtigsten Geschichten des Tages beinhaltet Interviews mit Journalisten und Korrespondenten sowie Szenen der Redaktionssitzung. Zudem gibt es Einblick in Diskussionen, welche Themen die Titelseite wert sein könnten. Ann Derry, Chefredaktorin für Video und TV der New York Times, sagt: «It’s not just straight, breaking news, it’s talking about the way The New York Times is looking at the story – our analysis, our particular take on the story.» Es gäbe bereits eine Menge von Videomaterial – aber ein Übersichtsvideo fehle.

Interessant oder überflüssig?
Die New York Times zeigt mit den Videos auf unterhaltsame Art, wie Information und News intern aufbereitet werden. Als Video-Konsumentin habe ich das Gefühl, an der Spitze jeder Geschichte dabei zu sein, dem Print voraus. Meiner Ansicht nach eine gelungene Vermischung von TV- und Print-Journalismus. Das Gefäss verbindet Information mit Aktualität und Dabeisein. Zudem ist der Ansatz von Ann Derry deutlich spürbar: Nicht nur der Newswert ist wichtig, sondern auch die Umsetzung und Herangehensweise. Der Aufwand für die Produktion der Videos ist gross. Als PR-Fachfrau interessieren mich die Sequenzen der Redaktionssitzungen, aber wie wichtig sind diese für alle anderen Medienkonsumenten?

NYT Blogbeitrag: The Times Introduces a Daily Video Report
Newsroom Blick: Blogbeitrag vom 26. März 2010

31.03.2010 | Social Media

Blogger im Profil: Klimablog der ETH Zürich

ETH-KlimablogDie ETH Zürich will mit ihrem Klimablog verschiedenste Wissensgebiete rund ums Thema Klimawandel beleuchten und eine breite Öffentlichkeit ansprechen. Dabei ist ihr neben der Information auch die Diskussion wichtig.

Der ETH-Klimablog zeigt seit November 2009 wie vielfältig die Klimapolititk ist. Durchschnittlich alle vier Tage wird ein Beitrag verfasst, in sieben relevanten Rubriken. Zum Autorenteam gehören rund 20 Professorinnen und Professoren der ETH Zürich aus klimarelevanten Fachgebieten, aber auch Studierende und Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Redaktionsleiter Beat Gerber gab Antworten auf unsere Fragen:

Warum bloggen Sie?
Die Wissenschaftskommunikation ist im Umbruch, Printmedien bauen kompetente Redaktionen ab, das allgegenwärtige Kurzfutter der Gratispresse verdrängt fundierte Hintergrundinformationen. Wissenschaftsblogs sind daher eine neue Alternative, sie vermitteln Wissen zu wichtigen Themen aus erster Hand – wie der ETH-Klimablog, ein spannendes Pionierprojekt und das erste dieser Art in der Schweiz.

Welches ist die wichtigste Blog-Erfahrung?
In der Deutschschweiz haben wir (noch) keine lebendige Blogkultur wie etwa in den USA. Unsere Volksmentalität ist eher zurückhaltend, vorsichtig, abwartend. Der ETH-Klimablog wird zwar rege besucht, aber bevorzugt als Informationsplattform genutzt. Es gibt nur eine Handvoll aktive regelmässige Kommentatoren, die sich überdies in manchmal endlosen (ideologischen) Fachdebatten bekriegen. Schade, doch möchten wir hier mit neuen Massnahmen Remedur schaffen.

Welches ist ihr grösster Blog-Wunsch?
Die Wissenschaftsgemeinschaft sollte auf neue Kommunikationsformen nicht nur aufgeschlossener, lockerer und spielerischer, sondern auch mutiger und aktiver reagieren. Die Öffentlichkeit verlangt von den Hochschulen vermehrt verständliches Orientierungswissen. Der moderierte ETH-Klimablog kommt dieser Forderung als einer von vielen Kanälen nach – in einer neuartigen, themenorientierten Form, die durchaus noch Verbesserungs- und Ausbaupotenzial hat.

Mein Fazit: Der ETH-Klimablog gefällt mir sehr. Er vermittelt Hintergrundwissen auf verständlichem Niveau, auch für mich als Laie in der Klimapolitik. Klare Strukturen helfen mir, schnell herauszufinden, ob mich das Thema interessiert. Den Klimakiosk kann ich wärmstens empfehlen – eine Sammlung mit Cartoons, Glossen und Zitaten zum Thema. Ich bin gespannt mit welchen Massnahmen die Redaktionsleitung eine breitere Masse zum mitdiskutieren anregen will.

10.03.2010 | Social Media

Verweildauer in Sozialen Netzwerken steigt massiv

spinnennetz_soziale_netzwerkeDie monatliche Verweildauer in Sozialen Netzwerken ist sehr hoch.  Die Zahlen sind 2009 weiter angestiegen – Facebook ist die beliebteste soziale Plattform.

The Nielsen Company, führend in Markt- und Marketingforschung in den USA, veröffentlicht Zahlen zur Nutzung von Sozialen Netzwerken. Erfasst wurden dabei Daten zu Facebook, Myspace, LinkedIn, Classmates, Twitter, Blogs, Online Games und Instant Messaging in den USA, England, Australien, Brasilien, Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und der Schweiz.

Monatliche Verweildauer um 82 Prozent gestiegen
Nutzer verweilten 2008 durchschnittlich drei Stunden monatlich auf sozialen Netzwerken. Diese Zahl ist im Dezember 2009 massiv angestiegen auf mehr als fünf Stunden im Monat.

Facebook globale Nummer eins
Die längste Besuchszeit verzeichneten die Sozialen Plattformen und Blogs. Gefolgt von Online Games und Instant Messaging. Dabei liegt Facebook klar auf dem ersten Platz – 67 Prozent aller Nutzer von Sozialen Plattformen besuchten Facebook. Im Dezember 2009 zählte Facebook weltweit 206,9 Millionen Nutzer – das entspricht ungefährt der Einwohnerzahl Brasiliens.

Australier nutzen Soziale Netzwerke am häufigsten
Für die nachstehende Auflistung wurden Anzahl Nutzende und Verweildauer in den Ländern erfasst, bezogen auf Soziale Netzwerke und Blogs. Die USA weist die meisten Nutzende aus:  142 Millionen (fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung). Die Schweiz zählt am wenigsten Aktive: 2,5 Millionen. Am meisten Zeit damit verbringen die Australier, am wenigsten die Japaner. Mehr zu den Schweizer Facebook-Usern und Verweildauer im Beitrag Facebook User Schweiz vom 21.1.2010 .

Unique Visitors und Verweildauer Social Media

Seichte Unterhaltung oder Teilen von interessanten Inhalten?
Mich erstaunt die niedrige Zeitinvestition der Japaner – diese gelten als «immer mobil». Die durchschnittliche Verweildauer von fünfeinhalb Stunden im Monat erscheint mir hoch. Auf einen Tag ausgerechnet sind das elf Minuten Zeitinvestition in Soziale Netzwerke (inklusive Wochenende). Spannend wäre herauszufinden, was Nutzende suchen, entdecken und teilen. Werden die elf Minuten täglich investiert in Voyeurismus oder ins Weiterverbreiten und Teilen von intellektuellen Inhalten?

Vollständiger Artikel auf nielsenwire: Led by Facebook, Twitter, Global Time Spent on Social Media Sites up 82% Year over Year.

Nachtrag: Die Februar-Zahlen von Nielsen zeigen einen anhaltenden Anstieg Global Audience spends 2 hrs more a month on Social Networks than last year.

26.02.2010 | Dies & Das

Gedenkstätte online: britische Gefühlskiste

GoneTooSoon

Die Plattform GoneTooSoon ist eine Sammlung virtueller Gedenkstätten. Die Trauernden hinterlassen dort Gefühlsbotschaften – für jeden zugänglich und einsehbar.

Gedenkstätte auf Friedhöfen laden dazu ein, um mit Verstorbenen in Kontakt zu treten. In Grossbritannien kann man sich den Weg zum Friedhof ersparen: es wird virtuell am Bildschirm getrauert. Die Plattform GoneTooSoon unterhält Gedenkseiten für  Verstorbene. Die Eröffnung und Pflege ist jederzeit möglich und einfach. Es braucht keine Blumen, die mühselig angeschleppt und gepflegt werden wollen. Die Pflege beinhaltet Gedanken übermitteln, Ehrungen überbringen, Kerzen anzünden. Zudem kann ein Photoalbum erstellt werden. Für jeden ist einsehbar, was andere überbringen und wie andere trauern. Die Plattform kann auch für verstorbene Tiere genutzt werden.

Eine mir fremde Art sich einem Verstorbenen zuzuwenden und mit ihm in Kontakt zu sein. In meinen Augen kann am Bildschirm nicht die dafür nötige Atmosphäre entstehen. Ich brauche Stille in der Kirche, der Wind im Haar auf dem Friedhof. Es gibt Dinge, wofür der Computer nicht geeignet ist.

17.02.2010 | Medien

Internetnutzung: US-Teenager lesen News online

breakthroughkid

Wie werden die Digital Natives die Medien beeinflussen und verändern? Eine Studie aus Amerika zeigt: 60 Prozent der 12- bis 17-Jährigen lesen News im Internet.

Das Pew Research Center in Washington betreibt Forschungsarbeit für Politik und Presse. Die soeben erschienenen Ergebnisse zu «Social Media & Mobile Internet Use Among Teens and Young Adults» sind spannend. Hier meinen persönlichen Auszug:

12- bis 29-Jährige: 93 Prozent sind online
Teens (12- bis 17-Jährige) bleiben die am stärksten vertretene Online-Altersgruppe. Die Kurve flacht 2009 ab, denn die Sättigung ist hoch: 93 Prozent aller Jugendlichen nutzen das Internet. Gleich oft online gehen heute in den USA Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren. Alle Altersgruppen über 18 Jahren erreichen mit 74 Prozent eine wesentlich tiefer Nutzung.

Internetnutzung 2000-2009

12 bis 17-Jährige: 62 Prozent lesen News im Netz
Mehr als die Hälfte aller Teens beschaffen sich Nachrichten Online. Warum sollten sie eine Zeitung oder ein Buch zur Hand nehmen? Diese Angewohnheit wird die Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts stark beeinflussen. Mobil und allzeit verfügbar bleibt wichtig: 55 Prozent aller 18- bis 29-Jährigen beschaffen sich mit dem Telefon den Zugang zum Internet.

Die Studie enthält darüber hinaus Angaben zur Blog-Aktivität (die zurückgeht), zur Nutzung von Sozialen Netzwerken (nimmt zu, bei ausgeglichener Altersverteilung) und zu Twitter (wo Jugendliche praktisch nicht aktiv sind).

Mehr zum Thema:
Weist das Medienverhalten der Jungen die Zukunft

10.02.2010 | Tools

Leere E-Mail-Inbox: Traum oder Realität?

thumbnailZählt ihre E-Mail-Inbox 10, 100 oder 1000 E-Mails?  Mit welcher Systematik behalten Sie den nötigen Überblick und werden die E-Mails effizient bearbeitet?

So gehe ich vor: Die wichtigen (beispielsweise Anfragen, damit ein Lieferant weiterarbeiten kann) und die schnell zu bearbeitenden E-Mails erledige ich sofort. Die anderen wandern ab in einen Ordner Aktion oder Zum Lesen. Einmal täglich gehe ich diese beiden Ordner durch, damit nichts vegessen geht. Die grosse Gefahr dabei: ich freue mich über die leere Inbox und blende die anstehenden Arbeiten im Ordner Aktion aus. Manchmal fühle ich mich selbst betrogen – vergleichbar  mit einem geschlossenen Schrank, schön aufgeräumt. Und jedes Mal, wenn ich ihn öffne, fällt mir etwas in den Schoss. Mal grösser, mal kleiner.

Gina Trapani, amerikanische Autorin und Kolumnistin für FastCompany, hat folgende Tipps:

  • keine Anhäufung in der Inbox
  • unrelevante Mails löschen
  • Mails mit Arbeitsaufwand kleiner als zwei Minuten erledigen, andere in Ablage
  • drei Ordner für die Ablage: to do, wait und reference
  • tägliche Ablage in den drei Ordner
  • Mails älter als drei Tage in den Ordner backlog

Schauen Sie selbst Ihre Empfehlungen an. Super gemachtes Video:


Weitere Tipps für den effizienten Umgang mit E-Mail in unserem Anstoss-Newsletter vom März 2005.

01.02.2010 | Tools

Concentrate: Aufmerksam im Arbeitsalltag

getconcentrating.comArbeiten Sie trotz Handy, Mail und Twitter konzentriert und fokussiert? Concentrate ist eine Software (für Mac), die Ablenkung fernhält. Fühlt sich an wie ein nützliches Geschenk.

Wir werden ständig unterbrochen und die Störfaktoren nehmen zu. Bis ich mich abends frage, mit was ich mich heute beschäftigt habe, ausser Chats beantworten, Mails und SMS lesen sowie twittern (trifft in meinem Fall glücklicherweise noch nicht zu). Wie schaffe ich es dennoch an einem Morgen konzentriert an einem Text zu schreiben? Getconcentrating hat für diesen Fall eine Software entwickelt – schnell und einfach installiert. Ideal auch für Studierende, die am Computer lernen und einzelne Internetseiten gebrauchen.

Individuell programmierbar
Mit dem Programm kann ich einfach «Aktivitäten» erstellen. Dabei lege ich fest, welche Programme, Dokumente und Webseiten ich brauche und welche ausgeblendet werden. Das individuelle Einrichten geht soweit, dass ich mir jede Stunde (sozusagen als Belohnung fürs konzentrierte Arbeiten) einen Sound einspielen lassen kann. Oder eine Stimme aktiviere, die mich alle 30 Minuten lobt und sensibilisiert. Zudem tickt im Hintergrund eine Uhr, womit ich meine Zeitinvestition überprüfe. Ich bin überzeugt, dass ich damit meine Produktivität steigern und überwachen kann.

Vor ziemlich genau einem Jahr beschäftigte mich dieses Thema bereits. Entstanden ist damals einen Beitrag zur Software Freedom.

Weitere Beiträge zum Thema:
Kontrolle übers Denken zurückgewinnen

Technische Geräte und Nutzer in Symbiose

19.01.2010 | Tools

Webdesign: neue Erkenntnisse Leseverhalten

heatmapWerden Texte am Bildschirm gelesen oder ausgedruckt? Wie hat sich das Leseverhalten verändert und wie werden Webseiten wahrgenommen?

Am Bildschirm werden Texte gescannt. Trifft diese Aussage 2010 noch zu? Hat sich im Zeitalter von Blogs, Twitter und Facebook das Leseverhalten verändert? Diese Fragen stellte sich eResult und führte eine Studie mit 600 Personen durch. Fazit daraus: Formal gut gestaltete und klar strukturierte Texte werden von 83% am Bildschirm gelesen. Sechs von zehn Webnutzern lesen immer öfters am Bildschirm. Meine Gedanken: Den mobilen Geräten stehen keine Drucker zur Verfügung – dies ein Grund für die wachsende Lesebereitschaft am Bildschirm?

Weiterführende Antworten könnten nachstehende Erkenntisse einer Studie liefern. Von MediaAnalyzer «Wie werden Websites wahrgenommen»:

Bild vor Text-Effekt
Im Durchschnitt bestehen Webseiten aus 63% Text und 37% Grafik. Beide Inhalte erhalten ungefährt 50% aller Klicks. Bilder werden demzufolge mehr beachtet als Texte. Wobei nach ungefähr fünf Sekunden der Text verstärkt beachtet wird.

Geographische Analyse
Menschen beachten auf Webseiten besonders stark die linken und oberen Regionen. Informationen, die rechts oder unten stehen, werden übersehen. Nachstehend eine Darstellung des Zeitverlaufs/Klickhäufigkeit von den 150 Probanden. Der rote Punkt zeigt die Augenführung und Fixpunkte auf einer Webseite (blau):

Augenführung Webseite
Geschlechterunterschied

Frauen achten stärker auf die Navigation und Text, Männer stärker auf Fotos.

Demzufolge werden von Männern auf den iPhones vorallem Fotos angeschaut und von Frauen kurze Texte gelesen. Können Sie das bestätigen?

18.12.2009 | Kommunikation

Stille auf dem bernetblog

schnee stadelhofen

Dies ist der letzte Beitrag im 2009. Ein paar stille Nächte und Tage stehen an. Und wird Frau Holle Ihre Decken ausschütteln und uns für einmal weisse Weihnachten bescheren?

Heute lesen Sie den letzten Blogbeitrag in diesem Jahr – die Agenturtüren schliessen wir erst am 24. Dezember. Letztes Jahr um diese Zeit lag Zürich tief im Schnee. Das Bild unten zeigt den verschneiten Stadelhoferplatz, aufgenommen im Dezember 2008. Wie stehen die Prognosen für weisse Weihnachten 2009? MeteoSchweiz gibt Auskunft:

Am vierten Adventswochenende ist es weiterhin kalt und es fällt verbreitet noch etwas Schnee. Bereits am Montag entwickelt sich über dem nahen Atlantik ein Tiefdruckgebiet, das über dem Alpenraum für eine Südwestströmung und damit für eine Föhnlage sorgt. Diese hält wahrscheinlich bis zu den Weihnachtstagen an und führt zu allmählich milderen Temperaturen. Damit hat der Schnee in den tiefen Lagen keinen Bestand und es können leider keine weissen Weihnachten erwartet werden.

Statistisch gesehen nichts neues: Zwischen 1931 und 2008 lag an 43 Prozent der Weihnachtstage weniger als ein Zentimeter Schnee an der Messstation Zürich.

Wir wünschen Ihnen warme Herzen und ein frohes Weihnachtsfest und freuen uns, am 4. Januar frisch wieder da zu sein.

winterbild_stadelhoferplatz_dez08

24.11.2009 | Kommunikation

Kommunikationsregeln im Internet

dialog20Die Fachgruppe Social Media des Bundesverbands für Digitale Wirtschaft (BVDW) hat «Social Media Code of Ethics» veröffentlicht. Denn Web 2.0 hat die Spielregeln verändert: Alle können Inhalte veröffentlichen.

Laut dem BVDW soll der öffentliche Dialog zwischen Unternehmen und Internetnutzern sachlich, fair und achtungsvoll sein. Hier ihre sechs herausgegebenen Regeln:

  1. Respekt
. Wir respektieren unsere Nutzer und deren Meinungen und achten auf einen respektvollen Umgang der Akteure untereinander.
  2. Sachlichkeit. Wir begrüssen themenbezogene Inhalte und sachliche Kritik.
  3. Erreichbarkeit. Wir reagieren schnellstmöglich und angemessen auf direkte Fragen, Anregungen und Kritik.
  4. Glaubwürdigkeit
. Wir stehen mit unseren öffentlichen Aussagen und Meinungen nach bestem Wissen und Gewissen für Transparenz und Glaubwürdigkeit.
  5. Ehrlichkeit
. Wir gehen mit Fehlern offen um und verschleiern sie nicht.
  6. Recht. Wir respektieren die Rechte unserer Nutzer sowie die Rechte unbeteiligter Dritter, insbesondere Urheber- und Persönlichkeitsrechte und Datenschutz.

Ich kann die Regeln unterschreiben, nur was ist daran wirklich neu? Und gehören diese nicht zur Selbstverständlichkeit im Umgang mit anderen Menschen, Internetnutzern, Kunden. Ein bisschen schwammig empfinde ich die dritte Regel. Da fehlt mir eine Zeitangabe. Was wird unter schnellstmöglich verstanden? Wird eine Antwort innerhalb einer Stunde oder eines Tages erwartet?

Weitere Meinungen zum Thema auf Namics Weblog, PR-Blogger und mediaclinique.

18.11.2009 | Medien

Quellangaben: Wie gehen Gratisblätter damit um?

QuelleAgenturen sind nützliche Lieferanten für die Medien. Werden diese auch als Quellen genannt und und ist es rechtlich zwingend?

Jüngst ist mir aufgefallen, dass die Autoren SDA oder AP bei 20Minuten-Artikeln nicht genannt werden. Marco Boselli, Chefredaktor 20Minuten reagierte auf meine Anfrage: «Meldungen, die nicht gekennzeichnet sind, stammen immer von SDA oder AP. Sinn des Ganzen: Eigenleistung hervorheben». Ist dies rechtlich zugelassen?

Balz Bruppacher, Chefredaktor von Associated Press AP nimmt Stellung: «Quellangaben in Printmedien sind grundsätzlich sehr wichtig für unsere Arbeit. Im Falle 20Minuten wird oft gekürzt und umgeschrieben, worduch sich die Texte stark vom Agenturoriginal unterscheiden. Auch der Blick schreibt Agenturmaterial auf seine Bedürfnisse um. In diesen Fällen wird korrekterweise auf die Quellangabe verzichtet.»

Die beiden anderen Gratisblätter NEWS und Blick am Abend geben die Agentur-Quellen meist an. Beim Blick am Abend werden die hauseigenen Journalisten sogar mit E-Mail-Adressen genannt – der modernste Ansatz und Dialog öffnend.

Vergleich Schweiz – Europa
Die Schweizer Zeitungen (ebenso wie die Deutschen) verhalten sich in Sachen Quellangabe vorbildlich und leisten einen Beitrag zum Wettbewerb unter den Agenturen. Im Gegensatz zu Frankreich oder Italien: Laut Balz Bruppacher müssen dort Agenturen Sensationsnachrichten liefern, damit sie in der Zeitung erwähnt werden.

13.11.2009 | Tools

Zigerflitz: Wi dr Blitz i Zigerschlitz

Adieu GlarusEin Exil-Glarner programmiert ein handliches Tool für die Strecke Glarus-Zürich oder umgekehrt: zigerflitz.ch sucht mir die nächsten Züge des Glarner-Sprinters raus, natürlich optimiert fürs iPhone.

Der Glarner-Sprinter, seit Dezember 2004 in Betrieb, verbindet das Glarnerland mit Zürich. In einer Stunde erreichen Zugfahrende von Glarus Zürich oder umgekehrt. Die Zuglinie, unterstützt vom Kanton, erschliesst das Tal für Pendelnde, Touristen und HeimwehglarnerInnen (wozu ich mich offen bekenne). Unter der Woche bedient der Sprinter die beiden Bahnhöfe alle zwei Stunden, an den Wochenenden ist der Fahrplan auf Morgen- und Abendfahrten ausgerichtet.

Damit die lästige Fahrplansucherei ein Ende hat, steht nun Zigerflitz zu unseren Diensten. Mit Hilfe einer manuellen Startortwahl gebe ich den Ausgangsbahnhof ein und die nächsten Sprinter-Verbindungen werden mir angezeigt:

Bild 1

(Danke Memi für deinen Programmier-Einsatz und das schöne Foto).

Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch unbedingt das Glanerland schmackhaft machen. Lohnenswert für einen Wochenendausflug in die Berge: Kunsthaus Glarus, das verkehrsfreie Braunwald oder einen Spaziergang am malerischen Klöntalersee.

30.10.2009 | Dies & Das

Kutiman mixt exzellent neu zusammen

ThruYOU KutimanWenn eigenständige Musikvideos neu zusammengemischt werden, entsteht das Musik-Projekt ThruYOU. Und klingt, als ob sie zusammengehören.

Kutiman ist ein israelischer Musiker, Komponist und Produzent. Für sein Online-Musik-Video-Projekt ThruYOU sammelte er Musikvideos auf You Tube und mischte daraus sieben neue Lieder. Beim Anhören kann ich kaum glauben, dass sie nicht gemeinsam entstanden sind – genial wie er die einzelnen Sequenzen mischt. Am besten gefällt mir Lied Nummer 3 «I am New»: geniale Vielfalt der Musikrichtungen. Nicht nur die Töne, sondern auch die Bilder spielen exzellent zusammen.

Für mich ist das Projekt ein schönes Beispiel dafür, was mit Web 2.0 möglich ist.  Zudem gefällt mir die Internetseite, wobei Kutiman die Quellangabe You Tube ins Layout miteinbezieht. Digitaler Globalisierung sei Dank.

02.10.2009 | Kommunikation

Medienlandschaft Schweiz: «Blick am Abend» überflügelt «Blick»

zeitungsleserDie Gratiszeitungen haben weiterhin die Nase vorne. Im Print zeigt sich der bezahlte «Blick» ungeschlagen auf Platz 1.

Das Wemf für Werbemedienforschung veröffentlicht neue Zahlen und nennt die Gratiszeitung 20 Minuten als auflagenstärkste Tagesszeitung  in der Schweiz (Auflage 536′473, +1.3 %). Das Gratisblatt Blick am Abend (225′226, +6.9 %) überflügelte erstmals die bezahlte Morgenausgabe Blick, die eine Einbusse von 7.2 % einsteckte.

Klassische Tageszeitungen
Blick bleibt die meistverkaufte Zeitung (214′555)  in der Schweiz, gefolgt von Tages-Anzeiger (209′297, -2.1 %), Berner Zeitung (208′694, -1.9 %), Mittelland Zeitung (192′244, -5.1 %) und Neue Zürcher Zeitung (139′732, -2.3 %).

Sonntagszeitungen
Spitzenreiter Sonntagsblick schrumpfte um 5.6 % auf 247′449 Exemplare. Auch die Sonntagszeitung und Sonntag büssten ein. Einzig die NZZ am Sonntag legte um 1.7 % leicht zu. Mit sechs Sonntagszeitungen in der Deutschschweiz ist der Markt gesättigt.

Blätter von Coop und Migros
Während die Coop-Zeitung nochmals zulegte (+2.8 % auf 2′528′521) stagnierten die Zahlen vom Migros-Magazin. Die beiden Publikationen der Grossverteiler haben mit Abstand die grössten Auflagen in der Schweizer Presselandschaft.

Wie wird sich Qualitätsjournalismus weiterentwickeln und auf die Leserzahlen auswirken? Wieviele kreative Köpfe werden von sinkenden Zahlen betroffen sein? In den USA haben sich Gekündigte aus der Medienbranche zusammengetan und die Gemeinschaft Lemonade gegründet. Unter anderem ist das untenstehende Video entstanden: Meiner Ansicht nach eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema.

25.09.2009 | Kommunikation

Weist das Medienverhalten der Jungen die Zukunft?

fisch schwarm_kleinYoung & Rubicam Gruppe führte eine Studie zum Thema Medienverhalten durch. Aussichten: Bis 2020 wird das Medienangebot breiter und grösser. Zudem billiger und jederzeit mobil verfügbar.

Für die Studie «Media Use Index» wurden 1500 Personen zwischen 14 bis 69 in der Deutsch- und Westschweiz befragt. Hier die interessantesten Erkenntnisse daraus:

Top-Medium
Für die Schweizer Bevölkerung ist das Internet das wichtigste Medium geworden (55%), gefolgt von den Tageszeitungen (36%) und fast gleich auf mit dem TV (34%).

Informationskanal
Die Kanäle werden je nach Informations-Bedarf eingesetzt. 80% der Befragten suchen Produkteinformationen im Internet, das Tagesgeschehen wird von 23% der Befragten im Internet verfolgt. Und 22% suchen Sportinformationen. Wer Unterhaltung wünscht, benutzt nach wie vor den TV-Kanal (54%). Diese Zahl ist erstaunlich hoch, gemessen an den vielen Unterhaltunsmöglichkeiten, die das Internet bietet. Vielleicht handelt es sich auch um sehr viele Mediennutzende ab 50 Jahren, siehe nächsten Abschnitt.

Generationenkonflikt
Aussagekräftiger sind die Zahlen, wenn wir sie altersbezogen anschauen. Für die 14- bis 29-Jährigen ist Facebook das absolut wichtigste Medium (50%) gefolgt von 20 Minuten (42%).  Die 50-Jährigen Mediennutzenden setzen auf SF 1 (50%) und Lokalradio (36%).

Erstaunlich:
Die Gratiszeitungen als Junk Food der Medien: allgegenwärtig, aber schnell konsumiert und von geringer Substanz. Deshalb können wir am ehesten darauf verzichten (25%) gefolgt von Teletext (18%). Diese Aussage wirft Fragezeichen bei mir auf. Die Zeitungen werden von allen gelesen und werden von niemandem wirklich gebraucht?! Seltsame Entwicklung. Es macht Sinn, dass wir als Medienschaffende diese wichtige Aussage in unsere Arbeit miteinbeziehen.

Schauen sie sich die Studienresultate mit Grafiken an auf dem Presseportal von newsaktuell. (Dank an Kai Gerwig für den Themeninput).

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