Sabine BetschartSabine Betschart

Junior Beraterin.

Berufsmatura, Kaufmännische Lehre in einer Druckerei, Einkaufssachbearbeiterin in der Industrie, Flugbegleiterin, diverse temporäre Einsätze. Zweifache Mutter und schätzt den Blick aus unserem Büro auf die Glarner Alpen.

Beiträge von Sabine Betschart:

10.03.2010

Verweildauer in Sozialen Netzwerken steigt massiv

spinnennetz_soziale_netzwerkeDie monatliche Verweildauer in Sozialen Netzwerken ist sehr hoch.  Die Zahlen sind 2009 weiter angestiegen – Facebook ist die beliebteste soziale Plattform.

The Nielsen Company, führend in Markt- und Marketingforschung in den USA, veröffentlicht Zahlen zur Nutzung von Sozialen Netzwerken. Erfasst wurden dabei Daten zu Facebook, Myspace, LinkedIn, Classmates, Twitter, Blogs, Online Games und Instant Messaging in den USA, England, Australien, Brasilien, Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und der Schweiz.

Monatliche Verweildauer um 82 Prozent gestiegen
Nutzer verweilten 2008 durchschnittlich drei Stunden monatlich auf sozialen Netzwerken. Diese Zahl ist im Dezember 2009 massiv angestiegen auf mehr als fünf Stunden im Monat.

Facebook globale Nummer eins
Die längste Besuchszeit verzeichneten die Sozialen Plattformen und Blogs. Gefolgt von Online Games und Instant Messaging. Dabei liegt Facebook klar auf dem ersten Platz – 67 Prozent aller Nutzer von Sozialen Plattformen besuchten Facebook. Im Dezember 2009 zählte Facebook weltweit 206,9 Millionen Nutzer – das entspricht ungefährt der Einwohnerzahl Brasiliens.

Australier nutzen Soziale Netzwerke am häufigsten
Für die nachstehende Auflistung wurden Anzahl Nutzende und Verweildauer in den Ländern erfasst, bezogen auf Soziale Netzwerke und Blogs. Die USA weist die meisten Nutzende aus:  142 Millionen (fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung). Die Schweiz zählt am wenigsten Aktive: 2,5 Millionen. Am meisten Zeit damit verbringen die Australier, am wenigsten die Japaner. Mehr zu den Schweizer Facebook-Usern und Verweildauer im Beitrag Facebook User Schweiz vom 21.1.2010 .

Unique Visitors und Verweildauer Social Media

Seichte Unterhaltung oder Teilen von interessanten Inhalten?
Mich erstaunt die niedrige Zeitinvestition der Japaner – diese gelten als «immer mobil». Die durchschnittliche Verweildauer von fünfeinhalb Stunden im Monat erscheint mir hoch. Auf einen Tag ausgerechnet sind das elf Minuten Zeitinvestition in Soziale Netzwerke (inklusive Wochenende). Spannend wäre herauszufinden, was Nutzende suchen, entdecken und teilen. Werden die elf Minuten täglich investiert in Voyeurismus oder ins Weiterverbreiten und Teilen von intellektuellen Inhalten?

Vollständiger Artikel auf nielsenwire: Led by Facebook, Twitter, Global Time Spent on Social Media Sites up 82% Year over Year.

26.02.2010

Gedenkstätte online: britische Gefühlskiste

GoneTooSoon

Die Plattform GoneTooSoon ist eine Sammlung virtueller Gedenkstätten. Die Trauernden hinterlassen dort Gefühlsbotschaften – für jeden zugänglich und einsehbar.

Gedenkstätte auf Friedhöfen laden dazu ein, um mit Verstorbenen in Kontakt zu treten. In Grossbritannien kann man sich den Weg zum Friedhof ersparen: es wird virtuell am Bildschirm getrauert. Die Plattform GoneTooSoon unterhält Gedenkseiten für  Verstorbene. Die Eröffnung und Pflege ist jederzeit möglich und einfach. Es braucht keine Blumen, die mühselig angeschleppt und gepflegt werden wollen. Die Pflege beinhaltet Gedanken übermitteln, Ehrungen überbringen, Kerzen anzünden. Zudem kann ein Photoalbum erstellt werden. Für jeden ist einsehbar, was andere überbringen und wie andere trauern. Die Plattform kann auch für verstorbene Tiere genutzt werden.

Eine mir fremde Art sich einem Verstorbenen zuzuwenden und mit ihm in Kontakt zu sein. In meinen Augen kann am Bildschirm nicht die dafür nötige Atmosphäre entstehen. Ich brauche Stille in der Kirche, der Wind im Haar auf dem Friedhof. Es gibt Dinge, wofür der Computer nicht geeignet ist.

17.02.2010

Internetnutzung: US-Teenager lesen News online

breakthroughkid

Wie werden die Digital Natives die Medien beeinflussen und verändern? Eine Studie aus Amerika zeigt: 60 Prozent der 12- bis 17-Jährigen lesen News im Internet.

Das Pew Research Center in Washington betreibt Forschungsarbeit für Politik und Presse. Die soeben erschienenen Ergebnisse zu «Social Media & Mobile Internet Use Among Teens and Young Adults» sind spannend. Hier meinen persönlichen Auszug:

12- bis 29-Jährige: 93 Prozent sind online
Teens (12- bis 17-Jährige) bleiben die am stärksten vertretene Online-Altersgruppe. Die Kurve flacht 2009 ab, denn die Sättigung ist hoch: 93 Prozent aller Jugendlichen nutzen das Internet. Gleich oft online gehen heute in den USA Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren. Alle Altersgruppen über 18 Jahren erreichen mit 74 Prozent eine wesentlich tiefer Nutzung.

Internetnutzung 2000-2009

12 bis 17-Jährige: 62 Prozent lesen News im Netz
Mehr als die Hälfte aller Teens beschaffen sich Nachrichten Online. Warum sollten sie eine Zeitung oder ein Buch zur Hand nehmen? Diese Angewohnheit wird die Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts stark beeinflussen. Mobil und allzeit verfügbar bleibt wichtig: 55 Prozent aller 18- bis 29-Jährigen beschaffen sich mit dem Telefon den Zugang zum Internet.

Die Studie enthält darüber hinaus Angaben zur Blog-Aktivität (die zurückgeht), zur Nutzung von Sozialen Netzwerken (nimmt zu, bei ausgeglichener Altersverteilung) und zu Twitter (wo Jugendliche praktisch nicht aktiv sind).

Mehr zum Thema:
Weist das Medienverhalten der Jungen die Zukunft

10.02.2010

Leere E-Mail-Inbox: Traum oder Realität?

thumbnailZählt ihre E-Mail-Inbox 10, 100 oder 1000 E-Mails?  Mit welcher Systematik behalten Sie den nötigen Überblick und werden die E-Mails effizient bearbeitet?

So gehe ich vor: Die wichtigen (beispielsweise Anfragen, damit ein Lieferant weiterarbeiten kann) und die schnell zu bearbeitenden E-Mails erledige ich sofort. Die anderen wandern ab in einen Ordner Aktion oder Zum Lesen. Einmal täglich gehe ich diese beiden Ordner durch, damit nichts vegessen geht. Die grosse Gefahr dabei: ich freue mich über die leere Inbox und blende die anstehenden Arbeiten im Ordner Aktion aus. Manchmal fühle ich mich selbst betrogen – vergleichbar  mit einem geschlossenen Schrank, schön aufgeräumt. Und jedes Mal, wenn ich ihn öffne, fällt mir etwas in den Schoss. Mal grösser, mal kleiner.

Gina Trapani, amerikanische Autorin und Kolumnistin für FastCompany, hat folgende Tipps:

  • keine Anhäufung in der Inbox
  • unrelevante Mails löschen
  • Mails mit Arbeitsaufwand kleiner als zwei Minuten erledigen, andere in Ablage
  • drei Ordner für die Ablage: to do, wait und reference
  • tägliche Ablage in den drei Ordner
  • Mails älter als drei Tage in den Ordner backlog

Schauen Sie selbst Ihre Empfehlungen an. Super gemachtes Video:


Weitere Tipps für den effizienten Umgang mit E-Mail in unserem Anstoss-Newsletter vom März 2005.

01.02.2010

Concentrate: Aufmerksam im Arbeitsalltag

getconcentrating.comArbeiten Sie trotz Handy, Mail und Twitter konzentriert und fokussiert? Concentrate ist eine Software (für Mac), die Ablenkung fernhält. Fühlt sich an wie ein nützliches Geschenk.

Wir werden ständig unterbrochen und die Störfaktoren nehmen zu. Bis ich mich abends frage, mit was ich mich heute beschäftigt habe, ausser Chats beantworten, Mails und SMS lesen sowie twittern (trifft in meinem Fall glücklicherweise noch nicht zu). Wie schaffe ich es dennoch an einem Morgen konzentriert an einem Text zu schreiben? Getconcentrating hat für diesen Fall eine Software entwickelt – schnell und einfach installiert. Ideal auch für Studierende, die am Computer lernen und einzelne Internetseiten gebrauchen.

Individuell programmierbar
Mit dem Programm kann ich einfach «Aktivitäten» erstellen. Dabei lege ich fest, welche Programme, Dokumente und Webseiten ich brauche und welche ausgeblendet werden. Das individuelle Einrichten geht soweit, dass ich mir jede Stunde (sozusagen als Belohnung fürs konzentrierte Arbeiten) einen Sound einspielen lassen kann. Oder eine Stimme aktiviere, die mich alle 30 Minuten lobt und sensibilisiert. Zudem tickt im Hintergrund eine Uhr, womit ich meine Zeitinvestition überprüfe. Ich bin überzeugt, dass ich damit meine Produktivität steigern und überwachen kann.

Vor ziemlich genau einem Jahr beschäftigte mich dieses Thema bereits. Entstanden ist damals einen Beitrag zur Software Freedom.

Weitere Beiträge zum Thema:
Kontrolle übers Denken zurückgewinnen

Technische Geräte und Nutzer in Symbiose

19.01.2010

Webdesign: neue Erkenntnisse Leseverhalten

heatmapWerden Texte am Bildschirm gelesen oder ausgedruckt? Wie hat sich das Leseverhalten verändert und wie werden Webseiten wahrgenommen?

Am Bildschirm werden Texte gescannt. Trifft diese Aussage 2010 noch zu? Hat sich im Zeitalter von Blogs, Twitter und Facebook das Leseverhalten verändert? Diese Fragen stellte sich eResult und führte eine Studie mit 600 Personen durch. Fazit daraus: Formal gut gestaltete und klar strukturierte Texte werden von 83% am Bildschirm gelesen. Sechs von zehn Webnutzern lesen immer öfters am Bildschirm. Meine Gedanken: Den mobilen Geräten stehen keine Drucker zur Verfügung – dies ein Grund für die wachsende Lesebereitschaft am Bildschirm?

Weiterführende Antworten könnten nachstehende Erkenntisse einer Studie liefern. Von MediaAnalyzer «Wie werden Websites wahrgenommen»:

Bild vor Text-Effekt
Im Durchschnitt bestehen Webseiten aus 63% Text und 37% Grafik. Beide Inhalte erhalten ungefährt 50% aller Klicks. Bilder werden demzufolge mehr beachtet als Texte. Wobei nach ungefähr fünf Sekunden der Text verstärkt beachtet wird.

Geographische Analyse
Menschen beachten auf Webseiten besonders stark die linken und oberen Regionen. Informationen, die rechts oder unten stehen, werden übersehen. Nachstehend eine Darstellung des Zeitverlaufs/Klickhäufigkeit von den 150 Probanden. Der rote Punkt zeigt die Augenführung und Fixpunkte auf einer Webseite (blau):

Augenführung Webseite
Geschlechterunterschied

Frauen achten stärker auf die Navigation und Text, Männer stärker auf Fotos.

Demzufolge werden von Männern auf den iPhones vorallem Fotos angeschaut und von Frauen kurze Texte gelesen. Können Sie das bestätigen?

18.12.2009

Stille auf dem bernetblog

schnee stadelhofen

Dies ist der letzte Beitrag im 2009. Ein paar stille Nächte und Tage stehen an. Und wird Frau Holle Ihre Decken ausschütteln und uns für einmal weisse Weihnachten bescheren?

Heute lesen Sie den letzten Blogbeitrag in diesem Jahr – die Agenturtüren schliessen wir erst am 24. Dezember. Letztes Jahr um diese Zeit lag Zürich tief im Schnee. Das Bild unten zeigt den verschneiten Stadelhoferplatz, aufgenommen im Dezember 2008. Wie stehen die Prognosen für weisse Weihnachten 2009? MeteoSchweiz gibt Auskunft:

Am vierten Adventswochenende ist es weiterhin kalt und es fällt verbreitet noch etwas Schnee. Bereits am Montag entwickelt sich über dem nahen Atlantik ein Tiefdruckgebiet, das über dem Alpenraum für eine Südwestströmung und damit für eine Föhnlage sorgt. Diese hält wahrscheinlich bis zu den Weihnachtstagen an und führt zu allmählich milderen Temperaturen. Damit hat der Schnee in den tiefen Lagen keinen Bestand und es können leider keine weissen Weihnachten erwartet werden.

Statistisch gesehen nichts neues: Zwischen 1931 und 2008 lag an 43 Prozent der Weihnachtstage weniger als ein Zentimeter Schnee an der Messstation Zürich.

Wir wünschen Ihnen warme Herzen und ein frohes Weihnachtsfest und freuen uns, am 4. Januar frisch wieder da zu sein.

winterbild_stadelhoferplatz_dez08

24.11.2009

Kommunikationsregeln im Internet

dialog20Die Fachgruppe Social Media des Bundesverbands für Digitale Wirtschaft (BVDW) hat «Social Media Code of Ethics» veröffentlicht. Denn Web 2.0 hat die Spielregeln verändert: Alle können Inhalte veröffentlichen.

Laut dem BVDW soll der öffentliche Dialog zwischen Unternehmen und Internetnutzern sachlich, fair und achtungsvoll sein. Hier ihre sechs herausgegebenen Regeln:

  1. Respekt
. Wir respektieren unsere Nutzer und deren Meinungen und achten auf einen respektvollen Umgang der Akteure untereinander.
  2. Sachlichkeit. Wir begrüssen themenbezogene Inhalte und sachliche Kritik.
  3. Erreichbarkeit. Wir reagieren schnellstmöglich und angemessen auf direkte Fragen, Anregungen und Kritik.
  4. Glaubwürdigkeit
. Wir stehen mit unseren öffentlichen Aussagen und Meinungen nach bestem Wissen und Gewissen für Transparenz und Glaubwürdigkeit.
  5. Ehrlichkeit
. Wir gehen mit Fehlern offen um und verschleiern sie nicht.
  6. Recht. Wir respektieren die Rechte unserer Nutzer sowie die Rechte unbeteiligter Dritter, insbesondere Urheber- und Persönlichkeitsrechte und Datenschutz.

Ich kann die Regeln unterschreiben, nur was ist daran wirklich neu? Und gehören diese nicht zur Selbstverständlichkeit im Umgang mit anderen Menschen, Internetnutzern, Kunden. Ein bisschen schwammig empfinde ich die dritte Regel. Da fehlt mir eine Zeitangabe. Was wird unter schnellstmöglich verstanden? Wird eine Antwort innerhalb einer Stunde oder eines Tages erwartet?

Weitere Meinungen zum Thema auf Namics Weblog, PR-Blogger und mediaclinique.

18.11.2009

Quellangaben: Wie gehen Gratisblätter damit um?

QuelleAgenturen sind nützliche Lieferanten für die Medien. Werden diese auch als Quellen genannt und und ist es rechtlich zwingend?

Jüngst ist mir aufgefallen, dass die Autoren SDA oder AP bei 20Minuten-Artikeln nicht genannt werden. Marco Boselli, Chefredaktor 20Minuten reagierte auf meine Anfrage: «Meldungen, die nicht gekennzeichnet sind, stammen immer von SDA oder AP. Sinn des Ganzen: Eigenleistung hervorheben». Ist dies rechtlich zugelassen?

Balz Bruppacher, Chefredaktor von Associated Press AP nimmt Stellung: «Quellangaben in Printmedien sind grundsätzlich sehr wichtig für unsere Arbeit. Im Falle 20Minuten wird oft gekürzt und umgeschrieben, worduch sich die Texte stark vom Agenturoriginal unterscheiden. Auch der Blick schreibt Agenturmaterial auf seine Bedürfnisse um. In diesen Fällen wird korrekterweise auf die Quellangabe verzichtet.»

Die beiden anderen Gratisblätter NEWS und Blick am Abend geben die Agentur-Quellen meist an. Beim Blick am Abend werden die hauseigenen Journalisten sogar mit E-Mail-Adressen genannt – der modernste Ansatz und Dialog öffnend.

Vergleich Schweiz – Europa
Die Schweizer Zeitungen (ebenso wie die Deutschen) verhalten sich in Sachen Quellangabe vorbildlich und leisten einen Beitrag zum Wettbewerb unter den Agenturen. Im Gegensatz zu Frankreich oder Italien: Laut Balz Bruppacher müssen dort Agenturen Sensationsnachrichten liefern, damit sie in der Zeitung erwähnt werden.

13.11.2009

Zigerflitz: Wi dr Blitz i Zigerschlitz

Adieu GlarusEin Exil-Glarner programmiert ein handliches Tool für die Strecke Glarus-Zürich oder umgekehrt: zigerflitz.ch sucht mir die nächsten Züge des Glarner-Sprinters raus, natürlich optimiert fürs iPhone.

Der Glarner-Sprinter, seit Dezember 2004 in Betrieb, verbindet das Glarnerland mit Zürich. In einer Stunde erreichen Zugfahrende von Glarus Zürich oder umgekehrt. Die Zuglinie, unterstützt vom Kanton, erschliesst das Tal für Pendelnde, Touristen und HeimwehglarnerInnen (wozu ich mich offen bekenne). Unter der Woche bedient der Sprinter die beiden Bahnhöfe alle zwei Stunden, an den Wochenenden ist der Fahrplan auf Morgen- und Abendfahrten ausgerichtet.

Damit die lästige Fahrplansucherei ein Ende hat, steht nun Zigerflitz zu unseren Diensten. Mit Hilfe einer manuellen Startortwahl gebe ich den Ausgangsbahnhof ein und die nächsten Sprinter-Verbindungen werden mir angezeigt:

Bild 1

(Danke Memi für deinen Programmier-Einsatz und das schöne Foto).

Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch unbedingt das Glanerland schmackhaft machen. Lohnenswert für einen Wochenendausflug in die Berge: Kunsthaus Glarus, das verkehrsfreie Braunwald oder einen Spaziergang am malerischen Klöntalersee.

30.10.2009

Kutiman mixt exzellent neu zusammen

ThruYOU KutimanWenn eigenständige Musikvideos neu zusammengemischt werden, entsteht das Musik-Projekt ThruYOU. Und klingt, als ob sie zusammengehören.

Kutiman ist ein israelischer Musiker, Komponist und Produzent. Für sein Online-Musik-Video-Projekt ThruYOU sammelte er Musikvideos auf You Tube und mischte daraus sieben neue Lieder. Beim Anhören kann ich kaum glauben, dass sie nicht gemeinsam entstanden sind – genial wie er die einzelnen Sequenzen mischt. Am besten gefällt mir Lied Nummer 3 «I am New»: geniale Vielfalt der Musikrichtungen. Nicht nur die Töne, sondern auch die Bilder spielen exzellent zusammen.

Für mich ist das Projekt ein schönes Beispiel dafür, was mit Web 2.0 möglich ist.  Zudem gefällt mir die Internetseite, wobei Kutiman die Quellangabe You Tube ins Layout miteinbezieht. Digitaler Globalisierung sei Dank.

02.10.2009

Medienlandschaft Schweiz: «Blick am Abend» überflügelt «Blick»

zeitungsleserDie Gratiszeitungen haben weiterhin die Nase vorne. Im Print zeigt sich der bezahlte «Blick» ungeschlagen auf Platz 1.

Das Wemf für Werbemedienforschung veröffentlicht neue Zahlen und nennt die Gratiszeitung 20 Minuten als auflagenstärkste Tagesszeitung  in der Schweiz (Auflage 536′473, +1.3 %). Das Gratisblatt Blick am Abend (225′226, +6.9 %) überflügelte erstmals die bezahlte Morgenausgabe Blick, die eine Einbusse von 7.2 % einsteckte.

Klassische Tageszeitungen
Blick bleibt die meistverkaufte Zeitung (214′555)  in der Schweiz, gefolgt von Tages-Anzeiger (209′297, -2.1 %), Berner Zeitung (208′694, -1.9 %), Mittelland Zeitung (192′244, -5.1 %) und Neue Zürcher Zeitung (139′732, -2.3 %).

Sonntagszeitungen
Spitzenreiter Sonntagsblick schrumpfte um 5.6 % auf 247′449 Exemplare. Auch die Sonntagszeitung und Sonntag büssten ein. Einzig die NZZ am Sonntag legte um 1.7 % leicht zu. Mit sechs Sonntagszeitungen in der Deutschschweiz ist der Markt gesättigt.

Blätter von Coop und Migros
Während die Coop-Zeitung nochmals zulegte (+2.8 % auf 2′528′521) stagnierten die Zahlen vom Migros-Magazin. Die beiden Publikationen der Grossverteiler haben mit Abstand die grössten Auflagen in der Schweizer Presselandschaft.

Wie wird sich Qualitätsjournalismus weiterentwickeln und auf die Leserzahlen auswirken? Wieviele kreative Köpfe werden von sinkenden Zahlen betroffen sein? In den USA haben sich Gekündigte aus der Medienbranche zusammengetan und die Gemeinschaft Lemonade gegründet. Unter anderem ist das untenstehende Video entstanden: Meiner Ansicht nach eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema.

25.09.2009

Weist das Medienverhalten der Jungen die Zukunft?

fisch schwarm_kleinYoung & Rubicam Gruppe führte eine Studie zum Thema Medienverhalten durch. Aussichten: Bis 2020 wird das Medienangebot breiter und grösser. Zudem billiger und jederzeit mobil verfügbar.

Für die Studie «Media Use Index» wurden 1500 Personen zwischen 14 bis 69 in der Deutsch- und Westschweiz befragt. Hier die interessantesten Erkenntnisse daraus:

Top-Medium
Für die Schweizer Bevölkerung ist das Internet das wichtigste Medium geworden (55%), gefolgt von den Tageszeitungen (36%) und fast gleich auf mit dem TV (34%).

Informationskanal
Die Kanäle werden je nach Informations-Bedarf eingesetzt. 80% der Befragten suchen Produkteinformationen im Internet, das Tagesgeschehen wird von 23% der Befragten im Internet verfolgt. Und 22% suchen Sportinformationen. Wer Unterhaltung wünscht, benutzt nach wie vor den TV-Kanal (54%). Diese Zahl ist erstaunlich hoch, gemessen an den vielen Unterhaltunsmöglichkeiten, die das Internet bietet. Vielleicht handelt es sich auch um sehr viele Mediennutzende ab 50 Jahren, siehe nächsten Abschnitt.

Generationenkonflikt
Aussagekräftiger sind die Zahlen, wenn wir sie altersbezogen anschauen. Für die 14- bis 29-Jährigen ist Facebook das absolut wichtigste Medium (50%) gefolgt von 20 Minuten (42%).  Die 50-Jährigen Mediennutzenden setzen auf SF 1 (50%) und Lokalradio (36%).

Erstaunlich:
Die Gratiszeitungen als Junk Food der Medien: allgegenwärtig, aber schnell konsumiert und von geringer Substanz. Deshalb können wir am ehesten darauf verzichten (25%) gefolgt von Teletext (18%). Diese Aussage wirft Fragezeichen bei mir auf. Die Zeitungen werden von allen gelesen und werden von niemandem wirklich gebraucht?! Seltsame Entwicklung. Es macht Sinn, dass wir als Medienschaffende diese wichtige Aussage in unsere Arbeit miteinbeziehen.

Schauen sie sich die Studienresultate mit Grafiken an auf dem Presseportal von newsaktuell. (Dank an Kai Gerwig für den Themeninput).

21.08.2009

Bloggerin im Profil: Michèle Binswanger vom Mamablog

michele_binswanger/mamablogSie ist eine von zwei Autorinnen des Mamablogs und schreibt über Kinder, Knatsch und Prosecco. Was sich amüsant liest.

Michèle Binswanger bloggt auf Mamablog seit März 2009. Ihre humorvolle Schreibe spricht nicht nur Mamas an, sondern auch ganz viele Papas und kinderlose Menschen – zahlreiche Kommentaren ergänzen ihre Beiträge. Hier Michèle Binswangers Antworten auf unsere drei Fragen :

Warum bloggst du? Als professionelle Schreiberin spielte ich schon länger mit dem Gedanken, ein eigenes Blog zu schreiben. Als berufstätige Mutter kam ich allerdings nicht wirklich dazu, mich darum zu kümmern. Deshalb war es für mich ein Glücksfall, als Tagesanzeiger.ch mich fragte, ob ich nicht zusammen mit Nicole Althaus den Mamablog schreiben will. Jetzt kann ich professionell bloggen und mein Mutterdasein als Stoff verwenden.

Privat hätte ich wohl keinen Mamablog geschrieben, weil ich meine Familie immer als Privatsache betrachtete und es mich nie interessiert hatte, Artikel über so genannte Mütterthemen zu schreiben. Erst als ich mit bloggen anfing, ging mir auf, dass im Umfeld Familie, Kinder, Beziehung beinahe alle gesellschaftsrelevanten Themen stecken. Und dass man die auch auf einer Ebene abhandeln kann, die nicht nur Mütter anspicht.

Was ist deine wichtigste Blog-Erfahrung?

Zunächst sicher die formale Freiheit, einfach ausprobieren zu können und das direkte Feedback der Leser zu haben. Beim Bloggen kommt man mit einem breiten Publikum in Kontakt. Die Leser im Mamablog sind erstaunlich engagiert, differenziert und äussern sich teilweise sehr persönlich. Das gibt mir als Bloggerin eine neue Sicht auf gewisse Phänomene. Es relativiert die eigene Weltsicht, da man ja dazu neigt, sich selbst und den engeren Freundeskreis für die Allgemeinheit zu halten. Das Bloggen hat mich gelehrt, dass die Meinungen so vielfältig sind, wie die Menschen selbst und dass ich besser daran denke, wenn ich schreibe. Denn eine weitere Erfahrung ist, dass man sehr vorsichtig und gewählt formulieren muss, wenn man richtig verstanden werden möchte, da viele Leute Dinge in meinen Beiträgen lesen, die ich nicht so geschrieben und gemeint habe.

Welches ist dein grösster Blog-Wunsch?
Dass wir auf dem Mamablog noch mehr LeserInnen gewinnen, und zwar solche, wie wir sie schon haben: interessierte, kreative, engagierte Menschen.

Mein Fazit: Das Mamablog zeigt, dass Kinder-Haben viel mehr beinhaltet als «welche Windeln sind die saugfähigsten?» und «wie wärmst du den Brei auf?». Spätestens dann, wenn die Kinder aus dem Brei- und Windelalter heraus sind. Gesellschaftsthemen werden kritisch aufgenommen – mit einer Prise Humor und anregenden Gedanken angereichert. Und Michèle Binswanger überzeugt immer wieder mit ihrer treffenden Wort- und Bildwahl.

12.08.2009

textin – Magazin für Lese- und Schreib-Begeisterte

textin_titelbild

Das 28-seitige Magazin der Schreibszene Schweiz widmet sich dem Thema Schreiben und Lesen. Frisch in der Gestaltung und leicht zu lesen.

Ich halte die Ausgabe 001 des textin in den Händen: Ein Magazin, das sich ganz dem Schreiben verschreibt. Beim ersten Durchblättern kommt es spritzig und kunstvoll daher, vom Diogenes-Verlag gesponsort. Beim Reinlesen fällt mir auf:

  • Wenig Inhalt, viel Meinungsäusserung: Einen interessanten Fachartikel von Christa Löpfe-Feldmann, leider der einzige in dieser Art, dafür viele Interviews mit Schreib-Profis. Ich wünschte mir mehr Hintergrundartikel oder  Interviews mit Fachliteratur-Autoren oder -Autorinnen.
  • Anregende Leseproben: Der Text von Lulu Frei hat mir gut gefallen. Aber ist es wirklich eine Leseprobe? Meiner Ansicht nach eher eine Kolumne, da davon (noch) kein Buch erhältich ist. Warum nicht alle Leseproben hintereinander, der Ordnung halber?
  • Buchrezensionen: Titel verschiedenster Verlage, rezensiert von Schreibszene-Schreibprofis: Gattungen aller Art (Roman, Reportagen und Berichte, Sachbuch). Warum nicht noch ein Fachbuch zum Thema Schreiben?
  • Bücher-Neuerscheinungen: auf zwei Seiten, eine gute Mischung von Verlagen und Autoren.

Bereichernd ist für mich die nicht-Zürich-Ausrichtung: Interviewte kommen aus Graubünden oder dem Emmental. Die Grafik stammt aus Bern und ist ausgezeichnet. Noch ist mir unklar wer textin abonnieren wird und mit welchem Nutzen.

29.07.2009

Erzählen bedeutet «Verstehen herstellen»

Buecherstapel ErzählungenEtwas erzählen heisst etwas verständlich machen und eigene Erfahrungen ausdrücken. Was macht eine Erzählung spannend und unterhaltsam? Wo setzen Sie Schwerpunkte beim Erzählen?

Mithilfe von Sprache machen wir Erfahrungen sichtbar und erzählen bedeutet «Verstehen herstellen». Je reicher der Wortschatz, desto stärker formt die Sprache unser Denken und Fühlen – literarische Texte beschreiben das reichhaltige Gefühlsleben. Peter Bieri, Philosoph und Autor von «Nachtzug nach Lissabon» (unter Pseudonym Pascal Mercier). Hier seine Kriterien (nach Wichtigkeit), damit eine Erzählung gelingt:

  • Genauigkeit und Echtheit: Bis in alle Details recherchieren, damit die Erzählung «echt» ist. Der Lesende empfindet dann eine Wucht, die ihn in die Erzählung hineinzieht.
  • Spannung: Neues oder etwas Bekanntes neu wiedergeben. Hauptziel: Lesende sollen sich in den beschriebenen Erfahrungen wiedererkennen.
  • Handlung: Meist wird diese Komponente der Geschichte überschätzt. Sie ist lediglich Instrument, Erfahrung zur Sprache zu bringen.

Gute Erzählungen seien oft intelligenter als ihr Autor, meint Bieri. Weil Bezüge von Lesenden neu erfunden werden können, und die unbewusste Fantasie des Lesenden den Text komplementiert. Fazit: «Literatur ist Bildungserlebnis und verändert den Lesenden». Auszug aus Peter Bieris Focus-Gespräch mit Schweizer Radio DRS.

Ich meine: Es ist ein Glücksfall, wenn sich die Lesenden öffnen. Und dann horchen, welches Echo der Text bewirkt.

Hier fünf Erzählungen (vielleicht als Sommerlektüre) – zwei empfohlen von Peter Bieri (*) und die anderen von mir (Amazon verlinkt):

10.07.2009

Technische Geräte und Nutzer in Symbiose

fischspringtauswasserEin Tag ohne Handy ist unvorstellbar – es gehört so selbstverständlich in die Handtasche wie der Geldbeutel. Inputs, Anfragen, Links und emotionaler Balast kommen rein. Und eigentlich wurde es nur erfunden um zu telefonieren.

Während meines Kurzaufenthalts in Paris war ich total abgeschnitten vom Alltag – mitunter weil mein Handy streikte (PIN-Code vergessen, aber das ist eine andere Geschichte). Das Gefühl, ohne Handy nur ein halber Mensch zu sein, verbreitet sich immer mehr.

Psychologen stellen fest, dass wir handylos bereits Entzugserscheinungen aufweisen, sagt Markus Kaeser. Der 61-jährige Physiker und Philosoph nimmt Stellung zum Thema: Focus-Gespräch (Podcast 57″) auf Radio DRS. Er plädiert  für Ruhezonen und Muse-Nischen im Alltag. «Das Gerät abstellen allein ist keine Lösung – die Technik umgibt uns dauernd. Wir brauchen ganz bewusste Auszeiten, in denen alle Sinne involviert werden. Denn bei der Entdeckung von uns selbst erleben wir eine Befreiung» sagt er. Er zitiert Emanuel Kant: Was können wir aus uns machen? Und regt uns an zu hinterfragen, ob beispielsweise diese Mitteilung in diesem Moment von Bedeutung ist.

Im Gespräch kommt auch die Suchtgefahr zur Sprache. Wie oft schauen wir täglich auf das mobile Gerät? Sehr sehr oft – obwohl weder Antwort noch Anruf erwartet wird. Mein persönlicher Vorsatz: gelassener werden im Umgang und fixe Abmachungen im voraus treffen (wann und wo). Ich kaufe mir einen Wecker, der nur den Zweck erfüllt, mich am Morgen wach zu kriegen (und dies mit einmal läuten).  Was tun Sie? Sind sie zufrieden mit Ihrem Umgang mit Technik?

Zum Thema:
Blogbeitrag Marcel Bernet: Ich unterbreche, also bin ich

23.06.2009

Die Schule von heute lehrt Medienkompetenz

world_friends_kleinUnsere Kinder wachsen auf mit digitalen Technologien. Darauf reagiert das Schul- und Sportdepartement Zürich und gibt zum Thema Medienkompetenz einen Leitfaden für Lehrpersonen heraus.

Über die Hälfte der 6- bis 7-Jährigen nutzt den Computer in der Freizeit, bei den 12- bis 13-Jährigen sind es 96%. In vier von zehn Kinderzimmern steht ein Fernsehgerät. Bereits ein grosser Teil der Primarschüler und -schülerinnen besitzt ein eigenes Handy. Studien zeigen: Im Leben von Kindern spielen Medien eine bedeutsame Rolle. Die Schule reagiert darauf und baut das Fach «Medienerziehung» im Lehrplan ein. Das Dossier Medienkompetenz vermittelt Lehrpersonen, in sehr übersichtlicher Form, wie Medien aktiv im Unterricht eingesetzt werden. Beispielsweise dient ein Blog als Tagebuch eines Tanzprojekts. Oder eine Klasse erstellt eine Website über ein Leseprojekt und bietet dort Podcasts an. Ziel ist die Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern der Volksschule und das Aufzeigen von Chancen und Gefahren.

«Computer in der Schule ist heute kein Thema mehr einzelner Spezialisten und Freaks, sondern ein Thema das alle Fächer und die Schule als Ganzes herausfordert» sagt Michael Kerres, Professor für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der Universität Duisburg-Essen in Deutschland. Seiner Meinung nach dürften die Schulen bald mit folgenden «einfachen» Fragen konfrontiert werden (Auszug seiner Stellungnahme in der Juni-Ausgabe von ph|akzente):

  • Dürfen Schüler Laptops in die Schule bringen?
  • Wo gibt es Strom?
  • Wollen wir Internet-Filter?

Als leitende Person von Kindern und Jugendlichen werden wir uns weiterhin mit den digitalen Entwicklungen auseinandersetzen müssen – gezwungenermassen.

19.06.2009

Australische Werbung mit Berührungseffekt

verwahrlost1

Werbung wird jeden Tag neu erfunden – wirklich Neues und Erfrischendes kommt dabei selten heraus. Gelungen ist die Kampagne für die Childhood Stiftung.

Die Werbebudgets steigen ins unermessliche und trotzdem gehen Ideen, die übertreffen, langsam aus. Wie wird die Aufmerksamkeit des potentiellen Käufers oder Interessenten auf die «zentrale» Botschaft gelenkt? Auf den Punkt gebracht haben es die kreativen Köpfe von
I Believe in Advertising in Australien (leider habe ich keine offizielle Website gefunden). In Sydney lancierten sie eine Kampagne mit Schaufensterpuppen, die verblüffend echt aussehen und Passanten schockieren oder berühren. Die Botschaft dahinter: Auf Verwahrlosung von Kindern aufmerksam machen, hinsehen und handeln. Sehen sie selbst auf dem Blog, als Video oder Bild.

29.05.2009

Mobil ersetzt Papier

zeitungsleserMobilgeräte stellen neue Anforderungen an die Schreibenden. Wird in Zukunft Gedrucktes vollständig durch Geräte ersetzt?

Ich blättere im Newsletter Flash des Verbandes Schweizer Presse und stolpere über ein anregendes Bild. Aktueller wäre das Bild, wenn einige Personen mit einem iPod «ausgerüstet» am Tisch sitzen würden.  Warum lesen wir an mobilen Online-Ausgabegeräten? Das Tempo ist schuld: Papier-Leser/-innen stehen gegenüber Online-Lesern mindestens einen Tag im Informationsrückstand.

Die Zeit kündigt im Artikel «Es war einmal» das Ende des gedruckten Buches an. Die Bücher werden in Zukunft auf allen möglichen Geräten lesbar sein, inklusive Bild und Ton. «Es wird Bestseller geben, die nie als Druckerzeugnis erscheinen» schreibt Jürgen Neffe. Ich bin überzeugt, dass das elektronische Lesen auch neue Formen des Schreibens nach sich zieht. Die Texte werden kürzer, mit anderen Webinhalten verlinkt und – interaktiv. Leserinnen und Leser bestimmen beispielsweise über den Fortgang der Geschichte.

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