InstaStories: Was ist dran am Hype?

Handy zücken, filmen, Filter drüber – fertig ist die InstaStory. Das soziale Netzwerk Instagram trifft mit der (von Snapchat abgekupferten) Story-Funktion den Nerv der Social-Media-Zeit. Bereits nutzen sie über 250 Millionen User – damit wurde «Erfinder» Snapchat binnen weniger Monate überflügelt. Woher kommt der Erfolg? Und wie profitiert man davon als Unternehmen?

Sei es auf einer Party oder beim Wandern: Wer heute etwas erlebt, der will das auch mit der Welt teilen. Die kurzen Videos und Geschichten, die «quick-and-dirty» hochgeladen werden und nach 24 Stunden von selber wieder verschwinden, sind geradezu ideal dafür. Genau das, was Snapchat so erfolgreich gemacht hat, kopieren nun auch andere. Allen voran sehr erfolgreich Facebook-Tochter Instagram. Die deutsche Ausgabe des WIRED-Magazins titelte sogar: Droht Snapchat das aus? Der Hauptgrund für die schwindenden Nutzerzahlen ist schnell gefunden: Die Konkurrenz schläft nicht.

Kopieren geht über Studieren

Nicht nur Instagram ist auf den Story-Hype angesprungen. Auch WhatsApp und Facebook sind kurz darauf (überhastet?) mit einer Story-Funktion auf den Plan getreten. Die sogenannte WhatsApp-Status-Funktion hat ähnliche Nutzerzahlen wie ihre Schwester bei Instagram vorzuweisen – bei 1,2 Milliarden WhatsApp-Nutzern pro Tag erstaunen diese Zahlen allerdings wenig. Das grösste Soziale Netzwerk Facebook hat bisher noch keine Zahlen zu ihrer im März gelaunchten Story-Funktion publiziert. Vielleicht, um schlechte Nachrichten zu vermeiden? Im Netz häufen sich jedenfalls bereits die Kommentare, dass das neuste Facebook-Feature ein totaler Flop sein könnte.

Was macht Instagram-Storys so erfolgreich?

Das Forbes-Magazin hat mögliche Gründe für den Erfolg von Instagram (und den schleichenden Untergang von Snapchat) zusammengefasst:

  • Personen sind besser auffindbar: Dank einfacher, organischer Suche bietet die Story-Funktion eine zusätzliche Möglichkeit, Gleichgesinnte, Meinungsführer und Influencer zu finden.
  • Bessere Verlinkung: Instagram ermöglicht es (im Gegensatz zu Snapchat) Personen, Links und Orte in den Stories zu verlinken. Dank Hashtags können Stories zu einem Thema leichter gefunden werden.
  • Grosse Zielgruppe: Die meisten Nutzer haben auf Instagram eine viel grössere Zielgruppe als auf anderen Sozialen Netzwerken. In Kombination mit der hohen täglichen Nutzeraktivität ist Instagram der attraktivste Ort für Kurzgeschichten.
  • Bessere Bild- und Videoqualität: Auf Instagram lassen sich auch vorgefertigte Videos hochladen. Inhalt kann dadurch besser kuratiert werden. Zudem gibt es beispielsweise eine Kamerafunktion, bei der während dem Filmen kein Knopf gedrückt werden muss. Auch betreffend Filter-Qualität bleibt Instagram führend.
  • Messbarkeit: Instagram liefert – im Gegensatz zu Snapchat – alle möglichen Daten über ihre Nutzer (und Influencer): Follower, Link-Klicks, Impressions, Reichweite, Engagements, Demografie etc.

Wie kann ich Stories für mein Unternehmen nutzen?

Bei einem solch durchschlagenden Erfolg stellt sich natürlich die Frage, wie man auch als Unternehmen davon profitieren kann.

Drei Tipps für Unternehmen beim Nutzen von Stories:

  • «No bullshit»: Stories zeigen Alltagssituationen und leben von Authentizität und Beiläufigkeit. Trotz der Möglichkeit, vorgefertigte Videos zu posten, sind Werbefilme fehl am Platz.
  • Sei am Puls der Zeit: Die Stories verschwinden nach 24 Stunden wieder. Um so wichtiger ist es, zeitnah – am besten Live – von einem Ereignis zu berichten.
  • Nutze das Netzwerk: Instagram lebt wie kaum ein anderes Netzwerk von Usern, die auf Erkundungstour sind. Via Hashtags und Location-Tags wird eine Story gefunden und in Feeds angezeigt.

Fazit: Obwohl Instagram nicht ein Netzwerk für jedes Unternehmen ist, lässt sich der anhaltende Erfolg nicht von der Hand weisen. Unternehmen, die bereits auf Instagram unterwegs sind, sollten unbedingt den Schritt hin zu den Stories wagen. Alle anderen sollten sich mit dem Netzwerk vertraut machen – bewegte Bilder sagen mehr als Worte.

Weiterführende Informationen im bernetblog:

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