US-Studie: PR wird bis 2022 an Bedeutung gewinnen

Die US-Studie «The Evolution of Public Relations» prophezeit der Öffentlichkeitsarbeit eine positive Zukunft. Die Digitalisierung führt Marketing und PR immer mehr zusammen. Der Druck auf messbare Resultate nimmt zu. 

PR wird in den nächsten fünf Jahren an Bedeutung gewinnen. Dies zeigt die Studie der Association of National Advertisers (ANA) und des USC Center for Public Relations an der Annenberg Schule für Kommunikation und Journalismus.

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Mauern zwischen Marketing und PR brechen ein. Bereits heute spielt PR im Marketing eine wichtige Rolle. Die zwei Disziplinen werden in den nächsten fünf Jahren noch mehr zusammenwachsen.
  • Die wichtigsten Trends sind: Social Listening, Digitales Storytelling und Echtzeit-Marketing. Sie sind miteinander verbunden: «ich habe gehört» (Social listening), «ich muss eine Geschichte darüber schreiben» (digitales Storytelling) und «Ich muss sie schnell schreiben» (Echtzeit-Marketing).
  • Die digitale Transformation wird die Qualität der PR verbessern. Grund: Weil eine unmittelbare Kommunikation gegen aussen und gleichzeitige Rückmeldungen gegen innen möglich sind.
  • In den nächsten Jahren erwarten 62 Prozent der Befragten einen Ausbau an internen PR-Ressourcen. 75 Prozent erwarten einen Anstieg bei den PR-Ausgaben. Dazu zählen Ausgaben für: Agenturdienstleistungen, Produkte-PR, interne und externe Kommunikationsmassnahmen, etc.
  • Nur Resultate zählen! Die PR muss darlegen, wie ihre Programme einen messbaren Beitrag zu den Unternehmensergebnissen erzielen. Um dies zu erreichen, braucht es klare Zielsetzungen.

Fazit
Die Digitalisierung drängt es auf und die Prozesse sind in vielen Unternehmen bereits im Gang: Es kann sich niemand mehr leisten, Synergien nicht zu nutzen und in Silos zu denken. Dass klassische PR-Mittel, wie die Medienmitteilung, in fünf Jahren nicht mehr eingesetzt werden, bezweifle ich. Obwohl sie in der Studie ausser Acht gelassen wurde.

Zur Studie
Die Association of National Advertisers (ANA) hat Ende Januar/Anfangs Februar 2017 100 Marketing Führungs- und Fachleute befragt. Die Studienresultate flossen auch in den Global Communications Report (GCR17).

Bild: «Together» von Pablo Fernandez bei Flickr unter «Creative Commons»

Weiterführend
bernetblog: Ist digitales Storytelling in Web-Währung messbar?
bernetblog-Beitrag: Kommunikation messen – aber ohne ROI

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