Was soll ich lesen? Wie man im Content-Strom die Linkperlen findet

Wieviele Newsletter haben Sie abonniert? Wieviele Posts, Tweets und Links fliessen täglich im Infostrom vorbei? Das Filtern und Auswählen wird zur Kernkompetenz. Beim Kuratieren, Sammeln, Bookmarken und Weitergeben: Was mute ich mir und anderen zu? 

Ein knackiger Titel springt ins Auge, ein «Eyecatcher» verleitet zum Klick. Ist es der Link auch wert, gespeichert und geteilt zu werden? Unsere Handvoll Ansprüche an guten Inhalt.

  • Quelle: Ist die Autorenschaft glaubwürdig, kompetent? Arbeitet und recherchiert sie sorgfältig? Greife ich auf eine Vielfalt von Quellen zurück oder fische ich immer im gleichen Teich?
  • Gehalt: Hat der Beitrag eine gewisse Tiefe, Originalität? Beleuchtet er das Thema aus einer anderen, ungewohnten Perspektive? Zeigt der Autor Haltung – vielleicht gar eine kontroverse? Hilft er mir, einen Schritt aus meiner Blase heraus zu treten?
  • Überraschung: Von wegen Kontroverse – sie ist im Kampf gegen den Einheitsbrei eine starke Waffe. Aber auch andere Qualitäten überraschen das Publikum: eine ungewöhnliche Textform, ein/e Protagonist/in aus einem unbekannten Umfeld. Kreativität ist gefragt.
  • Qualität: Textqualität wird unterschätzt. Ebenso bringen sinnvolle Länge, Textdesign und multimediale Aufbereitung dem Beitrag mehr Gehalt. Die beste Aussage verpufft in einem formalen und textlichen Durcheinander.
  • Inspiration: Was hängen bleibt, sind konkrete Handlungsempfehlungen, Denkanstösse und möglichst konkrete Inputs, die an die Erlebniswelten des Publikums anknüpfen. Würde ich diesen Beitrag auch noch nächste Woche lesen wollen?

Gemeint sind diese Ansprüche als Hürden. Damit sich die Qualität des eigenen Lesestoffs verbessert – und jener einer ganzen Community. Jeder Absender trägt eine Mitverantwortung für die verbrauchte Lesezeit seines Publikums.

Weiterführend: 
bernetblog: Themensuche in fünf Schritten

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