Twitter im Profil: NZZ Storytelling

Seit September 2015 führt David Bauer als Leiter das neue NZZ-Storytelling-Team. Via @nzzstorytelling nutzt es Twitter für mehr Reichweite und als Feedbackkanal. Wir fragen in der Rubrik «Twitter im Profil», wie das Team twittert und ob es sich lohnt. 

Das Storytelling-Team will Geschichten erzählen, die auch den digitalen Ansprüchen gerecht werden. Das Team aus Infografik-Experten, Datenjournalisten, Interactive Designern und Frontend-Entwicklern entwickelt neue Erzählformen, die in Zusammenarbeit mit den Redaktorinnen und Redaktoren in allen Ressorts zum Einsatz kommen.

Zum Beispiel, wie man die neue 50-Franken-Banknote prüft. Heute bei Veröffentlichung des Blogbeitrags ist Sächsilüüte und @nzzstorytelling zeigt eine unterhaltsame Böög-Brenndauer-Animation.

Mit dem Twitteraccount @nzzstorytelling verbreitet das NZZ-Storytelling-Team seine Geschichten. Der Account hat seit September 2015 rund 4’550 Follower überzeugt und über 3’500 Tweets publiziert. David Bauer, Leiter Storytelling bei der NZZ, antwortet auf unsere Fragen zu @nzzstorytelling.

Wieso verwendet die NZZ mit NZZ Storytelling Twitter?
Wir möchten erreichbar sein für alle, die unsere Arbeit mitverfolgen. Dafür ist Twitter ein guter Kanal. Natürlich nutzen wir den Account auch, um auf neue Arbeiten von uns hinzuweisen, wir versuchen aber mindestens genauso oft Arbeiten von anderen zu teilen, die uns gefallen und inspirieren.

Welches inhaltliche Konzept besteht für den Auftritt?
Es gibt kein eigentliches Konzept. Wir twittern, wovon wir denken, dass es unsere Follower interessieren könnte. Einziges Spurenelement von Konzept (was eigentlich selbstverständlich sein sollte): Wir twittern nicht nur eigene Sachen.

Wie gross ist der Zeitaufwand und wer twittert?
Sehr gering. Das Twittern geschieht nebenher. Einzig zur Lancierung von grösseren Projekten überlegen wir uns im Voraus, wie sie auf Twitter präsent sein sollen. Es twittern @davidbauer und @koa_87 (aktuell vertreten durch @marvinmilatz).

Lohnt es sich?
Ja. Gemessen am geringen Zeitaufwand sowieso. Twitter ist ja nicht gerade ein tragender Pfeiler unserer Strategie bei NZZ Storytelling. Aber als Feedbackkanal immer sehr wertvoll.

Wichtigste Erfahrung mit der Twitter-Präsenz?
Erwarte niemals, dass die Leute deine Links anklicken. Ein guter Tweet erzählt in sich bereits eine Geschichte. Der Link ist dann der Zoom, mit dem man näher ran kommt oder das grössere Ganze sieht.

Mein Eindruck: Interesse für Neues, informativ und ab und zu staunen
David Bauer sagte beim Start von NZZ Storytelling: «Journalismus bedeutet für mich in erster Linie, komplexe Themen so zu erklären, dass die Leute sie verstehen und sich gerne informieren.» Ich finde, das gelingt mit NZZ Storytelling gut. Insbesondere bei den Artikeln, bei denen die Infografik keine Zugabe, sondern die Aussage ist.

Meine Timeline bereichert @nzzstorytelling mit Hinweisen auf Artikel, deren Hauptaussage ich schnell erfassen kann. Zudem werde ich auf Artikel aufmerksam, deren Themen mich nicht zwingend interessieren, ich aber aufgrund der Aufbereitung lese. Das Layout dürfte öfter mutiger und farbiger sein. Aufgefallen ist mir im Twitterfeed die Serie «In den Strassen von Zürich». Sie geht den Namen aller 2505 Strassen von Zürich nach, etwas zum Staunen.

Weiterführende Links
- NZZ Storytelling auf Twitter @nzzstorytelling
- alle «Twitter im Profil»-Beiträge
- Bernet-Twitter-Leitfaden als Gratis-Download

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