GDI-Trendtag 2016: Das Wichtigste im Überblick 2/2

Wer sind wir? Wie gehen wir mit unserer digitalen Identität um? Was wissen Unternehmen, Organisationen über uns? Und wie wird künftig das Nebeneinander von Analog und Digital unser Leben prägen?

Einige Ausblicke, Ahnungen, Erkenntnisse und Inspirationen zu diesen Fragen bot der GDI-Trendtag 2016. Teil 1 unseres Berichts brachte Aussagen rund um neue Werte der Gesellschaft im «postdigitalen Zeitalter» (Werte-Index Trendbüro) und um Begegnung im virtuellen und realen Raum.

Teil 2 bringt Aspekte rund um die Identität – in vier spannenden Referaten. Mit vertiefenden Texten, Links, Tipps:

Bettina Höchli (CH), Trendforscherin GDI, «Kontext-Kollaps: Warum wir unsere Identitäten neu managen müssen»
Identitäts-Management wird zur Lebensaufgabe. Wir alle führen verschiedenen soziale Rollen und Identitäten. Diese sind im digitalen Raum beobachtbar und messbar. Unsere Spuren führen zu Kundenprofilen, Verhaltenseinschätzungen und einem digitalen Image. Wie gehen wir damit um?
Auszüge aus der We-Dentitiy-Studie des GDI 

James Bridle (UK), Künstler und Autor, «Netz-Identität: Neue Bürger im postdigitalen Zeitalter»
Wie wichtig bleibt in Zukunft die Staatsbürgerschaft? Wenn Grenzen im digitalen Raum verwischen: Werden wir immer mehr zu «digitalen» oder «algorithmischen» Bürgern?
www.citizen-ex.com bringt mehr darüber und eine Extension (Chrome, Safari, Firefox) zum Selbsttest

Norbert Bolz (DE), Professor, «Analog/Digital: Unsere schöne neue Doppelexistenz»
Analog wird neben Digital seinen Platz finden. Alle können nicht alles haben – das zwingt uns zu reproduzieren und zu digitalisieren. Das bringt Transparenz, Tempo, Reichweite. Die Verknappung des Analogen wiederum bringt Authentizität und schafft damit Werte und Vertrautheit.

Martin Lindstrom (DK), Branding-Guru und Bestseller-Autor, «Verborgene Begehren: Die grosse Zukunft von Small Data»
Wir sollten nach «Small Data» suchen, statt im grossen Big-Data-Meer. Die Datenflut verneble uns die Sinne und führe zu Fehlschlüssen. Viel wichtiger sei es, in die Lebens- und Erlebniswelten der Kunden einzutauchen. Seine Teams leben mit den Kunden, verbringen Zeit mit ihnen, führen Gespräche. Die Auswahl und der Mut zur Entscheidung und zur Kreativität sei entscheidend.
Buchtipp: «Small Data», Martin Lindstrom, soeben neu erschienen 

Wir sind gespannt: Auf die GDI-Trendtag-Durchführung im Jahr 2026 – aber auch auf jene im nächsten März. Der 15. März 2017 ist in der Agenda schon mal blockiert.

Weiterführend:
Teil 1 zu «GDI Trendtag – das Wichtigste im Überblick»
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