10 Jahre bernetblog – Esther Gerster, Leiterin Konzernkommunikation und Investor Relations Emmi

Das Streben nach immer mehr, weiter und schneller gibt Esther Gerster, Leiterin Konzernkommunikation und IR bei Emmi, zu denken. In ihrem Beitrag zu unserer Jubiläums-Serie wünscht sie sich Menschen mit Esprit, die andere inspirieren und beflügeln. 

Der bernetblog.ch wurde am 27. November 2015 zehn Jahre alt. In der Jubiläumsserie #10JahreBlog öffnen verschiedene Persönlichkeiten ihre Perspektive auf die letzten 10 Jahre im digitalen Wandel. Und haben drei Wünsche für die kommenden Jahre.

Was hat sich in den 10 Jahren verändert?

Die Kommunikation ist transparenter, schneller und damit auch unberechenbarer geworden. Das ist gut so. Es hat zu einer Entteflonisierung geführt. Chefs sind nicht mehr alleswissende Tausendsassas, sondern geben auch mal einen Fehler zu. Unternehmen sind zu mehr Originalität aufgefordert, denn 0815 ist unverzeihlich. Die Fülle an Informationsmitteln und die schnell drehenden Räder fordern klare Prioritäten, durchschlagende Ideen und Mut zum Risiko. All dies macht unser Umfeld anspruchsvoll und facettenreich.

Was beschäftigt dich heute am stärksten?

Manchmal finde ich die Welt völlig überdreht: Noch mehr, noch weiter, noch schneller. Das ist faszinierend, macht aber auch nachdenklich. Ich bin mir bewusst, dass ich in einer privilegierten Situation lebe. Dies vor dem Hintergrund der mittlerweile abstumpfenden Berichte über hunderttausende von Flüchtlingen oder der Tatsache, dass junge Leute von Demagogen angeleitet werden, aus religiösen Gründen sich und hunderte von unschuldigen Menschen in die Luft zu jagen. Oder ganz einfach, weil ich heute ziemlich genau weiss, was ich will und was nicht. Oder weil mein Arbeitgeber mir einen super-spannenden Job und obendrauf eine vernünftige Work-Life-Balance ermöglicht.

Welche drei Wünsche hast Du?

Ich wünsche mir, weiterhin viele Menschen mit Pfiff und Esprit zu treffen, die mich herausfordern, weiterbringen und beflügeln. Die Welt möge auch künftig nicht nur aus 0815-Ladenketten, Online-Shops und Smartphone-Geschäften bestehen, die überall gleich aussehen. Selbst wenn ich diese nutze, liegen mir der Comestible um die Ecke und der türkische «Nicht-Mister-Minit» Schuhmacher, bei dem ich mich wie in einem orientalischen Souk fühle, am Herzen. Der dritte Wunsch: Jeden Tag mindestens einmal herzhaft lachen können!

Weiterführende Informationen:

alle Portraits in der Serie #10JahreBlog
alle bernetblog-Artikel rund um (Blog-) Geburtstage

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