Corporate Blogging: Stolpersteine bei der Redaktionsplanung

Corporate Blogs stehen und fallen mit der Bewirtschaftung. Wer regelmässig relevante Beiträge publiziert, findet Leser und Reichweite. Bei Planung und Umsetzung gibt es aber Stolpersteine.

Jedes Unternehmen hat relevante Geschichten zu erzählen. An Ideen dafür mangelt es auch nicht, sofern das Blog-Team geschult ist, spannende Geschichten als solche zu erkennen. Schwer tun sich viele Unternehmen mit der Umsetzung: wöchentlich mehrere Beiträge zu recherchieren, schreiben und publizieren erfordert einen wachsamen Chefredaktor und eine gute Organisation. Dabei gibt es Stolpersteine, die den Aufwand vergössern und den Ertrag mindern. Wer sie kennt, kann sie besser umgehen:

1. Zu langfristige Redaktionsplanung

Sprechen Sie an der Redaktionssitzung zuerst über Termine statt über Themen. Halten Sie Publikationstermin und Autor der Beiträge für die kommenden zwei Wochen fest. Nur so entsteht Verbindlichkeit. Idealerweise kennen die Autoren das Redaktionskonzept und damit den Rahmen für die Themenwahl. Wenn das so ist, können sie spontan aktuelle Themen aus ihrem Arbeitsumfeld aufnehmen. Das macht den Blog lebendig und relevant.

2. Zu kleines Redaktions-Team

Idealerweise stammt das Redaktorenteam aus allen Abteilungen. 5-8 Redaktoren sollten es sein. Ist das Team kleiner, wird der Aufwand für den einzelnen zu gross. Ist es grösser, geht die Routine verloren. Die Kommunikationsabteilung stellt den Chefredaktor.

3. Zu perfekt sein wollen

Ein Blogbeitrag darf vieles, was andere Texte nicht dürfen: Er darf unvollständig oder subjektiv sein. Er darf Fragen offen lassen. Immer muss er jedoch aktuell und relevant sein. Also besser Gedankenanstösse als Erörterungen. Lieber einseitig als umfassend.

Zwei, die ihre Blogs erfolgreich bewirtschaften, sind Gabi Seidl (Kraut und Rüben, Betti Bossy) und Michèle Richner (Baloise Karriereblog), sie berichteten am letzten Social Media Gipfel unter anderem über Themenwahl und Organisation.

Wir kennen diese Stolpersteine aus unserem eigenen Blog-Alltag und jenem unserer Kunden. Welchen sind Sie begegnet?

Weiterführend

Tipps für die Content-Planung im Anstoss-Newsletter vom März
Themensuche: Eine Methode in fünf Schritten

Bild: Chris Campbell bei Flickr nach CC-By-nc 2.0

 

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