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Kinder im Internet schützen: Auf was müssen Eltern achten?

Egal, wie alt ein Kind ist: Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kinder vor den Gefahren des Internets schützen und sie den richtigen Umgang mit dem posten im www lehren. Wo liegen die Gefahren beim Posten von Kinderbildern? Hier ein paar Hinweise wie Kinder geschützt werden.

Babys kurz nach der Geburt, Kinder, die ihre ersten Schritte machen, beim Spielen, im Urlaub: Die Sozialen Medien sind voll von Bildern, die früher auf der Kommode zu Hause standen. Eltern möchten ihr Glück teilen, am liebsten mit der gesamten Community. Möglichst viele Likes und Jö-Kommentare sind das Ziel. Aber: Wer weiss, was mit im Web veröffentlichten Inhalten geschieht? Und würde das Kind diese selber veröffentlichen?

Folgenden Gedanken lohnen sich, bevor man etwas postet:

  • Bei Facebook Orte ausschalten: Wer ein Foto im sozialen Netzwerk postet, soll die Funktion «Orte» deaktivieren. Oder wollen Sie, dass Menschen mit dubiosen Absichten wissen, wo Sie und Ihre Kinder sich aufhalten?
  • Undeutliche Bilder: Wer Bilder von seinen Kindern postet, wählt nicht die Frontalansicht, sondern Ausschnitte, Kinder mit Sonnenbrillen und Hüten, nur die Füsse, ein Foto von hinten, im Tragetuch oder nur den Umriss des Kindes. So behält das Kind seine Anonymität.
  • Nur mit Kleidern: Nackte oder halbnackte Kinder gehören nicht ins Web. Wer weiss, wem diese Fotos in die Händer fallen.
  • Rücksicht nehmen auf das individuelle Schamgefühl: Kinderbilder mögen herzig sein. Wenn das Kind älter wird, kann es sich für die Fotos schämen. Überlegen Sie vor jedem Post, wie das Kind in 10 bis 15 Jahren über das Bild denken würde.
  • Recht am Bild: Auch das Kind hat ein Recht am eigenen Bild. Es kann dieses allerdings noch nicht wahrnehmen. Hier stehen die Eltern in der Verantwortung. Mit dem Posten auf Facebook und dem Versand über WhattsApp geht dieses Recht verloren.
  • Löschen ist nicht gleich löschen: Bilder, die im Web veröffentlicht und dann wieder gelöscht werden, kursieren weiter. Einmal im Web, immer im Web.
  • Wie gehe ich selber mit meinen Bildern um? Überlegen Sie, wie Sie mit eigenen Inhalten umgehen. Welche Bilder sehen Sie gerne über sich im Web? Und wo ziehen Sie Grenzen? Behalten Sie auch die Grenzen des Kindes im Auge.

Über die Bilder und Postings seiner Kinder zu verfügen hat auch sein Gutes: Wenn die Kinder klein sind, können die Eltern entscheiden, in welchem Ausmass sie ihr Kind im Internet publizieren. Je älter die Kinder werden, desto selbständiger nutzen sie das Web. Der Live-Stream YouNow direkt aus dem Kinderzimmer ist für Kinder so verlockend wie gefährlich. Ebenso Facebook, sofern man sich der Gefahren nicht bewusst ist.

Fazit:
Wer postet sollte sich den Gefahren des Internets bewusst sein. Dieses Bewusstsein erreicht, wer eigene Social-Media-Kanäle nutzt und weiss, wie sie funktionieren. Informieren Sie sich laufend via Medien über Gefahren wie Hackerangriffe oder Pädophilie im Internet.

Weiterführend:
Stiftung Kinderschutz Schweiz: Sicher im Internet 
Schau Hin was dein Kind in den Medien macht

Bernetblog: Darf ich das: Fragen zur Bildverwendung

3 Kommentare zu Kinder im Internet schützen: Auf was müssen Eltern achten?

  1. Christian F. Freisleben schrieb:
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