Twitter: Einsatz als Lernwerkzeug

Wie kann man Twitter als Lernwerkzeug nutzen? Seit 2009 ist Twitter das «Lern Tool Nr. 1» und liegt vor Lernhelfern wie Google, Slideshare und Word. Doch wie nutzt man Twitter zum Lernen? Wir haben drei Einsatzmöglichkeiten ausgesucht und mit eigenen Erfahrungen ergänzt. 

Twitter hat einen festen Platz in meinem Alltag: Für Online-Gespräche und Informationsbeschaffung. Als Lernwerkzeug habe ich Twitter bisher – ausser für Wissenszugang – nicht eingesetzt. Jane Hart sieht das anders – sie erstellt jährlich die «Top 100 Tools for Learing» und befragt über 500 Bildungsexperten in 48 Ländern. Twitter führt die Liste seit 2009 an. Ein Blog von Edutrainment Company thematisiert die Möglichkeiten von Twitter als Lern-Werkzeug. Ich finde diese Einsatzmöglichkeiten vielversprechend:

1. Reflexion im Twitter-Textfeld
Das Textfeld wird zur Lernmethode: Das Gelesene, Gelernte, zu Erlernende wird in 140 Zeichen zusammengefasst. Was bei Events funktioniert indem man markige Statements von Rednern twittert, muss beim Lernen vollständiger sein. Wie fasse ich das Kapitel in drei Tweets zusammen? Was ist die Hauptaussage in 140 Zeichen? Würde jemand anderes das Geschriebene verstehen? Dass es funktioniert, habe ich beim mittwittern beim #lesezirkel gemerkt: Selten blieben mir einzelne Buchteile so gut in Erinnerung wie diejenigen, über die ich twitterte.

2. Experten fragen
Bestimmt haben Sie ihr Thema schon mit Listen und Hashtags erforscht. Aber haben Sie die Experten gefragt? Ergänzen Sie Ihre Lernunterlagen mit Fachmeinungen. Wer auf Twitter ist, ist grundsätzlich offen für Dialog. Nutzen Sie die Chance und fragen Sie die Experten direkt – zu Fragen zum Stoff, weiterführender Literatur oder Aktualitäten zum Thema.

3. Lernen beim Antworten
Beantwortet man Fragen oder gibt seine Meinung via Mention weiter, muss man sich genau überlegen, was man von dem Thema denkt und nennenswert findet. Das Mitdenken und Teilnehmen an fremdinitiierten Diskussionen hilft, sich seiner eigenen Meinung klar zu werden und diese mit anderen zu vergleichen. Mit einer Meinungsäusserung auf Twitter exponiert man sich – ein Test für das Gelernte. Der Umgang mit Feedback in aller Öffentlichkeit fordert zudem heraus: Habe ich wirklich Recht? Habe ich etwas übersehen? Recherchiere ich nochmals?

Die drei Tipps überzeugen mich, weil ich gerne bestehende Werkzeuge nutze, um Neues auszuprobieren. Ich brauche nicht zwingend überall einen Login oder die neueste App, sondern nutze meinen Informationskanal ergänzend als Lernwerkzeug.

Weiterführende Links
- Liste der «Top 100 Tool für Learning»
- Bernetblog Beitrag «Facebook und Twitter: Der perfekte Post» 
- Bernetblog Beitrag «Twitter Hashtags – das kleine 1 x 1»
- Bernetblog Beitrag «Schreiben für Twitter: Tipps für Geschichten in 140 Zeichen»
-  Twitter Leitfaden von Bernet_PR auf slideshare und unter bernet.ch/wissen

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