Sich besser erinnern: Fünf Tipps

Wie man sich etwas merkt, beeinflusst das Erinnern. Trotzdem ist manchmal einfach eine Idee weg – oder ein wichtiger Hinweis. Fünf Tipps helfen, sich besser zu erinnern. 

Ich war in der Küche, die Packung Pasta in der Hand. Eine Ablenkung und die Packung war verschwunden – bis ich sie in der Topfschublade wieder fand. Meine Küche ist ein Ort für Experimente, es hat Platz für Vergessen und Improvisieren.  Im Büro mag ich Kontrolle, das funktioniert für das erinnern so: Man nimmt Informationen auf, speichert sie und ruft sie wieder ab – im besten Fall. Fünf Tipps für ein besseres Erinnern:

Aufpassen: Wenn man etwas bewusst macht, vergisst man es weniger. Man ist «bei der Sache». Manche Helfer scheinen nützlich: Strassennamen kurz abfotografieren oder eine Notiz digital speichern. Das  hilft uns aber nicht, uns ohne Helfer zu erinnern.  Es überbrückt nur die Information, ohne sie wirklich wahrzunehmen und zu merken. Gewohnheiten, die wir unbewusst machen, bringen uns zusätzlich in eine missliche Lage: Wer kennt nicht den Klassiker – ist das Bügeleisen wirklich ausgesteckt? Im Büro ist es ebenfalls die Routine und somit die unbewussten Handlungen die plötzlich Unsicherheit auslösen: Habe ich wirklich die richtigen Unterlagen dabei? Um welche Zeit kommt der Kunde?

Entspannen: Unter Stress vergisst man – als hätte nicht genug Platz im Kopf. Stress mindert auch die Aufnahmefähigkeit. Nett gesagt ist man dann fokussiert – aber aus einen Zwang, nicht aus eigenem Antrieb.

Kombinieren: Legt man die Unterlagen immer gleich zum Notizblock ist auch immer beides dabei. Kleine Routinestrukturen helfen, den Alltag zu erleichtern – und alle Siebensachen beisammen zu haben. Das bewährt sich auch mit dem Schlüsseldepot bei der Haustüre oder den Visitenkarten im Portemonnaie. Vernetzte Informationen bleiben besser als Einzelne. Die Kombination gelingt auch mit Bildern: Sachen, die man sich merken will, mit einem Bild im Kopf verknüpfen. Zum Beispiel bei einer Rede ein Fluss vor Augen haben – die verschiedenen Inhaltspunkte sind entlang des Flusses platziert.

Bewegen: Nicht nur der Geist hilft beim erinnern – auch sich zu bewegen unterstützt die Aufnahmefähigkeit und das Erinnern. Also die Pause nutzen, um kurz die Beine zu vertreten oder Mittags doch mal schwimmen gehen. Sich zu bewegen schafft nicht nur einen Ausgleich zum kopflastigen Alltag, sondern fördert auch die Verarbeitung von Informationen. Und hilft so beim Erinnern: Wie man Informationen aufnimmt, ruft man sie am besten auch wieder ab. Eine Rede also nicht sitzen üben und Informationen aus der Sitzung am besten sitzend niederschreiben.

Zeit nehmen: Gedanklich schon bei der nächsten Sache – und plötzlich ist beides nicht erledigt. Gehen Sie Aufgaben bewusst an. Das dauert nicht länger, ist aber effizienter. Denn die kurzen Aufgabeneinheiten werden rascher abgeschlossen als ein Berg von Aufgaben dessen Last man trägt beim abtragen.

Weiterführende Links
- Bernetblog-Beitrag «Was ist eigentlich…: Sketchnotes»
- Bernetblog-Beitrag «Bessere Notizen: Effekt mit Farbe» 

3 Kommentare zu Sich besser erinnern: Fünf Tipps

  1. elektrische sonnensegel schrieb:

    Auch ganz wichtig und leider denkt man ja nicht dran, wenn so eine Auflistung geschrieben wird ^^: Schlaf!!! Und zwar regelmäßig, ausreichend und entspannend. Wer auf Dauer nur 5 Stunden in der Nacht schläft und das womöglich noch mit “Rumgedrehe”, der wird auch arge Probleme mit der Erinnerung bekommen.

    • Martina Bürge schrieb:

      Hallo – da frage ich mich doch, ob elektrische Sonnensegel beim schlafen helfen:). Auf jeden Fall: Ein guter Punkt und immer wieder unterschätzt. Wichtig ist auch, wie viel genug ist – nicht jeder braucht gleich viel. Am besten früh ins Bett und während einer längeren Zeit testen, wann man von selbst wach wird vor dem Wecker.

  2. elektrische sonnensegel schrieb:

    ROFL…naja, elektische Sonnensegel können auch als Jalousien verwendet werden :-D .

    Natürlich braucht nicht jeder gleich viel. Aber ob jetzt 5 Stunden oder 8, diese sollten “richtig” genutzt sein. Also halt wirklich Ruhe, Entspannung und eine gute Matratze ^^.

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