Buchklassiker gratis im Netz: Schreiben und Redigieren – auf den Punkt gebracht!

Wer schreibt, will verstanden werden. Wer liest will verstehen. Ivo Hajnal und Franco Item haben in ihrem Buch die wichtigsten Gebote des Schreibens zusammengefasst. Sie zeigen Stolpersteine auf und bieten Lösungen zum verständlicheren Schreiben an.

Im Februar besuche ich die Schreibwerkstatt an der Schweizerischen Textakademie. Wichtigstes Werkzeug des Lehrgangs: das Buch «Schreiben und Redigieren – auf den Punkt gebracht!». Die dritte Auflage bietet ein schönes Plus: Korrekturen im Kapitel 8, die «Regeln im Überblick» wurden präzisiert und mit Beispielen angereichert.

Die wichtigsten Punkte des Fachbuches:

Leserfreundlichkeit – den Leser nicht alleine lassen
Ein häufiger Fehler vieler Schreiber: Sie lassen den Leser alleine. Hajnal und Item empfehlen, den Leser zuvorkommend zu behandeln. Fremdwörter und Fachbegriffe dosiert und korrekt einsetzen und stattdessen bekannte Begriffe verwenden. Aktive statt passive Sprache. Statt Schachtelsätze kurz und aussagekräftig schreiben, Satzklammern auflösen. Mit Synonymen sparsam umgehen.

Logik – Klarheit bitte!
Der Schreiber soll den Leser an die Hand zu nehmen. Sätze gehen logisch ineinander über, die Gedankenabfolge des Schreibers ist für den Leser klar und nachvollziehbar. Gedankensprünge vermeiden.
Weitere Tipps zum Thema im Beitrag Tipps für flüssiges Schreiben: Eine Buchempfehlung 

Präzision – auf den Punkt gebracht
Präzision heisst laut Ivo Hajnal und Franco Item: Die wichtigsten Informationen sind für den Leser so aufbereitet, dass sie für ihn offensichtlich sind. Das heisst: Der Schreiber verwendet treffende Begriffe und vermeidet Modalverben, Allgemeinpläze und Übertreibungen.

Anreiz – Lesen muss Spass machen
Ein guter Text stösst den Leser an, weiter zu denken und sich ein zu Bild machen. Die Fantasie wird angeregt. Der Schreiber wirft Fragen auf, provoziert und verwendet eine farbige Bildsprache. Die Autoren empfehlen, das Beste aus dem Schreib-Thema zu machen: keine Übertreibungen, kein unnötiges Aufblasen, keine Redundanzen.

Mein Fazit:
Das Buch kann man in einem Mal durchlesen oder einzelne Passagen herauspicken. Es liefert nützliche Regeln und bietet Erklärungshilfen zu grammatikalischen Stolpersteinen.  Ein weiteres Plus: Das Buch ist in voller Länge online verfügbar. «Schreiben und Redigieren – auf den Punkt gebracht!» sollte jeder Schreibende gelesen haben.

Weiterführend:
Blinkist-App: Sachkundig in Kürze
Besser Schreiben – vier Schritte zum Ziel

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Tipps

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