Social Media für Finanzdienstleister: Neue Zahlen aus Deutschland

Die Finanzwelt nutzt die Reichweitenstärke von Social Media nicht optimal. Eine letzte Woche in Deutschland veröffentlichte Studie macht deutlich: Zwar steigern die Banken die Nutzerzahlen ihrer sozialen Kanäle. Die Aktivität der Absender sowie Dialog und Interaktion mit dem Publikum bleiben dann aber dürftig. 

Erhoben wurden die Zahlen im April 2013 von Ketchum Pleon Deutschland (Studie bei Slideshare). Untersucht wurden 57 Finanzdienstleister. Ganz zuerst fällt auf, dass nur 29 von ihnen überhaupt auf einer Plattform (Facebook, Twitter, YouTube, Google+) präsent sind. Von diesen haben wiederum fünf die Plattformen im Zeitraum der Untersuchung gar nicht benutzt.

Nutzerzahlen mit deutlicher Steigerung (auf bescheidenem Niveau)

Die gute Nachricht für die Banken zuerst:. Sie konnten die Nutzerzahlen seit Oktober 2012 teilweise stark steigern: Facebook zählte 74 Prozent  mehr Fans bei den 24 Seiten, Twitter brachte es immerhin auf plus 31 Prozent.

Dieses Wachstum mag erfreulich sein. Im Vergleich mit anderen Branchen sind die Reichweiten aber noch sehr tief. Als Vergleich: Die Lufthansa-Facebookseite zählt heute 1,29 Millionen Fans. Neben diesen tiefen Werten fallen die tiefen Aktivitätswerte auf – und ein offenbar unterschiedliche Prioritäten-Gewichtung von Sender und Empfänger.

Was interessierte Euch denn? … vom Aneinander-Vorbeireden

Beim Posten konzentrieren sich die Finanzdienstleister vor allem auf das Herausstreichen der eigenen Kompetenzen, daneben werden Produkte vorgestellt oder Unternehmens-News publiziert.

Diese Themenwahl divergiert aber auf gravierende Art und Weise mit den Bedürfnissen der Follower, Fans, Abonnenten. Diese kommentieren nämlich am meisten bei edukativen, erklärenden Postings oder bei den Softthemen, bei Unterhaltung. Hier die Anzahl der Kommentare auf die Postings nach Themen.

Hinter den roten Balken jeweils der Anteil an Inhalten pro Sparte, die tatsächlich publiziert wurden. Die Konsequenz? Die Aktivität bleibt generell sehr gering. Im Untersuchungs-Zeitraum April 2013 haben von den insgesamt knapp 140’000 Fans der 18 Facebook-Seiten nur gerade etwas über 9’000 Interaktionen stattgefunden.

Die Social Media-Betreiber aus der Finanzbranche stehen – wie so viele andere Branchen auch – noch am Anfang im Umgang mit dem (öffentlichen) Kundendialog. Sie tun in Zukunft gut daran, Ihre Inhaltsstrategien noch besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Empfänger abzustimmen. Und in die Erstellung von nützlichen und inspirierenden Inhalten zu investieren.

Weiterführende Informationen: 
alle bernetblog-Artikel zu Social Media Studien
bernetblog-Beitrag «Social Media: Banken haben es nicht leicht»
bernetblog-Beitrag «Social Media Gipfel: Banking – die Welt wird zum Dorf

 

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