Social Media Newsroom: Drittanbieter und 17 Beispiele

mann_megaphon_blogEs ist Zeit für den Frühjahrsputz. Vielleicht auch im Online-Mediencorner? Unser Anstoss-Newsletter April beschreibt Basics und Ausbau-Elemente zum Social Media Newsroom.

Der «Anstoss» bringt seit 2002 rund alle zwei Monate Praxistipps und Denkanstösse (Archiv). Die April-Ausgabe nimmt sich dem Online-Mediencorner an. Neben den unverzichtbaren Basiselementen, nennen wir Ausbaumöglichkeiten zum Social Media Newsroom und bieten einen neu überarbeiteten Selbsttest. Hier noch ergänzende Infos zu «externen» Newsroom-Angeboten und zu inspirierenden Praxisbeispielen.

Social Media Newsroom als Dienstleistung einkaufen?
Medienmitteilungen lassen sich heute schon durch Dritte professionell versenden oder auf Plattformen platzieren. Einige dieser Anbieter bieten heute auch schon Lösungen für den Social Media Newsroom an: im deutschsprachigen Raum news aktuell mit PR Newswire, Mediaquell oder Newsroom.eu als Lösung einer Agentur.

Diese Fragen stellen sich zudem bei der Evaluation eines «externen» Anbieters:

  • Hat die Plattform Zukunft? Eine Reputation, die Ihren Zielen entspricht?
  • Sind die Abo- und Suchfunktionen flexibel und individuell?
  • Wie hoch sind die Initialkosten der Pakete/Module?
  • Wie hoch die Unterhalts- und Folgekosten?
  • Gibt es Auswertungen des Abfrageverhaltens oder Beispiel-Reports?
  • Bei Vertragsauflösung: Wie können wir die Inhalte, Webadressen, Abonnenten-Infos, Inhalte externer Plattformen (von Flickr bis YouTube) einfach übernehmen?

Wir meinen: Für die schnelle Einrichtung mögen diese externen Lösungen gangbar und qualitativ einwandfrei sein. Für den nachhaltigen Aufbau eines Dialoges mit Medienschaffenden und Meinungsmachern braucht es aber eine eigene Präsenz unter dem eigenen Online-Dach.

Die Praxisbeispiele aus dem In- und Ausland
Noch vor kurzem konnte man gute Vorbilder an einer Hand aufzählen. Mittlerweile stehen aber zur Inspiration einige gute Plattformen zur Verfügung. Hier eine Liste unserer Favoriten:

Aus der Schweiz:
Maiak - die Osteuropa Newsplattform
Elektrolux Schweiz
als guter Satellit der internationalen Version
Swiss
Airlines mit guter Integration von Facebook
TAG Heuer
– die Schweizer Uhr mit Social Media Newsroom in UK

Beispiele aus Deutschland:
Plantronics
Sound Innovation; sehr umfassend mit Twitter-Integration
Fleurop AG
mit viel Text und innovativer Bildergalerie
Herlitz, der Papier-, Büro- und Schreibwaren-Hersteller
General Motors, verknüpft den Newsroom mit der Medienseite
Travel Charme Hotel & Resorts Tweets mit Meinungen und Tipps
Volvic informativ und emotional über die Trinkwasser-Initiative mit UNICEF
Schlösserland Sachsen – moderne Kommunikation für altes Gemäuer

Beispiele International:
Cisco
(Routers, Switches, etc.); Top Stories immer nach dem ersten Click
Commvault
über Daten- Sicherung, -Management, Netzwerk-Storage
First Direct
, breaking Bank News
Scania
, Fahrzeuginformationen visuell dramatisch verpackt
mit Ford‘s RSS-Feed laufend neue Digital Snippets
Philips
, aufwändige Produktevideos an vorderster Front

Dies eine Sammlung von 17 Musterbeispielen als Inspiration für den eigenen Auftritt. Nobody is perfect – aber hier liegt als Essenz drin, welche Zusatzelemente den Online-Mediencorner zum Dialogöffner und «Verbreitungsbeschleuniger» macht. Natürlich ist die Liste nicht abschliessend – wer kennt weitere gute Praxisbeispiele?

Unser April-Anstoss-Newsletter:
Mediencorner: Von den Basics zum Social Media Newsroom

11 Kommentare zu Social Media Newsroom: Drittanbieter und 17 Beispiele

  1. Alexander Auer schrieb:

    Sie haben unsere Lösung übersehen.
    Mit der iMedia Lounge können wir innerhalb von zwei Wochen einen Newsroom “eine eigene Präsenz unter dem eigenen Online-Dach” realisieren.

  2. Was auch nicht vernachlässigt werden darf, ist die Tatsache, dass die Entwicklung und auch der professionelle Betrieb eines Newsrooms, gerade wenn er für die Kommunikation eines Unternehmens eingesetzt werden soll einiges an Aufwand und vor allem auch technische Ressourcen voraussetzt. Unsere Erfahrung zeigt, dass sehr viele Unternehmen nicht in Technik investieren wollen, sondern in Marketing und Kommunikation. Daher bietet sich für Unternehmen aller Größen eine fertige und modulare Lösung, wie bspw. die iMedia Lounge an. Das Unternehmen muss sich nicht um Technik kümmern, sondern fokussiert auf Dialog und Kommunikation.

  3. … und wenn ich noch ein schönes und gelungenes Beispiel eines integrierten Newsrooms auf Basis der iMedia Lounge erwähnen darf, dann verweise ich gerne auch den Social Media Newsroom von Sympra unter http://newsroom.sympra.de

  4. Dominik Allemann schrieb:

    Das war jetzt aber – mit Verlaub an die Herren Auer und Grobholz – grad eine geballte Dreifachladung an Promo für Euer Produkt.

    Soweit so richtig: eine wichtige Funktion, die Drittanbieter auch noch übernehmen ist natürlich die Weiterentwicklung ihres Angebots. Natürlich schön, wenn das extern gegeben werden kann. Und was an ihrem sympra Beispiel auch gefällt, ist die Einbindung in die “Kunden”-Website.

  5. Hallo Herr Allemann, bitte verzeihen Sie die “Werbung” so früh am morgen ;-) .. und Dank für das Lob am Sympra Newsroom. Das wir die Kollegen dort sicher auch freuen.

    Ich hoffe dennoch mit dem Hinweis auf unsere Lösung für den Aufbau und Betrieb von Social Media Newsrooms eine interessante Ergänzung geliefert zu haben.

  6. Alexander Auer schrieb:

    Stimmt :-) Entschuldigung dafür. Aber da sehen Sie wie überzeugt wir von unserem Produkt sind.

  7. Es ist notwendig, zwischen Technik und Inhalt zu unterscheiden. Für einen Blog oder eine Homepage gilt es eine technische Lösung zu suchen, die möglichst genau an die Bedürfnisse angepasst werden können. Aus meiner Erfahrung würde ich eine erprobte Lösung einzusetzen, die ihre Kinderkrankheiten bereits überstanden hat. Das ist aber immer eine Frage der Dimension des Projektes. Wichtig ist zu realisieren, dass es sich bei einem Social Media nicht um eine normale weitere Seite für Medienschaffende innerhalb eines Webauftritts, sondern um eine eigenständige Plattform mit Verknüpfungen ins Social Web handelt (natürlich kann diese in den Gesamtauftritt einer Organisation integriert werden).

    Dann kommt der inhaltliche Teil. Am Anfang geht es darum zu sichten, was schon vorhanden, was zu verbessern und was neu zu schreiben ist (wie bei der klassischen PR-Arbeit übrigens auch). Und bei dieser Aufgabe kann eine Agentur durchaus hilfreich sein. Sei es aus fachlichen, sei es aus Kapazitätsgründen. Mit der Zeit meine ich aber, sollte der Kunde „das Heft selber in die Hand nehmen“ und die Agentur agiert, wenn überhaupt noch, eher beratend im Hintergrund (es sei denn, der Kunde habe sein Kapazitätsproblem noch nicht gelöst).

  8. Da stimme ich absolut zu. Die Aggregation der Inhalte ist eine der zentralsten Funktionen für einen Social Media Newsroom. Darin unterscheidet er sich auch wesentlich von klassischen Blogs und vor allem auch von Unternehmenswebseiten.

    Ein Social Media Newsroom bietet also im Kern die Möglichkeit Inhalte aus unterschiedlichen Diensten Dritter, wie bspw. Twitter, Facebook, Youtube, Slideshare, Delicious oder auch Blogs gezielt und regelmäßig zu abonnieren. Dabei spricht man auch von der Aggregation von Social Media Inhalten.

  9. Christian Jansen schrieb:

    Übrigens: Auch NewsRoomWizard bietet eine Lösung, die völlig nahtlos in die Kundenwebsite integriert werden kann (White-Label). Die Umsetzung gelingt in wenigen Tagen. Beispiel: hppt://www.twinity.com/de/newsroom

  10. Marcel Bernet schrieb:

    @jansen: mit welchem cms arbeitet man hinten an ihrer lösung? wordpress? haben sie irgendwo preislisten, die man verlinken kann? arbeiten sie mit monatsgebühren?

  11. Dominik schrieb:

    ein weiteres Schweizer Beispiel: http://news.clariant.com

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