This American Life: Radio/Podcast vom Feinsten

this american life radio shirt 2009

Das NZZ Monatsmagazin Folio hat im Januar zwei Radiogeschichten aus den USA abgedruckt. Die Texte waren sehr gut, der Weg zur Quelle führt zu einem Gratis-Podcast für alle, die sich gerne durch Podcasts über das US-amerikanische Alltagsleben informieren möchten.

NZZ Folio-Chefredaktor Daniel Weber (siehe Interview vom 13.1.09) hat «This American Life» abonniert, gemeinsam mit einem Redaktionskollegen. Sie hören sich nicht jede Ausgabe an, aber an die Sendungen zur Finanzkrise erinnerten sie sich beim Zusammenstellen des aktuellen Folios (siehe Beitrag vom 5.1.09). Und die Beiträge sind so gut gemacht, dass sie gleich zwei davon übernahmen.

«This American Life» hat als Radiosendung angefangen. Heute ist es auch eine Fernsehprogramm. Samt Flankierung auf Facebook, YouTube und MySpace. Träger ist Chicago Public Radio, ausgestrahlt wird auf dem nicht gewinnorientierten Public Radio Network. Und natürlich über Podcasts auf der Website oder iTunes. Die Fernsehsendung ist bei beim kommerziellen Kabelkanal Showtime platziert, aus finanziellen Gründen (siehe hier auf den FAQ). Die Radio-Podcasts sind auf der Website gratis gestreamt, auf iTunes oder Audible.com kostet eine Episode 95 Cent.

Die Sendungen dauern eine Stunde und zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr nahe an Themen rangehen – und diese Nähe durch Menschen schaffen. Das Geschick der Macher liegt darin, Personen zu finden, die das Thema auf spannende Art und Weise illustrieren.

Fazit: Sehr gut gemachtes Radio. Vorbildlich präsentiert auf der Website und schön vernetzt mit TV und Web 2.0. Moderiert wird in einem sehr schnellen, amerikanischen Englisch. Ich selber lese lieber, als für eine Stunde «Gefangener» einer Radiosendung zu sein. Für Audio-Liebhaber mit grosser USA-Affinität aber bestimmt eine interessante Quelle. Hier die Liste der Redaktions-Favoriten-Short List und hier das Archiv mit über 500 Beiträgen.

Ein Kommentar zu This American Life: Radio/Podcast vom Feinsten

  1. Martin schrieb:

    Danke für die Links, aber ich muss mich anschließen, ich lese auch lieber, als dass ich mir eine Stunde lang etwas anhöre. Da kommt man dann zu sehr raus, wenn mal was anderes dazwischen kommt, beim Lesen kann ich schneller wieder in den Sachverhalt finden.

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