Dominik Allemann | 29.08.2008

Blogcamp Switzerland: Konzept stösst auf Anklang

blogcamp30.pngDas Blogcamp ist in vollem Gange, die Kulisse eindrücklich. Verglichen mit meinem letzten Besuch vor 2 Jahren gibt es heute einiges mehr BesucherInnen. Soeben haben Sophie und ich unseren Vortrag beendet. Hier erste Eindrücke in Kürze. 

Schliesslich will ich mich bemühen auch  noch Bundesblogger Leuenberger zu hören (um 16h) und bis dann noch alle Alltagspendenzen durchhaben. Uff.

Unsere Session «Warum konzeptloses Bloggen keine Zukunft hat…» war eine Freude. Der (zugegeben eher kleine) Raum war gerammelt voll und die Diskussion im Nachgang sehr lebendig (die Präsentation hier im Download, pdf, 672KB, ganz unkommentiert).

Einig waren sich alle: Ein Konzept schärft die Bloginhalte, erhöht damit die Leserzahlen und erleichtert den AutorInnen/RedaktorInnen die Arbeit. Wir durften aus unserem Teamblog-Alltag erzählen und haben zusammen mit den Teilnehmenden Erkenntnisse vertieft. Ein Ausschnitt kurz notiert:

Redaktionelles Konzept – Themen/Geschichten planen
Im Sommerloch sind sie besonders zahlreich: die geplanten, über Tage und Wochen hinausgezogenen Medien-«Geschichten». Auch Blogger können sich fragen: Wie gehe ich mit diesem Thema um? Mache ich eine Serie draus? Regelmässig oder in loser Folge? Befrage ich Externe, gibt es einen Gastpost?

Sich abgrenzen
Verschiedene Abgrenzungen sollten in einem Konzept definiert sein: Wie gehe ich mit Privatangelegenheiten um? Wie gehe ich mit Büro-Internas um? Wieviel von mir gebe ich preis? Einmal festgelegt, muss man das hinterher nicht mehr tausendfach hinterfragen – und kann getrost auch mal die Ausnahme der Regel zelebrieren. Natürlich unterscheiden sich diese Abgrenzungen massiv zwischen den verschiedenen Blogs (Projekt-Blog, Privatblog, CEO-Blog etc.).

Konzeptlos starten und ausbauen
Ein häufiges Phänomen: Man startet aus Lust und Laune und zimmert sich nacher – aus Erfahrungswerten – nach und nach ein eigentliches Konzept. Vielleicht hätte man sich gewisse Erfahrungen gespart, wäre es am Anfang schon dagewesen. Vielleicht hätte man dann aber auch gar nie gestartet.

Und noch ein ganz praktischer Tipp für mehr Visits:

Fotos – Qualität und Beschriftung
Danke an Jens (Blog-)Wiese für diesen Tipp: Fotos sind unheimlich wichtig in einem Blog (genauso wie in Printmedien…). Besonders qualitativ gute und sorgfältig beschriftete Bilder. Jens generiert via die Suche in Google-Images sehr viele Besucher für seinen Reiseblog (wie lautet die URL Jens?).

Dominik Allemann | 28.08.2008

Blogcamp Switzerland: mit Konzept zu Blogerfolg

blogcamp30.pngMorgen Freitag von 10.00h bis 17.00h findet im Technopark das 3. Schweizer Blogcamp statt. Sophie und ich werden versuchen, mit einem Teil der anwesenden 170 Bloggern eine Diskussion um «Bloggen mit Konzept» zu führen.

Vielleicht nicht stets als Private, aber sicher immer als PR-BeraterInnen, sind wir sehr planvoll unterwegs. Was Hand und Fuss und damit Erfolg haben will, braucht – gerade in der Kommunikation - EIN KONZEPT.

Darum bloggen wir hier ja auch nicht planlos vor uns hin, sondern haben uns im Team auf einige konzeptionelle Grundsätze geeinigt. Aus diesen Gedanken wuchs unsere «Checkliste Blogkonzept: Mehr Erfolg mit Corporate Blogging». Mit 10 Schritten zu besseren Inhalten und mehr Lesererfolg. Dies aber eher im Umfeld von «Corporate» Blogs. Die Download-Zahlen der Checkliste zeugen auch von einem gewissen Interesse daran (vielleicht gibts  doch da und dort noch CEO’s o.ä. die von der PR-Abteilung einen «Blog oder so» fordern).

Was im berneteigenen Blogkonzept steht, wie sich unsere Teamblog-Erkenntnisse auf Einzelblogger abwälzen lässt, was diese von strengen Konzepten halten und wie sie sich ihre Blogredaktion planen und strukturieren – das wollen wir morgen in 40 Minuten anschneiden. Und schlussendlich in die Runde fragen:

WIE LAUTET DEIN BLOGKONZEPT?***
(Natürlich freuen uns auch Antworten – ob vor, während oder nach dem Blogcamp – via Kommentare…)

Wann genau können wir noch nicht sagen – die Start-Slots werden adhoc verteilt. Aber wir hoffen, dass wir nicht grad parallel zum bekanntesten Blogger der Schweiz sprechen müssen.

Sophie Graf | 27.08.2008

BlogCamp Switzerland: Harte Konkurrenz fürs Bernet-Team

moritz_leuenbergerthumbnail.jpg Mitten in der Vorbereitung zum unserem Vortrag «Warum konzeptloses Bloggen keine Zukunft hat» trifft uns die erfreuliche Meldung: Auch Moritz Leuenberger kommt zum BlogCamp Switzerland 3.0!

Der prominenteste Blogger der Schweiz hat inzwischen Ausdauer bewiesen. Seit 2007 schreibt der Umweltminister mindestens einen Beitrag in der Woche in seinem moritzleuenberger.blueblog.ch. Wir freuen uns natürlich sehr auf seinen Auftritt, und werden auch im bernetblog darüber berichten. Für alle, die live dabei sein wollen gibt es nähere Informationen in der Einführung am Freitag um 10.00 Uhr am Blog Camp. Auch Kurzentschlossene können sich heute und morgen noch anmelden.

im bernetblog über Leuenbergers Blog:

Blocher witzelt über Leuenberger, Leuenberger bloggt Souverän
Moritz bloggt bald auch französisch…
Grüezi Bundesrat: Leuenberger neu mit Blog
Hartnäckiger Blogger: Moritz Leuenberger

Sabine Betschart | 26.08.2008

Blogger im Profil: Konsumentenschutz

bild-1.pngSeit diesem Juni bloggt der Konsumentenschutz. Hinter dem Blog steckt Sara Stalder, die Geschäftsleiterin der Stiftung. Ihre Botschaft: «Mit unserem Konsumverhalten gestalten wir die Zukunft». Mit ihren Blogeinträgen weckt Stalder begeisterte, erstaunte und zuweilen auch ungehaltene Reaktionen bei der Leserschaft.

Warum bloggen Sie?
1+1=2 oder:Start als Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (April 08) + Aufschalten unserer neuen Website mit dem Blog der Geschäftsleiterin (Juni 08)= regelmässige Blogeinträge
Nie hätte ich vor einem halben Jahr gedacht, dass ich einmal einen Blog unterhalte. Mit meinen Blogeinträgen will ich Punkte ansprechen, die im Konsumalltag aktuell sind oder aber auch Kleinigkeiten, die alle KonsumentInnen jederzeit betreffen. Ausschlaggebend für die Themenwahl ist oft das, was mich persönlich zum Zeitpunkt des Verfassens am meisten beschäftigt.

Welches ist die wichtigste Blog-Erfahrung?
Ich beobachte, höre aufmerksam hin, mache kleine Notizen. Kurz: Im Konsumalltag bin ich viel wacher geworden. Dazu kommen die unzähligen Mails und Briefe, die wir auf der Geschäftsstelle erhalten: Überall hat es kleine, aber wesentliche Punkte. Ich fahre also oft eine «Blog-Antenne» aus, damit kleine Geschichten sich nicht ungehört aus dem Staub machen können. Bis jetzt war dies für mein persönliches Umfeld noch gut zu ertragen. Ich hoffe, dass ich weiterhin an offenen, kritischen Gesprächen mitmachen kann, ohne dass diese Blog-Antenne dabei ein störendes Rauschen verursacht.

Welches ist Ihr grösster Blog-Wunsch?
Wenn der eine oder andere Beitrag dem Leser oder der Leserin für einige Minuten eine Abwechslung vom Alltag beschert, dann habe ich mein Ziel erreicht. Mit Abwechslung meine ich einen Gedanken- (vielleicht sogar Gefühls-?)wechsel im ganzen Spektrum «Freude und Zustimmung» bis «Unmut und Unverständnis».

Sophie Graf | 25.08.2008

Der Ernst des Lebens

to-blog-or-not.pngLeider: Die Ferien sind vorbei. Für tausende von Schülerinnen und Schülern und deren Eltern beginnt heute wieder der Ernst des Lebens.

«Darf man als Blogger überhaupt Ferien machen», fragten wir uns schon an anderer Stelle. Und haben uns selber gegen eine Sommerpause entschieden. Doch haben Sie es bemerkt? Während der letzten vier Wochen haben wir unsere Blogfrequenz leicht heruntergeschraubt. Nun geben wir bald wieder Vollgas. Und wünschen Ihnen einen schönen Herbst!

Dominik Allemann | 22.08.2008

Bildung: Wenn Lehrer bloggen

schulbank_klein.jpgIn der Schweiz beginnt die Schule wieder – nach rund 5 Wochen Ferien. Für mich ganz aktuell: meine grössere Tochter geht neu in die erste Klasse und die Kleinere in den Kindergarten. Zeit sich umzusehen – bloggen LehrerInnen?

Obwohl das Bild vom alleinigen Klassenlehrer immer antiquierter wirkt – heutige Primarschüler werden bereits von mehreren Fachlehrern parallel geschult – kann man sich als Lehrender im Schulzimmer wohl ganz isoliert vorkommen. Was gibt es da heilsameres, als sich  im Internet Zuspruch, Austausch und Annerkennung zu suchen. Kommt dazu, dass in den letzten Jahren der Kommunikationsdruck auf die Schulen massiv zugenommen hat.

Ich meine darum, LehrerInnen-Blogs wären in vielerlei Hinsicht sinnvoll:

Austausch mit KollegInnen, Fachleuten
Was für ein Graus: Lehrende, die über Jahrzehnte die gleichen Konzepte aus der Schublade ziehen. Der Blick über das eigene Pult, Schulareal oder gar Landesgrenzen hinaus, inspiriert. Und knüpft ein Netz, das für den Schulalltag, aber wohl auch für die weitere Lehrkarriere von grossem Nutzen sein kann (gilt natürlich auch für etwelche andere Jobs).

Austausch mit den Lernenden
Vielleicht findet sich sogar ein Weg, mit den eigenen SchülerInnen in einen Dialog zu treten. Vielleicht will man sie sogar einbinden in eine Art Klassen- (Team-)Blog. Oder aber ganz bewusst die Redaktion bei sich halten und ausschliesslich Kommentare zulassen.

Austausch mit Eltern
Auf die Frage, wie es in der Schule war, bekommen 99% der Eltern wohl ein beiläufiges «ganz OK» zu hören. Attraktiv also, sich als Eltern durch das Online-Hintertürchen dann und wann in das Klassenzimmer zu schleichen. Und für die Lehrenden eine weitere Chance, bei den Eltern auf subtile Art mit Innovation und Transparenz zu punkten.

hier ein kurzer inspirativer Dreifach-Blick in «Bildungs-Blogs»:

«Kreide fressen», Gedanken eines Referendars
Die Notizen zum Schulalltag eines deutschen Lehrers/Referendars (für CH: Vorbereitung auf Lehramt in Deutschland). Bissig, pointiert, humorvoll.

«nja», Alltägliches einer Berufsschullehrerin (Buchhandel)
Sehr kurzweilig, informativ, persönlich. Schon fast best practice.

«bodensee edublog», learning with media and web for the future
Der Dozent für ICT-Didaktik und Medienpädagogik führt einen sehr umfangreichen und spannenden Blog mit vielen Links und Tipps.

Sophie Graf | 19.08.2008

Mythos Multitasking

art_questionmark.pngWer sich heute im Internet bewegt, bewegt sich an der Grenze zum Informationsrausch. Was aber passiert in unserem Kopf, wenn wir gleichzeitig telefonieren, im Internet surfen, E-Mails checken und Musik hören?

Multitasking im Internet: Ist unser Gehirn damit grundsätzlich überfordert? Kann unser Nervenzentrum mit der technologischen Entwicklung mithalten? Oder treibt im Gegenteil die Infoflut das Gehirn zu immer neuen Höchstleistungen an? Ein amerikanischer Psychologe hat diese Vorgänge genau untersucht. Im Center for Cognitive Brain Imaging in Pittsburg untersucht Marcel Just die Gerhirnvorgänge mit neusten Scan-Methoden. Das Ergebnis ist dramatisch: “Wir haben einfach nicht genügend Ressourcen, um zwei Aufgaben gleichzeitig gleich gut zu erfüllen, sagt der Forscher in einem Spiegel-Artikel (Die Titelgeschichte ist als E-Paper erhältlich). “Wenn wir es trotzdem tun, sinkt unsere Gehirnleistung um 40 Prozent.” Vom Mythos Multitasking können wir uns also bald verabschieden. Stimmen die neusten Forschungen (und davon gibt es viele), arbeiten nicht diejenigen effizeint, die möglichst viel möglichst gleichzeitig erledigen, sondern diejenigen, die sich auf eine Aufgabe nach der anderen konzentrieren.

Dominik Allemann | 18.08.2008

Stöckchen: Unser Blog – wieso, weshalb, warum

tn-stoeckchen.jpgNoch vor den Sommerferien warf uns Karsten Füllhaas das Stöckchen zu (ursprünglich vom Marketingblogger): Und stellte drei Fragen nach den Beweggründen für unser Blog-Engagement:

1. Seit wann gibt es Bernetblog.ch?
Der erste Beitrag ging am 28. November 2005 online. Wir feiern also bald den 3. Geburtstag.

2. Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?
Beobachtet hatten wir die Blogosphäre schon länger. Jetzt waren wir hin- und hergerissen: Mit dem eigenen Blog würde viel Arbeit auf uns zukommen. Wie wird es sein, sich online zu exponieren? Wer wird wie oft schreiben? Schliesslich ist unser (PR-)Fachblog ein Teamblog, ein «Corporate Blog». Was das alles bedeutet und wie sich die Blogosphäre entwickelt – darauf waren wir neugierig. Und wir konnten es nur in der Praxis erfahren.

3. Welchen Zweck hat das Blog?
Ein geschriebenes Konzept hatten wir nicht vom ersten Beitrag an. Wir haben dies aber bald nachgereicht (warum, ist auch in unserer Checkliste Blogkonzept oder abgekürzt im Anstoss-Newsletter zu lesen). Damit wir uns einig sind, was wir mit dem Blog wollen, damit alle am gleichen Strick ziehen und damit sich dies auch in der Qualität niederschlägt. Der Zweck zusammengefasst: Wir können uns vernetzen, bekannt machen und uns bei bestehenden und neuen Kontakten mit spannenden Inhalten profilieren – und im besten Fall gute Dialoge auslösen. Ebenso wichtig: Wir tauchen ein in die Blogosphäre, fahren unsere Antennen aus für Themen und News, sammeln Erfahrungen und üben uns in Recherche und Textarbeit.

4. Was hat das Blog bisher gebracht?
Quantitativ zählt Bernetblog.ch per heute 976 Beiträge. Gezählt auf rund 140 Wochen sind das durchschnittlich 7 Beiträge die Woche. Schätzen wir pro Beitrag 30 Minuten, wären es rund 490 Stunden Bloggerei. Es hat als zuerst einmal viel Zeit (Geld) gekostet. Gebracht hat es aber unschätzbar viel: geschärfte Augen für (Online-)Phänomene, interessante Bekanntschaften in der Blogosphäre und drumherum, und immer wieder vertiefte Auseinandersetzungen zu verschiedensten Themen der Kommunikation.

A propos – am Switzerland Blogcamp 3.0 vom 29. August im Technopark werden wir auch übers wie und warum des Bloggens diskutieren. Wir freuen uns auf jeden lebensnahen persönlichen Live-Kontakt vor Ort.

Dominik Allemann | 14.08.2008

Storytelling: das Fachbuch zum Thema

storytelling_cover.jpgGanz frisch erschienen: das Fachbuch «Storytelling» von PR-Experte Dieter Herbst. Natürlich bei weitem nicht das Erste zum Thema (Literaturliste Amazon), aber sicher sehr frisch überschaubar. Storytelling ist und bleibt ein unterschätztes Werkzeug der PR.

Auch wenn mir die knapp 200 Seiten übersichtlich erscheinen, hat es doch in der Einleitung und auch zwischendrin einige Seiten, die man überblättern kann. Die Kapitel sind gut aufgebaut: von den Wirkungsmechanismen über die Bedeutung in der PR, einigen handwerklichen Tipps (Ableitung aus der Realität, Kernelemente von Geschichten) bis hin zur Konzeption und einer ausführlichen Link- und Literaturliste. Eindruck gemacht haben mir diese sechs Punkte zu den Vorteilen von Storytelling aus Sicht der Dialoggruppen, hier gekürzt (S. 77/78):

1. Geschichten erleichtern das Einordnen neuer Informationen:
Wie ist das Communiqué, die Produkteneuheit, das Event in die ganze Firmengeschichte eingebunden? Wie kam es dazu? Wenn wir die ganze Geschichte kennen, können wir Infos besser einordnen.

2. Geschichten ermöglichen Orientierung:
Wenn wir also diese ganze Geschichte erzählen, reden wir über unsere Vergangenheit und vielleicht auch die Zukunft. Das gibt Verständnis und Vertrauen.

3. Die Bezugsgruppen können sich identifizieren:
Durch die Emotionen einer Geschichte (Motive, Werte) können wir uns mit den Handelnden und ihren (Miss-)Erfolgen messen.

4. Geschichten helfen, Probleme zu lösen:
Wie hat das Unternehmen seine Aufgabe, Probleme, Konflikte gelöst? Hilft mir die Geschichte bei den Eigenen?

5. Geschichten wirken in deren sozialen Umfeld
Gute Geschichten werden weiter erzählt: in Familie, Freundeskreis, Arbeitsumfeld.

6. Geschichten unterhalten
Wir sind alle gespannt wie es weitergeht: bei Apple, UBS, Google. Experten schätzen, dass 40 – 60% des Aktienwerts durch die Kommunikation von Erfolgs-Geschichten bestimmt wird…

Dies ein kleiner, gekürzter Auszug. Lesenswert und inspirierend sind auch die vielen Praxis-Beispiele (grau hinterlegt).

Bernetblog-Beiträge zum Storytelling:
Corporate Identity: Entdecken und erzählen

Präsentationstechnik: Lieber Skript als Folien?

Dominik Allemann | 12.08.2008

Newsnetz: Jetzt RSS, Kommentare, E-Mail-Abo online

newsnetz-newsletter.pngWas bei der Newsnetz-Lancierung fehlte, wurde schleunigst nachgeholt. Auch in Kommentaren zu unserem Beitrag wurden die Kommentare und Abo-Möglichkeiten (RSS, E-Mail) vehement gefordert.

Zu meiner Freude wurde bei der E-Mail-Abomöglichkeit keine halbe Sache gemacht. Alles komplett da:
– 3 verschiedene Empfangszeiten
– sortiert nach Themen
– Schlagzeilen-Update für den Morgen

Bei den Kommentaren bin ich verunsichert: Bei welchen Artikeln hat es Kommentare, wo nicht? Die Quantität ist enorm (in kürzester Zeit 85 Kommentare bei Georgien, 27 Kommentare bei der UBS). Die Qualität  lässt eher zu wünschen übrig; beispielsweise eine Forderung nach «mittelalterlichen Strafe der Verstümmelung» o.ä. (für Spitzenmanager)  – diesen Kommentar finde ich jetzt nicht mehr. Vergeblich habe ich einen Erklärungstext mit Verhaltensregeln gesucht. Und bin erstaunt über den einfachen Kommentar-Prozess ohne Angabe von E-Mail-Adresse oder ähnlich. Bin gespannt, wie sich dies weiter entwickelt.

Link Bernetblog-Beitrag: «Newsnetz: Neue Tamedia-Plattform jetzt online»

Sabine Betschart | 12.08.2008

4 Ohren und 4 Schnäbel

In einem vorausgegangen Beitrag habe ich einen wertvollen Hinweis bekommen, vielen Dank Fatima Vidal. Neben Thomas Gordon ist Professor Friedemann Schulz von Thun eine wichtige Person zum Thema zwischenmenschliche Kommunikation. Er entwickelte das Kommunikationsquadrat, bekannt auch als «Vier-Ohren-Modell»:

kommunikationsquadrat1.jpg

Wenn ich als Mensch etwas von mir gebe, bin ich auf vierfache Weise wirksam. Jede meiner Äußerungen enthält, ob ich will oder nicht, vier Botschaften gleichzeitig:

  • eine Sachinformation (worüber ich informiere) – blau
  • eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe) – grün
  • einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe) - gelb
  • einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte) – rot

Psychologisch gesehen, sind wenn wir miteinander reden auf beiden Seiten 4 Schnäbel und 4 Ohren daran beteiligt, und die Qualität des Gespräches hängt davon ab, in welcher Weise diese zusammen spielen.

Dominik Allemann | 08.08.2008

Newsnetz: Tamedia-Webplattform jetzt online

newsnetz_080808.pngSeit heute morgen online: das lange erwartete Newsnetz von Tagi, Berner Zeitung und BaZ. Bereits konnten wir Vorabversionen sehen und mitte Woche einen stündigen Test. Hier fürs erste einmal 2 Vorzüge und 1 Manko.

Bis heute waren wir der Meinung, dass sich der Online-Tagi stets ein bisschen verschlechterte (wie Marcel vor fast genau einem Jahr schrieb). Jetzt wurde der Auftritt radikal überarbeitet. Optisch gelohnt hat sich dies auf jeden Fall. Und wie die über 40-köpfige Redaktion uns journalistisch überzeugen kann, wird sich weisen.

Klarstmögliches Design
Um sich zurecht zu finden und wohl zu fühlen, brauchte ich extrem wenig Zeit. Die Struktur ist von wohltuender und vorbildlicher Klarheit. Nur: Revolutionär ist das nicht. Ich finde, die NZZ pflegt genau dies schon seit Monaten.  Wie bereits gegenübergestellt wurden viele Elemente übernommen. Ein Detail: Schade, dass man die relativ kleinen Fotos in den Artikeln nicht grossklicken kann.

Echt neu: von lokal bis international
Das schafft wohl nur das Internet. Wo kriegt man so schnell alles über das Weltgeschehen und 2 Klicks weiter den Tram-Unfall um die Ecke? Dieser Herausforderung stellen sich gedruckte Zeitungen (Mantel/Regionalbund), Lokalradios (wie hoch darf/muss die Newsqualität national/international sein?) und öffentlich-rechtliche Medien (sprachregionale Sender, Regionaljournale) schon lange und mit viel Aufwand (und/oder Gebührenfranken). Tamedia setzt dies im Newsnetz online  um – und macht damit einen strategisch enorm wichtigen Schritt. Dass diese Woche die «führenden Regionalverleger» das Konkurrenzprodukt «News1» angekündigt (s. Beitrag bei Medienlese) haben, braucht Tamedia nicht zu ängstigen, zumal dort mit Luzern, St. Gallen, Schaffhausen, Mittelland eher andere Regionen abgedeckt werden. Und der Vorabauftritt auch nicht gerade Appetit weckt.

MyNewsnetz
Vergeblich versuche ich bei Newsnetz das Angebot zu personalisieren. Alle (nationalen und internationalen) Vorbilder haben das bereits eingerichtet. Hier steckt Potenzial. Denn auf den grossflächigen Bildschirmen sucht man sich das Beste zusammen. Aber auf kleinen mobilen Geräten (by the way: wer hat das Newsnetz schon auf dem Mobile, iPhone o.ä. angeschaut?) will ich nur Inhalte «meiner» Wahl. Und themenspezifische Abos (die RSS-Feeds sind ja übrigens auch echt gut in der Fusszeile versteckt) bringen ganz klar mehr Leser auf die Site.

Ich bin sehr gespannt, wie sich Newsnetz journalistisch entwickelt. Kann es in der Schweiz zu einem Online-Leitmedium werden? Kann es eigenständig Stories aufdecken und durchziehen? Schafft Newsnetz es, sich echt von NZZ, 20min, etc. abzuheben?

Links:
Expertenmeinungen über Newsnetz (Quelle: Newsnetz Themendossier)
Beitrag von Medienspiegler Martin Hitz – treffender gehts nicht
news1.ch, die übliche Neugier – Jürg Stuker will mehr wissen über das angekündigte Portal

Sabine Betschart | 07.08.2008

Selma oder doch lieber Wanda?

selma.jpgEin innovativer Landwirt aus Appenzell vermietet seine Alpkühe. 390 Franken kostet die Miete für eine Saison und beinhaltet Besuchsrecht, eine Übernachtung mit Bauernfrühstück, Mithilfe beim Melken, Vorzugspreis beim Käsekauf und Erinnerungsfoto der Kuh.

Das Geschäft läuft blendend. Die rund zwanzig Kühe der Familie Breitenmoser sind nächtes Jahr bereits ausgebucht. Noch hat es freie Plätze für die Alpsaison 2010. Breitenmoser sagt: «Unter den Mietern befinden sich hauptsächlich Städter, die den direkten Bezug zur Natur suchen». Die Steckbriefe der angebotenen Kühe sind grossartig. Ich muss mich entscheiden zwischen der zierlichen Maxime, mit sehr grossem Leistungspotential, und Samira, die gerne hinter den Ohren gekrault wird. Ein schönes Beispiel einer spür- und erlebbar direkten Kundenbeziehung.

Dominik Allemann | 04.08.2008

Podcast: Mare-Chefredaktor im DRS3-Focus

mare68.jpgDie Stadt ist wie ausgestorben. Ferienfahrer- und Rückkehrer geben sich die Klinke in die Hand. Und am Radio spricht einer über das Meer. Der Mare-Chefredaktor und Meeresbiologe Nikolaus Gelpke.

Ziemlich genau vor einem Jahr schwärmte ich hier über mein Lieblings-(Print-)Magazin, das sich ausschliesslich allen Aspekten des maritimen Lebens widmet. Kürzlich inspirierte mich der stündige DRS3-Focus-Talk zwischen Mona Vetsch und dem Mare-Chefredaktor Gelpke erneut.

Höchst empfehlenswert für alle Ferienrückkehrer und Daheimgebliebenen:
- Focus anhören
- Focus downloaden (MP3,  22,9 MB)

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