Neues NZZ Folio zum Thema Internet
«Perlen aus dem Internet» heisst das neue «Folio», das heute der NZZ beiliegt. Erfahrene Surfer dürften zwar wenig Neues finden. Lohnend ist das Heft aber für all jene, die nicht den Grossteil ihres bisherigen Lebens im Internet verbracht haben.
Wer zum Beispiel nicht so recht weiss, was Facebook ist und was einem dort erwartet, dem hilft ein Erlebnisbericht von Mikael Krogerus weiter. (Krogerus’ Fazit: Er will seinen Account nach einem Monat wieder löschen – was sich als gar nicht so einfach erweist.) Und wer von ferne schon den Begriff «Cloud Computing» gehört hat, der kann sich in einem Artikel von Stefan Betschon schlau machen: Firmen wie Amazon und Google bieten virtuelle Rechenzentren an, die man via Internet mieten kann, um aufwendige Rechnerleistungen erledigen zu lassen.
Das Folio spendet dem Internet nicht nur unkritisch Applaus. Am Anfang des Hefts findet sich eine düstere Vision des bekannten Internetexperten und Bloggers Bruno Giussani. Er stellt sich vor was passieren würde, wenn Google heimlich unsere privaten Daten sammeln und diese dann eines Tages auf das Internet stellen würde. Die Vision ist etwas weit hergeholt, aber sie erinnert uns doch an eines: Wie sorglos wir private Daten durch die virtuelle Welt verschicken.
Kernstück des Heftes ist eine zehnseitige Liste, auf der 130 nützliche Websites mit kurzen Kommentaren vorgestellt werden. Dort findet sich viel Bekanntes – etwa amazon oder ebay–, aber auch einige Perlen: Die Website howstuffworks.com erklärt, wie zum Beispiel Antibiotika oder Mikrowellenöfen funktionieren.
Das Thema des neuen «Folio» scheint übrigens auf reges Interesse zu stossen: Die Webseite des Heftes war am Montag stundenlang überlastet.










2. Juni 2008, 21:08
Guter Tipp, aber wo befindet sich denn die Website des Heftes, welche völlig überlastet ist?
3. Juni 2008, 00:58
Nur Geduld, Jürg Meier wird den Link bestimmt noch nachliefern. Vermutlich wollte er momentan nur den NZZ-Server schonen.
3. Juni 2008, 01:00
Für was warten, hier ist der Link: http://www.nzzfolio.ch/
(Darauf hätte ich auch selbst kommen können…)
3. Juni 2008, 15:46
Danke an Andreas Hobi für den Link. Den hätte ich eigentlich selber liefern können, ob die Website nun funktioniert oder nicht.
6. Juni 2008, 00:02
[...] internetnn ich die Möglichkeit hätte die Zwangsgebühr zu sparen, würde > > ich > > davon SOFORT Premiere-World bestellen! > Herzlichen Glückwunsch, viel Spaß beim berieseln lassen durch > Fußball, > Formel 1 und schwachsinnigem Hollywood-US-Müll. Naja. Bisher ging es ja nur um Politik, die zwar ganz interessant ist, aber im Laufe der Zeit wohl eher sich selbst konfigurierende Verbreitungswege, wie dieses Forum finden wird. Das Internet ist ja nicht nur wegen seines STATISCHEN Informationsinhaltes sondern auch wegen seines DYNAMISCHEN Informationsinhaltes. Das Informationsangebot konfiguriert sich wie bei neuronalen Netzen selbst. Womit ich beim Thema waere. Das wissenschaftliche Angebot der Privatsender ist zwar oft von laestiger und aufdringlicher Werbung durchsetzt, aber dafuer fundiert und eher selten von der willkuerlichen Auslassung von Details, die der Sender wohl fuer eine zu starke mentale Belastung der Zuschauer haelt, durchsetzt als z.B. bei Nano (3sat). Im Uebrigen ist die sprachliche “Hygiene” (z.B. poppige Verhunzung insbesondere der griechichen Fremdwoerter, untergeschobene Kontextwechsel ala “Ich geh’ kaputt-gehst Du mit.”) sowohl bei Prosieben als auch bei Vox um Klassen besser als momentan bei 3sat. Ausnahmen bilden eigentlich nur die Bublath-Sendungen und ab und zu Globus. Was die Unterhaltung angeht, so haben die Privaten zumindest im Bereich der Sendungen, die nicht “sozial lehrreich sind” die Nase vorn: (Buffy ist zwar kitschig baer kurzweilig und vor allem brillant uebersetzt.) > > p.s. solche Leute sind der Grund wieso Demokratie nie richtig > funktionieren kann Na das wird sich mit der automatischen Kommunikation sowieso erledigen, falls sich die Politik der willkuerlichen Informationsvorenthaltung (z.B. nano, Spiegel-Fernsehprogramm) nicht weiter ausbreitet (Fairerweise muss ich sagen, dass das Spiegel’sche Wissenschaftsprogramm recht gut ist.). [...]