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Welches ist die richtige Währung?

www_typewriter.pngWelche Messzahl bestimmt den Wert einer Website? Nach welchen Kriterien sollen oder können Online-Verlage ihre Werbepreise festlegen?

Ein Artikel im Economist vom 29. November untersucht die Frage, nach welchen Kriterien Werbetreibende ihre Online-Kampagnen buchen sollen. Ende der 90er Jahre lösten «page views» die «hits» ab. Der Autor legt dar, weshalb auch «page views» mit dem Aufkommen der AJAX Technologie an Aussagekraft verloren hat. AJAX erlaubt es Webpages, sich selber zu aktualisieren, Beispiel Börsenticker. So kann ein User den ganzen Tag die gleiche Webpage aufgeschaltet haben, ohne diese aber mehrmals aufgerufen zu haben.

Die zweite, oft gebrauchte, Kennzahl ist «Unique Visitors». Doch auch diese ist nicht ganz so aussagekräftig, wie man sich das wünschen würde. Denn diese Kannzahl misst die Anzahl Browser und nicht die Anzahl Users. Dazu kommt, dass viele Leute ihre Favorites haben und deshalb diese Websites vom Büro, von unterwegs und zuhause aufrufen. Damit erhöht sich die Anzahl der Unique Visitors, jedoch nicht der Personenkreis, der die Website nutzt.

Der Autor führt weiter aus, das Kriterien wie «Time spent» und «Duration» an Bedeutung gewinnen und das deshalb Social-Networking-Sites im Werbebereich wahrscheinlich weiter zulegen werden.

Gemäss Net-Metrix sind für einen Vergleich der Leistungswerte der verschiedenen Websites die Kennzahlen «Visits» und die «Unique Clients», die Anzahl verschiedener Computer von denen aus eine bestimmte Website aufgerufen wird, am besten geeignet, um eine Website «werbetechnisch» zu beurteilen.

Zum Thema Webstatistik äussert sich auch Jörg Eugster in seinem Online Marketing Report.

Der Economist Artikel schliesst übrigens mit der Bemerkung, dass Webuser-Daten wie ein Gemälde des Pointillisten Seurat sind: Nur auf einen einzelnen Punkt zu schauen, macht wenig Sinn, alle Punkte zu betrachten, kann sehr befriedigende Resultate liefern.


2 Antworten zu “Welches ist die richtige Währung?”

  1. Andreas Hobi (schweizweit.net) sagt:

    Der letzte Absatz (Seurat) gefällt mir! Er hat in vielen Bereichen unseres Lebens Gültigkeit…

  2. Wochenrückblick 50/07 | schweizweit.net sagt:

    [...] Der Economist Artikel schliesst übrigens mit der Bemerkung, dass Webuser-Daten wie ein Gemälde des Pointillisten Seurat sind: Nur auf einen einzelnen Punkt zu schauen, macht wenig Sinn, alle Punkte zu betrachten, kann sehr befriedigende Resultate liefern. via bernetblog.ch [...]

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