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Marcel Bernet | 16.03.2006 | Dies & Das

Bei Klick klingelts: Google oder Amazon rufen Sie an

Wieder mal eine Kurzinfo zu neuen Anwendungen im Netz: Amazon und Google rufen Sie an, wenn Sie auf die entsprechenden Knöpfe klicken. «Click-to-call» heisst das als Service-Angebot bei Amazon, gefunden in einem Artikel des Wall Street Journal – hier der Link zum Text, wenn Sie ein online Abo haben. Sears gehört auch zu den Dienstleistern, die diese Möglichkeit testen. Noch ist die Akzeptanz anscheinend nicht sehr gross, Konsumenten rufen lieber selbst eine Gratis-Nummer an. Aber die Anbieter sagen, dass sie auf diesem Weg direkt zum Kunden gelangen, der sich so nicht durch eine ganze Reihe von Ansagen hören muss.
Mein Sofort-Test bei Amazon zeigt: WOW bezüglich Technik, Noch-nicht-ganz bezüglich Ablauf.
Gehen Sie auf Hilfe, dort auf einen einzelnen Eintrag [zum Beispiel Bestellen-Einkaufswagen], dann erscheint rechts dieser interessante Button:

Wenn man auf Telefon-Service klickt, kann man sich entscheiden, ob man sich einloggen möchte oder ohne Anmeldung weitergehen. In beiden Fällen erscheint dieses Fenster:

Genial: Zwei Sekunden nach dem Abschicken klingelt das Telefon. Die Enttäuschung – an der Gegenseite sitzt eine weibliche Computerstimme. Die Überraschung – der technische Dialog ist sehr gut gestaltet. Ich staune darüber, dass alle meine Eingaben stimmlich erfolgen können, und sie werden sehr gut erkannt. Als ich «neunzig-achtzig» bei einer Nummer sage, kommt doch die Quittung tatsächlich mit «neun-null-acht-null». Neckisches Detail und für mich als Nicht-Geek erstaunlich. Die Stimmerkennung wird uns noch weit führen…
Leider kann ich den Test nicht bis hin zu einer realen Person zu Ende führen. Die Computerstimme gibt nicht klein bei, will eine Bestellungs-Nummer, die ich eben doch nicht habe.
Schade – ich habe mich auf ein Sofort-Gegenüber gefreut, siehe auch meine Erfahrung mit Sunrise. Ach, das sind doch Kundenträume – ein Klick und man wird angerufen, muss sich nicht berieseln lassen, muss keine Entscheide zwischen 0 und 7 treffen…

Übrigens: Google bietet Adwords mit Telefon-Möglichkeit, auch «pay-per-call» genannt. Leider nur in den USA, von hier aus nicht testbar. Aber eine Kurzerklärung dazu und ein Bild habe ich gefunden. Spannender Ablauf, interessante Entwicklung, demnächst mehr dazu in diesem Theater…


1 Antwort zu “Bei Klick klingelts: Google oder Amazon rufen Sie an”

  1. Styropor.digital » Blog Archive » Trends Suchmaschinen-Werbung bei google sagt:

    [...] google werkelt wacker an neuen Lösungen, resp. Einnahmequellen mit google AdWords. Dabei lassen sich folgende Trends ausmachen: 1. pay per action [ via bernetblog.ch ] Es wird nur bezahlt, wenn eine Anzeige angeklickt wird. Klar. Jetzt testet aber google ein weiteres Modell: Der Werbetreibende bezahlt erst, wenn der User nach dem Klick auf der Website eine Aktion auslöst. Also zum Beispiel einen Newsletter abonniert, ein Download tätigt oder ein Formular abschickt. 2. pay per call [ via bernetblog.ch ] Websurfer können Kontakt mit Werbekunden von Google aufnehmen, in dem sie ihre Telefonnummer in ein bestimmtes Feld über ein Icon in der Keyword-Anzeige eintippen. Google schaltet die beiden dann zu einem kostenlosen Gespräch zusammen. Später einmal wird erwartet, dass Google von den Werbekunden, für jede Telefonnummer, die über das Icon eingegeben wird, eine Gebühr verlangen wird. Ähnliche wie jetzt die Klicks auf eine Werbeanzeige abgerechnet werden. 3. pay per video view [ via n-tv.de ] Der Internet-Konzern Google führt Video-Werbung ein und nimmt damit den Kampf gegen das Fernsehen um den größten Teil der Werbeetats auf. Dabei sollen die Filme als Standbild zu sehen sein und sich erst dann abspielen, wenn der Benutzer sie anklickt. «Wir bieten ein sehr, sehr unaufdringliches Werbeprodukt an», sagt Gokul Rajaram von Google AdSense. «Nur Benutzer, die die Werbung anklicken, sehen das Video.» [...]

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