Social Media Gipfel 5: Online-Monitoring in der Praxis

Social Media GipfeliDie wachsende Zahl von Kanälen und Inhalten sorgt bezüglich «Online-Monitoring» für tiefe Stirnfalten bei PR-Profis und Social Media Geeks. Am fünften Social Media Gipfel stellten zwei Praktiker ihre gegensätzlichen Lösungen vor.

Das Zuhören steht im Zentrum jeder Online-Dialogstrategie. Nur wer weiss, welche Inhalte von wem und wann publiziert werden, kann rechtzeitig Trends (oder gar Krisen) erkennen, Massnahmen definieren und allenfalls in den Dialog treten.

Wir erkennen im Agentur-Alltag drei Fraktionen im Umgang mit dem Thema:

  1. «Wir müssten was tun, wissen aber nicht wie.»
  2. «Ich habe für meine Keywords eigene Suchroutinen eingerichtet.»
  3. «Wir arbeiten mit einem spezialisierten Anbieter.»

Am Social Media Gipfel waren alle drei Fraktionen anwesend. Markus Maurer aka Kusito (von Ypsomed, 2. Fraktion) und Oriana Chiandusso von Postfinance (3. Fraktion) demonstrierten ihre Lösungen. Im Publikum sassen wohl auch einige von der 1. Fraktion.

Drittanbieter: umfassend, servicestark, kostenpflichtig
Postfinance hat als Strategie definiert, sich zuerst  im «Zuhören» zu üben – bevor man sich dialogisch engagieren will. Oriana arbeitet mit MBuzz von Meltwater. Das tägliche Alert-Mail liefert ihr einen Überblick über die Präsenz – sie kann die Daten via viele Funktionen verwerten, verteilen und für das monatliche Reporting aufarbeiten. Die Basislizenz kostet jährlich rund 10000 Euro und ergibt einen wöchentlichen Arbeitsaufwand von 10 bis 20 Stellenprozenten – Setup und Entwicklung rund 20 Prozent (Präsi von Oriana am Schluss des Beitrags oder hier).

Manuell: flexibel, einfach, bedingt zuverlässig
Mit zwei einfachen, webbasierten Tools überblickt Markus Maurer die Online-Welt: Für alle seine Keywords hat er Google alerts eingerichtet. Und erhält nach Wahl täglich, wöchentlich oder sofort alle Erscheinungen dazu. Markus hat beste Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit und Tempo gemacht und lobt die Flexibilität und Bedienbarkeit. Ergänzend nutzt er für Facebook, Twitter und Co. das «Social Media Dashboard» HootSuite. (Präsi von Markus).

Online-Monitoring ist ein Muss
Ob mit pragmatischem oder hochprofessionell systematischem Ansatz: Die Angebote werden sich in den kommenden Monaten rasant weiter entwickeln (was auch bei der Wortmeldung von bluereport-Mann Denis Nordmann zum Ausdruck kam). Es gilt auch hier: dran bleiben, ausprobieren, umsetzen.

Die beiden Präsentation sind anzusehen gleich nachfolgend in diesem Blogbeitrag oder direkt bei Slideshare. Ein Dank für die fotografischen Stimmungsbilder (Link Flickr-Galerie) geht an Michael Schmid!
Der nächste Social Media Gipfel findet am 3. November statt – gleiche Zeit, gleicher Ort. Auf der smgz-Website kann man sich für die Einladung vormerken lassen und Twitter-Kontakt mit @smgzh schadet auch nicht.

Links:
Twitterberichterstattung über den smgzh

alle bernetblog-Berichte über den Social Media Gipfel

Rückblick smgzh 5 bei Amazee-Blog
Foto-Eindrücke bei Flickr (Fotos: Michael Schmid)

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Social Media: Mehr Aussenstellen, mehr Aufwand, mehr Chancen

bild_buch_3-1Jetzt kann man mein neues Buch bestellen – geliefert wird Ende September. Dieser Beitrag zeigt am konkreten Beispiel, wie mehrere Social Media Plattformen fürs Buch eingesetzt werden, mit leicht variierten redaktionellen Konzepten; angepasst auf Zielgruppen und Medium.

Ab heute ist «Social Media in der Medienarbeit» hier über den bernetblog, über unsere Website und auf Facebook bestellbar.

Immer mehr Aussenstellen
Das Buch enthält auch eine Schätzung der für Social Media notwendigen Ressourcen. Dabei musste ich eine Menge von Annahmen treffen und schildern – ich habe vor- und rückwärts gerechnet und bin auf eine bis zwei Stellen gekommen. Manchmal plagten mich Zweifel, ob denn das nicht effizienter gehen könnte. Aber verschiedene Projekte, Gespräche mit Praktikern und nun meine eigene Erfahrung bei der Platzierung des Buches auf allen Plattformen zeigen: Konzeption, Umsetzung und Dialog verschlingen viel Zeit. Denn die Web-Phase, in der wir gerade stecken, bringt viele neue zu bespielende Aussenstellen mit sich. So sieht die Landkarte für unser Buchmarketing aus:

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Die eigene Website steht immer noch im Mittelpunkt – hier laufen alle Fäden zusammen, hier ist der Kaufprozess hinterlegt; er kann aber auch von anderen Plattformen aus angesprochen werden. Wir haben schon für das erste Buch eine Lösung mit Paypal aufgesetzt, die auch Kreditkarten akzeptiert. Immer noch wichtig bleibt der abonnierte E-Mail-Newsletter. Die graue Fläche steht für die Vernetzung all dieser Inhalts-Filialen, einer der entscheidenden Faktoren. Gelb sind die stärker dialogisch ausgelegten Social Media-Plätze: bernetblog, Twitter, Flickr und natürlich Facebook (Inhalts-Reiter «Buch»). Gerne würde ich auch einen Kurzfilm auf YouTube platzieren, das Drehbuch steht, aber bezüglich Umsetzung bin ich mir noch nicht klar.

Ergänzende, vernetzte und relevante Inhalte
Copy-Paste liegt nicht drin. Die Buch-Infos sind so variiert, dass sie den (angenommenen) Nutzerhaltungen entsprechen: Der Newsletter wird nächste Woche einen einmaligen Akzent zum Thema «Social Media Guidelines» setzen, im bewährten Inhaltskonzept mit schnell lesbaren Tipps. Der bernetblog bringt laufend inhaltlich angepasste Auszüge oder aktuelle Ergänzungen. Twitter vermittelt Ähnliches, aber in viel kürzerer Form und häufiger. Auf Flickr haben wir alle 19 Abbildungen aus dem Buch hinterlegt, das ist ein neuer Versuch. Facebook schliesslich ist wohl die aufwändigste und wichtigste Filiale. Hier setzen wir auf Interaktion: zuoberst auf der von INM (Kunde von uns) programmierten Seite steht die Möglichkeit, Fragen loszuwerden. Mal sehen, ob wir diesmal überrannt werden; die Option hatten wir schon im ersten Facebook-Inhaltskonzept (hier beschrieben), aber der Rücklauf blieb bescheiden. Dazu kommen das laufende Einspielen von News, Rezensionen und natürlich ein Kauf-Link.

Brian Solis hat gerade in einem Harvard Blog-Beitrag gekonnt auf den Punkt gebracht, dass Social Media nicht einfach da sind, um die gleichen Werbebotschaften mehrfach zu platzieren. Sein Konzept heisst einprägsam-amerikanisch: «KISS – keep it significant and shareable».

Richtig social wirds erst bei der Vernissage
Einmal im Jahr laden wir alle zugewandten Orte in unsere Agentur ein, in der Regel zu einer Kunstvernissage. Bald ist es Zeit für die zweite Buchvernissage, die steht aber noch mitten in der Vorbereitung. Denn bei allen Links, Buttons und «Gefällt mir» bleiben die persönlichen Begegnungen immer noch die farbigsten. Infos folgen, natürlich auf allen Kanälen…

Zum Thema:
Was bringt ein Facebook-Auftritt? Aufwand, Abhängigkeit, Aufmerksamkeit
Facebook-Tipps: Was bringt viele «Gefällt mir»?
Social Media ticken anders als klassiche Medien

Wir basteln uns ein Buch: Rückblick aufs Schreiben

bild_buch_3-1Ist es nun wirklich so weit? Ende September soll mein zweites Buch erscheinen, im Moment werkle ich fleissig an Website, Facebook und anderem für die Lancierung. Zeit für einen kurzen Rückblick und Einblick in meine Arbeitstechnik.

«Tra il dire e il fare c’e di mezzo il mare» sagen die Italiener so treffend. Dieses Meer des Verschiebens dauerte drei Monate: Im Oktober hatte der VS Verlag/Springer Fachmedien Ja gesagt zum Konzept, wirklich angefangen mit Schreiben habe ich Ende Dezember. Immer kam wieder ein Projekt dazwischen, noch eine Idee, keine Lust. Ich brauchte wohl etwas mehr Druck; so richtig los gings ab Januar. Erst als ich mir ein Schreibatelier eingerichtet hatte, zunächst in einem kleinen Zusatzbüro über unserer Agentur, später zu Hause im Schlafzimmer. So sah mein Arbeitsplatz zu Hause aus. Sehr geschätzt habe ich die Möglichkeit, alles Aktuelle einfach mal rund um die Tastatur und auf dem Boden liegen zu lassen.

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Sammeln: Delicoius, Evernote, Server, Papier
Fleissig Artikel gesammelt hatte ich schon länger; das Wichtigste schön in einer Hängeregistratur abgelegt. Da zeigt sich meine Papier-Erziehung alter Schule: Ich bin schneller im Durchsehen und Auffinden relevanter Inputs auf ausgedruckten Seiten. Hier landete nur Ausgesuchtes aus dem grossen Mehr an Delicious-Links, Evernote-PDFs und auf dem eigenen Server abgelegten Dateien. Auch da habe ich noch keine ein-eindeutige Sammeltechnik gefunden. Ganz spannend ist auch, dass ich immer wieder Zeug gesammelt habe, von dem ich später gar nicht mehr wusste, dass es auch noch vorhanden ist.

Notizen: Direkt in die Bücher, auf dem iPhone
Wertvoll waren einige ausgelesene Bücher, die wichtigsten werde ich demnächst vorstellen. Auch so eine Marotte von mir: Auf den ersten Buchseiten viele kleine Notizen mit Seitenvermerk. Auf dem Kindle habe ich das nicht schnell genug hingekriegt, auf dem iPad dann gar nie probiert. Die vielen Ideen für Kapitel und Aussagen, die beim Lesen entstanden, habe ich laufend in Things (Projektmanagement für Mac, hier beschrieben) notiert, gleich auf dem iPhone – da hatte ich einen Notizblock, der immer bei mir war, und der sich leicht durchsuchen liess. Dafür ging das Eintippen nicht soo schnell.

Schreiben: Word, Keynote, ächz
Diesmal wollte der Verlag gleich ein Layout-fähiges Word-Dokument. Damit stieg der Aufwand für mich massiv. Als besonders mühsam erwiesen sich erstens das Erfassen der Links (klappte nur mit www. auch richtig fürs PDF) und das endlose konvertieren von Keynote-Dokumenten auf Powerpoint. Ich liebe es, komplexe Sachverhalte in einfachen Grafiken darzustellen, und das kann ich in Keynote am schnellsten. Bloss gibts dafür keine gescheite Exportfunktion, wenn Druckdaten gefragt sind. Also alles nochmals von vorne in Powerpoint aufgebaut…

Jetzt ist das Buch im Druck. Und ich bin unter Druck fürs Marketing – mehr darüber im nächsten Beitrag.

Wieso überhaupt noch Bücher schreiben? Dazu das erste Zitat aus dem Buch, aus Frank Schirrmachers «Payback» (ja, jedes Kapitel hat wieder ein Startzitat, noch eine Marcel-Bernet-Marotte):
«Papier ist bald das letzte Medium, das ich noch nutzen kann, ohne dass jemand mitliest, der weiss, wo ich gerade bin und mir vorschlägt, was ich noch kaufen soll.»

Alle Artikel zum neuen Buch.

Mirjam Torres | 30.08.2010 | Tipps

Klappe ab: In wenigen Schritten zum Trick-Film

xtranormal 2 Logo Gehen Sie unter die Filmproduzenten, ohne teure Film- und komplizierte Schneid-Programme. Für online produzierte Animations-Filme braucht es einen Computer und kreative Inspiration.

Xtranormal.com verspricht die spielerische Kreation eines animierten Films mit ein oder zwei Figuren. Der Produzent wählt aus zwölf Filmsets und dann «Klappe ab». Die Dialoge werden den Akteuren buchstäblich in den Mund gelegt. Entweder eingetippt ins Dialogfeld, oder aufgenommen übers Mikrofon. Mit der Animation der Mimik und Gestik kommt Leben ins Bild. Hintergrund-Geräusche und effektvolle Kamera-Einstellungen rücken die Szenen ins richtige Licht. All dies entsteht durch das Einfügen der entsprechenden Piktogramme in die Dialogfelder – «drag and drop».

Rege benutzt
Xtranormal.com sieht im Film ein wichtiges Kommunikations-Mittel des 21. Jahrhunderts. Deshalb will die Firma die Produktion leicht zugänglich machen. Es scheint zu funktionieren. Bis dato wurden über 9 Millionen Filme kreiert. So entstehen Geburtstagsgrüsse, eigene Talkshows aber auch Werbungen. Voraussetzung ist ein xtranormal Konto.
Die Filmproduktion kostet nur etwas, wenn man sich für sogenannte „premium actors“ und „premium sets“ entscheidet (mit einem gelben $-Zeichen gekennzeichnet). Einmal gekauft, sind sie immer wieder verwendbar. Die Veröffentlichung auf den gängigen Plattformen ist gratis und geschieht direkt von der Webseite.

Sarkastisch animiert
Ich bin über den sarkastischen «I want an iPhone 4» Spot auf xtranormal.com gestossen. Dieser nimmt den Hype ums iPhone 4 aufs Korn. Trickfilm ist das ideale Instrument dafür. Die einfache Technik erlaubt es Inhalte mit wenigen Handgriffen online zu stellen. Ich glaube diese Entwicklung hat Zukunftspotential.

Fummeln im Web

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Wie nutzen die «Digital Native», die bereits mit dem Internet aufgewachsen sind, Social Media? Studien zeigen: Jugendliche fummeln oberflächlich im Web, sie sind keine Experten.

Wir «Alten» halten das Internet für ein revolutionäres Medium, schwärmen von den Segnungen des Blogs und twittern um die Wette. Jugendliche sind happy, wenn ihre Freunde in Reichweite sind und bei YouTube die Videos nie ausgehen. Anders als für die «Digital Immigrants» ist das Internet für Jugendliche weder Faszination noch Lifestyle – sondern einfach Mittel zum Zweck, ein Werkzeug. Statt vom Web sprechen sie von Google, YouTube und Facebook. Sie «gehen» nicht ins Internet, sondern sie sind «on» oder «off» – für ihre Freunde erreichbar oder nicht. Sehr unterhaltsam fasst der Artikel Null Blog auf spiegel.de diese Erkenntnisse aus verschiedenen Studien zur Internetnutzung von Jugendlichen zusammen.

Beziehungspflege steht im Vordergrund
Besonders umfassend hat das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg die Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen untersucht (Zusammenfassung der Studie Heranwachsen mit dem Social Web als PDF-Download oder Präsentation auf Slideshare). Gemäss dieser repräsentativen Studie von 2009 dient das Internet vor allem der Freundschaftspflege. Für die Jugendlichen ist das Beziehungsmanagement in Netzwerken das wichtigste Motiv der Social Web-Nutzung. Sehr selten ist der Typ des experimentierenden Selbstdarstellers (3 Prozent), der kreativ mit dem Social Web umgeht und eigene Inhalte schafft (z.B. Video drehen).

Wenige wollen aktiv mitmachen
So sind die meisten Jugendlichen nicht besonders geschickt im Umgang mit den digitalen Medien. Das Einzige, was Jugendliche den Älteren voraushaben, ist ihre Unbefangenheit am Computer. «Fummeln können sie», zitiert spiegel.de den Hamburger Bildungsforscher Rolf Schulmeister. «Sie bringen jedes Programm zum Laufen, und sie wissen, wo sie sich Musik und Filme besorgen können. Aber wirklich gut darin ist auch nur eine Minderheit.»

Gemäss der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie 2010, die auf Interviews mit 1800 Personen beruht, nutzen gerade mal 9 Prozent der 14- bis 19-Jährigen Twitter «zumindest selten». Die meisten bleiben passiv und melden sich selbst nicht zu Wort auf Twitter, in Blogs, auf Wikipedia oder YouTube. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt das Interesse an aktiver Beteiligung im Internet sogar – in allen Altersklassen. 2009 äusserten noch 13 Prozent der Befragten eine gewisse Bereitschaft, auf Online-Plattformen mitzuwirken; 2010 sind es nur noch 7 Prozent. Unter den 14- bis 19-Jährigen sank die Zustimmung von 49 auf 35 Prozent; bei den 40- bis 49-Jährigen nahm sie sogar von 28 auf 12 Prozent ab (Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie zur Web 2.0-Nutzung als PDF-Download).

ARD/ZDF-Onlinestudie: Web 2.0-Nutzung

ARD/ZDF-Onlinestudie: Web 2.0-Nutzung

Sonja Stieglbauer | 24.08.2010 | Tools

Was ist eigentlich: … Creative Commons?

Creative Commons IconWer Wissen im Internet teilen will, kann es anderen einfach machen. Mit einer Erklärung: Creative Commons heisst der internationale Standard.

Grundsätzlich sind Werke, also auch Inhalte im Web, urheberrechtlich geschützt. Häufig wollen Urheber aber ihre Werke gar nicht schützen, sondern wünschen Verbreitung. Beispielsweise beim bernetblog darf man

  • die Inhalte verwenden
  • ohne sie zu verändern
  • mit Quellenangabe
  • aber nicht kommerziell und
  • zu gleichen Bedingungen weitergeben

Signalisiert wird dies durch unsere Creative Commons-Lizenz im Impressum. Wer die Symbole nicht kennt, der klickt drauf und erfährt, für welche CC-Lizenz wir uns entschieden haben.

Creative Commons empfiehlt sich für alle Organisationen, die ihre Texte, Fotos oder Grafiken im Internet verbreiten wollen. Beispielsweise übernimmt Wikipedia Abbildungen nur, wenn alle Rechte freigegeben sind.

Organisation und Lizenzen
Creative Commons (CC) definiert sich als «… Non-Profit-Organisation, die in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet.»

Creative Commons gibt es bereits für über 50 Länder. Weil die Schweizer-Seite in Englisch ist, empfehle ich zur Info die Deutschland-Version

Für die sogenannten Jedermann-Lizenzen gibt es sechs Varianten

  • Namensnennung
  • Namensnennung-KeineBearbeitung
  • Namensnennung-NichtKommerziell
  • Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung
  • Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen
  • Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Gratis und mit geringem Zeitaufwand
Die Lizenzen sind gratis. Creative Commons finanziert sich über eine Stiftung und über Spenden.

Ein paar Stunden Aufwand sind aber nötig, um die CC-Webseite anzusehen, sich für die richtige Lizenz zu entscheiden bzw. um eine interne Empfehlung an die zuständigen Entscheider vorzubereiten. Dann muss man nur noch die Lizenz wählen und das Icon auf der Webseite, am besten im Impressum, einbinden.

Ausserdem empfehle ich eine jährliche Erinnerung, um die Aktualität der Lizenz zu überprüfen.

Im bernetblog: Creative Commons im Weissen Haus
Weitere Beiträge in der Reihe «Was ist eigentlich: …:
… eine API?»
…Echtzeit-Suche?»
…ein/e PR-Berater/in?»
…Cloud Computing?»
…ein Screencast?»
…das Semantic Web?»
…Web Compliance?»
…Twitter?»
…ein Social Press Release?»
…ein Widget?»
…die Craigslist?»

Zensekunden Murmeltier: Ich bin dann mal hier

Die Ferien sind vorbei, auch in Zürich. Alle, die dann mal weg waren, beanspruchen wieder ihren Platz am Bildschirm, in Stau und Warteschlangen. Postkarten-Dankeschön erinnern an vergangene Frei-Tage.

Auch ich habe mir eine Woche gegönnt. Postkarten habe ich kaum vorgefunden nach meiner Rückkehr, Handgeschriebenes bleibt eine Besonderheit im Zeitalter der digitalen «Gefällt mir». Mein Gruss passt zur Neuzeit, endlich habe ich mir wieder mal Zeit für zehn Sekunden Video samt Bearbeitung genommen. Geholfen hat dabei die Stabilisierungsfunktion von iMovie, mein Wackelzoom ist weichgeglättet. Die Murmeltier-Kolonie an den Hängen oberhalb von Zillis zeigte sich zutraulich, auf die Alp Taspegn verirren sich wenige Wanderer. Das hier macht einen Abgang – allen, die zurück im Bau sind, wünsche ich mit Robert Musil einen guten Start:

«Manche Menschen reisen hauptsächlich deshalb in den Urlaub, um Ansichtspostkarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.» (Weitere Zitate zum Thema «Freizeit»)

YouTube-Link zum Film

Buch: Wirtschaftsförderung 2.0

Wirtschaftsförderung 2.0Die Aufsatzsammlung von Habbel und Huber zeigt Aspekte der Wirtschaftsförderung rund ums Web 2.0: Anstösse über Wirtschaft, Verwaltung und Politik hinaus.

Fast 300 Seiten, über 30 Autoren, die Texte in wissenschaftlichem Verwaltungsdeutsch: Wirtschaftsförderung 2.0 wollte ich sofort wieder zuklappen. Beim Blick auf das Inhaltsverzeichnis habe ich meine Meinung geändert.

Als Ideensammlung vereinigt das Buch oft Gehörtes wie Transparenz, Bürgernähe und Barrierefreiheit und ergänzt es mit Themen wie virtuelle Arbeitsräume, Cybermobbing oder digitale Poststellen. Nützlich sind die Zusammenfassungen vor jedem Aufsatz.

Auch wenn das Wort Strategien im Untertitel vorkommt. Für mich liegt es zwischen Strategien und Praxistipps: eine Sammlung von Beispielen, ein Anstoss für Strategie und Massnahmen.

Wirtschaftsförderung 2.0, Franz-Reinhard Habbel/Andreas Huber (Hrsg.)

Mirjam Torres | 18.08.2010 | Dies & Das

Buchempfehlung: Schockierende Fakten im Bild

shocking_global_coverJeden Tag lesen wir Zahlen die uns nachdenklich stimmen oder zum denken anregen. Trotzdem vergessen wir solche Informationen schnell wieder. Ein britisches Design-Buch will dem entgegenwirken.

«Ganze fünf Länder kontrollieren über einen Drittel der Weltbank: Amerika, Japan, Deutschland, Frankreich und England». Bildlich dargestellt ist diese brisante Information im Buch «The little Book of Shocking Global Facts». Auf knapp 200 Seiten veranschaulicht die Publikation alarmierende Fakten zur Weltbevölkerung, Umwelt, Handel und Krieg.
Die Daten stammen beispielsweise von der UNO. Zusammengestellt vom britischen Design Studio «Barnbrook Design» geben die 100 Illustrationen bedenklichen Daten ein Gesicht: «This landmark publication demonstrates compellingly through words and pictures that unfettered globalization is a highly destructive force when used for profit or political power, and that a new compassionate world order needs to be instigated».
Die Symbolik der Bilder reicht von bunt psychodelisch anmutenden Zahlen auf schwarzem Hintergrund bis hin zu indianisch angehauchten Zeichnungen. So regen die provokativen Bilder zum Denken an. Das ist das erklärte Ziel der Autoren: Die Illustrationen sollen das Herz und den Verstand der Betrachter verändern. Die Autoren wollen die Globalisierung hinterfragen. Dies gelingt mit wenigen Informationen kombiniert mit einer treffenden Symbolik.

Link zum Buch bei Amazon (Partner-Link)

E-Mail-Abwesenheitsmeldung: Richtig weg

Fort und wegDie nächsten Ferien kommen bestimmt. «Out-of-office» bei Abwesenheit einzustellen ist in vielen Unternehmen Standard.

Zum Standard gehört auch, wie diese Meldungen aussehen und formuliert sind:

  • CD-konform, nach den gleichen Vorgaben wie alle Mails während des Jahres
  • Nächster Arbeitstag, am besten mit Wochentag: «am Donnerstag, 19. August, bin ich wieder im Büro». Formulierungen wie «Ferien bis am …» sind unklar.
  • Stellvertretung für dringende Fälle
  • Standard-Absender der Organisation
  • Für mehrsprachige oder englische Abwesenheitsmeldungen korrekte Übersetzungen verwenden

Meine persönliche Meinung: Nicht in Mundart. Natürlich dürfen wir in der Schweiz in die Ferien gehen und müssen nicht in den Urlaub fahren.

Es überrascht mich auch, wie viele Menschen mich per automatischem Mail wissen lassen, dass sie jetzt drei Wochen in der Karibik verbringen und dass diese Ferien dringend nötig sind.

Technische Voreinstellungen lösen das Problem nicht. Denn viele Menschen empfinden solche Vorgaben als Freiheitsbeschneidung. Die interne Kommunikation ist gefragt.

Web 2.0 und Museen – geht das?

Tag CloudKaum ein Schweizer Museum nutzt Social Media, dabei gibt es gute internationale Beispiele. Eine kurze Übersicht der Einsatzmöglichkeiten.

Noch sind die Museen im deutschsprachigen Raum verhalten, was den Einsatz von Web-2.0-Elementen betrifft. Gemäss einer Studie nutzt nur das Städel in Frankfurt die ganze Bandbreite der Web-2.0-Funktionalitäten.

Das Städel-Netzwerk als Vorreiter
Neben einem Facebook-Auftritt mit über 2000 Fans integriert die Website des Städel-Museums weitere Web-2.0- und Community-Elemente (siehe auch Video-Beitrag Museum trifft Web 2.0):

Die anderen Museen im deutschsprachigen Raum nutzen die Möglichkeiten von Social Media erst vereinzelt oder nur punktuell für eine Ausstellung oder ein Projekt, so das Fazit der erwähnten Studie. Die Bereitschaft zu einem weitergehenden oder umfassenden Einsatz sei noch nicht gegeben.

Street Museum

Kunstwerke auf Londons Strassen
Eine gute Idee hatte das Museum of London. Ein Programm für das iPhone bringt die verschiedenen Werke des Museums per Geotagging und Augmented Reality in Kontext mit der Stadt. Die Anwendung Street Museum verknüpft die (Landschafts-)Bilder und Fotografien aus dem Museum mit den heutigen realen Orten. Auf einer Stadtkarte werden die Ursprünge der Bilder angezeigt. Ist der Nutzer an einem dieser Orte unterwegs, wird das Kunstwerk auf dem Telefon-Display eingeblendet, sodass er es mit der heutigen Ansicht vergleichen kann.

Brooklyn Museum setzt Benchmark
Mein persönliches Vorzeigebeispiel ist das Brooklyn Museum mit seinem beispielhaften und überwältigenden Einsatz partizipativer Möglichkeiten und dazugehöriger Community – auch virtuell ein Besuch wert.

Studien zum Thema:

Facebook-Tipps: Was bringt viele «Gefällt mir»?

gefällt mir knopf von facebookVor zehn Jahren lautete die Frage: Was bringt Traffic auf die Website? Heute will man auf Facebook möglichst viele «Gefällt mir». Wie holt man sich diesen Klick auch bei immer mehr Facebook-Seiten? Erste Studien geben Hinweise – entscheidend ist ein klares inhaltliches Konzept, kombiniert mit echtem Dialog.

Das weltweit grösste Soziale Netzwerk ist ein Marktplatz der Meinungen, der bedient sein will – als Ergänzung zur Website. Immer mehr Organisationen unterhalten Facebook-Seiten, der Wettbewerb um Aufmerksamkeit wird intensiver. Gewinnen wird, wer die Interessen seiner Zielgruppen trifft und eine klare Idee bezüglich Ziele, Inhalte und Dialog hat.

Facebooker wollen Exklusives, Interessantes, Gemeinschaft
Allgemein gültige Aussagen über weltweit verstreute 500 Millionen aktive Nutzer sind unmöglich. Erste Fingerzeige für die eigene Inhalts-Strategie bringen US-amerikanische Umfragen:

was gefaellt auf facebook drei us studien

Die Grafik fasst drei Studien zusammen: Die Marketingagentur Razorfish hat 1000 US-Konsumenten befragt und im November 2009 ihre jährliche FEED-Studie veröffentlicht. 1314 waren es bei einer Umfrage des US-Netzwerks MarketingSherpa, veröffentlicht im Januar 2010 und nur als Zusammenfassung bei emarketer frei verfügbar. Etwas über 1500 schliesslich antworteten den beiden Research-Partnern Chadwick Martin Bailey und iModerate in der im Februar publizierten Studie, die als PDF zur Verfügung steht und ebenfalls auf emarketer zusammengefasst ist.

Drei Kern-Bereiche lassen sich ablesen: Erstens Exklusivität – von Sonderangeboten bis zur Erstinfo über neue Produkte. In den USA gibt es die grosse Tradition des Coupons-Sammelns, diese Art des Zugangs zu Aktionen verlagert sich immer mehr auf Facebook oder Twitter. Zweitens Interessantes – das reicht von Unterhaltung über Produkt- und Unternehmensinfos bis zum Kundendienst. «It’s fun and entertaining» bekommt einzig bei Chadwick/iModerate nur 10 Prozent der Nennungen, hier wurden im Gegensatz zu den anderen Umfragen aber auch  mehr Auswahlmöglichkeiten angeboten. Bei MarketingSherpa hiess der Punkt «Entertainment – funny and insightful», bei Razorfish «Interesting or entertaining content». Drittens Gemeinschaft: Mit «Zeigen, dass ich Fan bin» haben Chadwick/iModerate genau die richtige Option geboten, in ihrer Detailauswertung gelangt diese Nennung auf den dritten Platz. Marken und Organisationen, denen ich folge, prägen mein Image auf der Facebook-Bühne. Zu diesem Ausdruck von Gemeinschaft zählt auch die Tatsache, dass ich Kunde bin oder dass Bekannte Fans sind.

Drei Schritte zum Inhalts- und Dialogkonzept
Langfristig interessierte Fans oder Besucher/innen sichert man sich mit den richtigen Inhalten und einem authentischen Dialog. Es genügt nicht, einfach mal dabei zu sein. Wer kein Konzept hat, wird sich verzetteln und allenfalls gewonnene «Gefällt mir» schnell wieder verlieren. Drei Fragen führen zu einem nachhaltigen Auftritt:

1. Was und wen wollen wir erreichen?
Facebook ist eine zusätzliche Aussenstelle der Online-Kommunikation. Vernetzt im Zusammenspiel mit Website, Newsletter, Blogs, Twitter oder anderen Kanälen. Was soll die Investition in dieses Soziale Netzwerk bringen? Wer wird in erster Linie angesprochen? Sind Ziele und Zielgruppen realistisch, erst recht im Vergleich mit dem Auftritt von Konkurrenten oder nahen Meinungsmachern?

2. Was will man von uns? Wo können wir einen Beitrag leisten?
Wenn Kern-Zielgruppen definiert sind – was erwarten sie von Ihrer Organisation? Sind es Sonderangebote, inspirierende Inhalte, emotionale Bindung? Was kann Ihre Organisation inhaltlich und im Dialog bieten, ausgerichtet auf Erwartungen? Antworten erhält man durch längeres Zuhören, das Betrachten anderer Beispiele und eine kreative Sicht der eigenen Möglichkeiten.

3. Wie setzen wir das um, in Inhalt und Dialog?
Den Lackmus-Test für alle Ideen bringt die konkrete Planung von Massnahmen und Ressourcen. Wieviel Zeit ist für das tägliche Aktualisieren von Inhalten einzusetzen? Wo? Wer liest die laufenden Einträge auf der Pinnwand und beantwortet sie sofort?

Facebook-Auftritte sind zusätzliche Webseiten – oder ein ganzes neues Kapitel in ihrem bestehenden Web-Auftritt. Das heisst auch, dass für Facebook zusätzliche Stellenprozente einzusetzen sind, mit einer Gesamtsicht für alle Social Media-Aktivitäten. Die Bedeutung der Facebook-Präsenz wird zunehmen, weil immer mehr Web-Zeit auf diesen blauen Seiten verbracht wird.

Weiterführend:
Facebook-Kurzkonzept von Bernet_PR

Facebook-Handbuch mit Infos, Tricks, Regeln
MAZ-Bernet Social-Media-Seminar 11. Mai 2011

E-Mailings: Werkzeuge für den professionellen Einsatz, Teil 2

e-mailTrotz gängiger Praxis in vielen KMU’s: Der Massenversand von E-Mailings braucht mehr als nur ein gängiges Mailprogramm. Heute ergänzende Tipps zum letzten Beitrag zu diesem Thema.

Die nützlichen Hinweise von Leumund und gis sind es wert, aus den Tiefen der Beitrags-Kommentare heraufgehoben zu werden. Sie haben diese zwei weiteren Mailing-Programme empfohlen:

MadMini
… mit eigenem, ganz unterhaltsamem Blog und einem eindrücklichen Umfang an Features.

MailChimp
… sicher genauso umfangreich wie MadMini. Die Betreiber haben auch ihr Marketing voll im Griff. Eine Kostprobe – der Werbespot zur iPhone-Version der Anwendung – richtig witzig:

Auch spannend bei MailChimp; eine ganze Reihe von gratis Whitepapers, alle mit soliden Basics zu den Do’s und Don’ts im E-Mail-Marketing. Beispiel: Common E-Mail Marketing Rookie Mistakes (1,1MB PDF).

MadMini und MailChimp sind beides hervorragende und einfach zu bedienende, webbasierte Tools. Was besonders attraktiv erscheint, sind die Statistik-Tools; gerade in die Anwendung integriert oder via Google Analytics.

Danke also nochmals für die Empfehlungen von den genannten Lesern. Mail Bulk bleibt mal vorderhand bei uns in Anwendung – wohl bis wir diese Alternativen getestet haben und auch ihre Anbindung an unsere Filemaker-Datenbank. Was wir bei unseren Medien-Communiqués nicht brauchen, sind die Features rund um die Ausgestaltung als HTML-Mail. Wir sind immer noch der klaren Meinung: Journalisten wollen schnell und schnörkellos mit handfesten Infos bedient werden.

Link:
E-Mailings: Werkzeuge für den professionellen Einsatz, Teil 1

Multimedia: Glace gegen Lächeln und Kontakte

Unilevers Smile MachineUnilever hat eine Eismaschine entwickelt, bei der man mit Lächeln bezahlt – und indirekt mit Werbung in seinem Facebook-Umfeld.

Wer eine Gratis-Glace will, lässt sich von der Smile Machine fotografieren. Das Smile-o-meter bewertet dann das Lächeln. Das «richtige» Lächeln wird mit einer Glace belohnt. Und die portraitierte Person hat die Möglichkeit, das Foto auf ihrer Facebook-Seite zu veröffentlichen. Auf der Webseite von SapientNitro ist zu sehen, wie’s funktioniert.

Unilevers Nutzen ist doppelt: Die Maschine wird an Anlässen oder zur Happy Hour aufgestellt und erhält dort entsprechende Aufmerksamkeit. Mit der Veröffentlichung der Fotos erreicht Unilever zusätzlich das Facebook-Umfeld der Fotografierten. Aus Marketing-Sicht gelungen finde ich auch den Namen der Aktion: Share Happy.

Diesen Sommer lächeln wir in Euorpa aber noch ohne Belohnung: Der weltweite Einsatz der Maschine ist erst 2011 geplant.

Nützliches bei Twitter, Facebook und LinkedIn

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User und Betreiber erhalten neue Werkzeuge bei Twitter, Facebook und LinkedIn. In der Juni-Ausgabe der amerikanischen PR Tactics sind fünf Social Media-Tipps kurz vorgestellt.

Je grösser die Social Media Welt wird, desto mehr zusätzliche Services entstehen:

Tweets fördern (Promoted Tweets)
Unternehmen bezahlen für Tweets mit Werbe-Inhalten, die bei Suchanfragen als «Promoted Tweets» erscheinen. Der Tweet rutscht bei den Suchresultaten an erste Stelle, falls er relevant ist. Falls nicht, verliert er den «promoted» Status. So wird sichergestellt, dass der Benutzer keine für ihn irrelevanten Tweets erhält. «Promoted by» weist auf die werbende Firma hin. Unternehmen zahlen je nach Anzahl Tweet-Clicks. In einer ersten Phase testen ausgewählte Firmen das Programm.

Eingebaute Tweets (Embeddable Tweets)
Die meisten Blogger fotografieren ihre Tweets und fügen diese in ihren Post ein. Blackbird Pie könnte dies ändern: Der Link wird zum einzelnen Tweet oder HTML-Code snippet verkürzt. Man fügt den Tweet Link in Blackbird Pie ein und drückt «bake it». Der Link wird verkürzt wie beispielsweise bei bit.ly. Twitter arbeitet zur Zeit an der Kompatibilität der Codes mit den CMS-Systemen.

«Likes» auf Facebook Webseiten
Der kleine Daumen, auch «Like Button» genannt: bernetblog hat ihn beispielsweise am Ende jedes Blogbeitrags. Der Lesende drückt das «Like»-Symbol, falls der Beitrag gefällt. Der Newsfeed der Facebook-Seiten ihrer Freunde publiziert den Blog-Eintrag. Falls ihre Freunde nach der Lektüre auf den bernetblog gehen ist das Ziel erreicht.  Der «Like Button» ist ein unkompliziertes Instrument, die Aktivität auf einer Webseite zu erhöhen.

Einsichten ins Facebook-Innere
Das neue Facebook Insight Dashboard misst die Aktivität auf Facebook-Seiten, Applikationen und externen, in Facebook integrierten Webseiten. Für Administratoren eine Erleichterung, da Facebook-Aktivitäten an einem Ort abgerufen werden können. Nützliche Werkeuge für Webseiten-Betreiber und Applikations-Entwickler: 1. Grafiken von Interaktionen über eine bestimmte Zeit, 2. Nutzerzählung aufgeteilt in demographische Merkmale, 3. Zählungen der gesamten User-Aktivitäten.

Unternehmen verfolgen auf LinkedIn
LinkedIn-Nutzer können ihre Lieblings-Unternehmen beobachten, ähnlich der Facebook-Fanpage. Mit der Funktion «Follow Company» erhalten sie Mitteilungen über Updates einer Firmen-Webseite. Die Updates reichen von Firmen-Entwicklungen, offenen Stellen, anstehenden Beförderungen bis hin zu neuen Geschäftstätigkeiten. Die Informationen sind beispielweise für Jobsuchende oder externe PR Berater ein nützliches Instrument.

Die gennanten Dienste reagieren auf Bedürfnisse von Social Media Nutzern. Die Herausforderung liegt darin, die Anwendungs-Komplexität in Schach zu halten. Und nicht nur User-Wünsche zu erfüllen, sondern auch Einnahmequellen für die Dienste zu schaffen.

Baustellenführung: Durchmesserlinie Altstetten – Oerlikon

Baustellenführung im Hauptbahnhof ZürichUnser gestriger Teamausflug führte ins SBB-Besucherzentrum und zu den Baustellen im und unter dem Hauptbahnhof Zürich.

Der HB ist wie ein Wimmelbuch für Kinder: Pendler, Touristen, Durchreisende, Bahnangestellte und Bauarbeiter wuseln ober- und unterirdisch. Autos, Velos, Trams fahren draussen um den Bahnhof. S-Bahnen, Intercity, Eurocity auf den Gleisen. Alles funktioniert. Und gleichzeitig wächst der HB gewaltig. Ab 2013 werden die Züge von Altstetten über den HB nach Oerlikon durchfahren. Ziel ist es vor allem, die Kapazität zu erweitern; Fahrzeitverkürzungen sind ein Nebenthema.

Dazu wird gebaut: Brücken und Tunnels durch die Stadt für die An- und Abfahrt, einen neuen unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse im Stadtzentrum, Fussgängerpassagen, Shopping Malls oder ein neues unterirdisches Bett für die Sihl, die auch unter dem Bahnhof durch muss. Der sichtbare Beton ist nur ein Teil dessen, was unter der Erde das Ganze stützt.

Wen Baustellen kalt lassen, dem wird vielleicht warm bei dem Gedanken, dass hier knapp 3 Milliarden verbaut werden. Bei all der ameisenbauhaftigen Emsigkeit wird klar, dass der Preis für unsere Mobilität mehr als Franken kostet.

Nicht nur Verkehr und Baustelle funktionieren, auch die Führungen durch die SBB: Auf die Theorie im Besucherzentrum unter dem Gleis 18 folgt der Rundgang zu den verschiedenen «hot spots». Infos zur Durchmesserlinie und den Führungen gibt es online. Allerdings sind die Rundgänge mit Herrn Caviezel (Danke!) oder einem anderen SBB-Mitarbeitenden bis November ziemlich ausgebucht.

E-Mailings: Werkzeuge für den professionellen Einsatz

e-mailE-Newsletter brauchen zuerst relevanten Inhalt – textlich professionell und webgerecht umgesetzt. Stimmt dieser Kern, sind noch «technische» Hürden beim Versand zu überspringen. Hier zwei hilfreiche Werkzeuge.

Im Gespräch mit PR-Fachmenschen höre ich immer wieder, dass E-Newsletter noch als Massenmails mit den Adressen im «Blindcopy»-Feld versendet werden. Das ist unpersönlich und unzuverlässig, diese Mails bleiben leicht im Spam-Filter hängen.

Kürzlich habe ich Werkzeuge für den «Massenversand» von E-Mailings getestet. Das eine für Produktion und Versand des Mails, das andere als SMTP-Relais für den Versand von mehreren hundert Mails (SMTP = Simple Mail Transfer Protocol – Fachsprache fürs E-Mail Sendeverfahren). Beide Anwendungen sind empfehlenswert und einfach installierbar:

Das Mail-Programm: Maxbulk Mailer
Herkömmliche Mail-Programme wie Apple Mail oder Outlook sind für den Massenversand nur bedingt tauglich. Spezialisierte Programme – wie in diesem Fall Maxbulk Mailer – haben zusätzliche Funktionen. Zum Beispiel:

  • Import von E-Mail-Adressen aus Mailprogrammen, Textfiles, Datenbanken
  • persönliche Anrede und andere individualisierte Textelemente programmierbar
  • übersichtliche Verwaltung der Adressen und «Reporting» über gesendete Mailings

In diesem Demo Video (3min20sek) ist das Programm einfach erklärt.  Die Standardversion kostet 50€, die Proversion mit Zusatzfunktionen rund 60€.

maxbulk mailer

Das SMTP-Relais: Unified eMail
Zu meiner Enttäuschung blieb bei ersten Versuchen der Versand langsam. Die meisten Mail-Hoster beschränken die Versandleistung extra – um Spammern das Handwerk zu erschweren. Ein Mailing mit 600 Adressen dauert dann bis eineinhalb Stunden – bei zeitkritischen Versänden wie Mediencommuniqués ist das zu langsam.

Ein «SMTP-Relay»-Programm hilft. Es schickt die Mails nicht mehr über einen einzelnen, sondern in verschiedene Mailing-Pakete aufgeteilt über mehrere Server. Damit diese nicht überlasten oder regelrecht «verstopfen», können die Pakete in Intervallen mit kurzen Pausen versendet werden. Das reduziert das Mailing-Tempo enorm – auf nur wenige Minuten pro rund 600 Adressen. Wohlgemerkt: Jedes Mail wird einzeln, je nach Wunsch mit individueller Anrede, versandt – und nicht als einziges Massenmail.

Als Nebeneffekt «erkauft» man sich damit auch eine gewisse «Absender-Seriosität» – diese Anbieter überschauen im eigenen Interesse die Qualität der Mails, blocken Übeltäter und halten damit ihren Kanal sauber.

Wir haben uns für «Unified e-Mail» entschieden und machen mit einem kleinen Standard-Paket bis heute gute Erfahrungen:  1 Absender-Domain, bis 4 User, bis 520 Mails/h, bis 12500 Mails pro Monat. Grössere «Premier»-Solutions sind noch deutlich leistungsfähiger (bis 40000 Mails/h).

(Dank an Bruno Bachmann und sein Team für die Beratung.)

Link:
E-Mailings: Werkzeuge für den professionellen Einsatz, Teil 2

Twitter-Leitfaden: Schnelle Einführung ins Corporate Twittering

twitter_voegelNeben Facebook wächst auch Twitter immer noch schnell. Unser frisch überarbeitete Leitfaden führt ein ins «Corporate Twittering».

Den ganzen Leitfaden finden Sie zum kostenlosen Download auf unserer Website www.bernet.ch/checklisten oder weiter unten in diesem Beitrag gleich bei Slideshare.

Ein wenig überraschte mich das starke Twitter-Wachstum schon, spüre ich doch im Gespräch mit PR-Profis einen grösseren Widerstand gegen Twitter als gegen Facebook. Und doch: Im deutschsprachigen Raum ist die Microblogging-Plattform gemäss Webevangelisten.de seit April 2009 um 335 Prozent gewachsen – auf rund 270′000 Accounts wird deutsch getwittert, im April 09 waren es 65′000. Noch eindrücklicher die weltweite Verbreitung: Seit Januar 2009 hat sich die Anzahl Nutzerkontos von damals 14 Millionen auf heute 106 Millionen erhöht (Quelle: Website-Monitoring.com).

Microblogging – der schnelle Verstärker
Von diesen Zahlen alleine darf man sich nicht blenden lassen. Ein kritischer Blick zeigt:

  • 41% der Nutzer haben noch nie einen Eintrag geschrieben
  • 24% der Nutzer werden von niemandem «gefolgt» (followed)
  • 97% der Twitter-Nutzer «folgen» weniger als 100 anderen Twitterer

Und trotzdem: Mit der Einbindung in Xing, Facebook und andere Plattformen, gewinnt der Gratis-140-Zeichendienst an Bedeutung. Leicht aufgesetzt birgt er interessante Möglichkeiten für die Ergänzung von Social Media Kampagnen. Als Entscheidungshilfe für oder gegen die Integration von Twitter helfen diese drei Fragen:

1. Nutzen unsere Kunden/ Interessenten/ Beeinflusser Twitter?
Am Anfang steht das «Zuhören». Wenn unsere wichtigsten Bezugsgruppen twittern: Was interessiert sie? Wer kommuniziert mit wem? Welchen Beitrag kann unser Unternehmen leisten?

2. Ergänzt Twitter den Online-Dialog?
Twitter als erstes oder einziges Dialogelement im (Online-)Auftritt macht wenig Sinn. Der Dienst hilft am besten als Verstärker von bestehenden Dialogmassnahmen.

3. Haben wir Zeit?
Twitter ist zwar gratis – frisst aber Zeit. Nur zum Mitlesen mögen täglich 20 Minuten reichen. Wer gleichzeitig noch Inhalte publizieren und Dialoge pflegen, wendet mindestens 30 Minuten täglich auf.

Diese Grundsatzfragen sind ein Auszug und ein Amuse-Bouche aus dem 23-seitigen «Leitfaden Corporate Twittering». Darin finden Sie auch Hinweise zum Inhaltskonzept, zur Umsetzung, zur Integration in das Gesamtkonzept und spannende Links.

Mehr Dokumente bei Slideshare von Bernet_PR.

Studie Mikrotrends: Wegweisende Details für die Zukunft

mikrotrends zukunfts institut

«Mikrotrends sind kleine Ideen, aus denen grosse Märkte erwachsen» sagt Matthias Horx vom Zukunftsinstitut und verfasste mit anderen Trendforschern eine Studie dazu.

Wissen Sie, was «One-Button-Life» oder «iKnow» bedeuten? Ich weiss es (noch) nicht, aber es würde mich interessieren. Die beiden Mikrotrends und weitere 48 spürten Trendexperten des Zukunftsinstituts auf und erfassten diese in einer Studie. Die fünf Themenkapitel reichen von neuen Kundenbedürfnissen, Geschäftsideen von Trendpionieren, über Lifestyle, Gesellschaft und Marketingideen bis hin zu inspirierenden Produktinnovationen.

Die Studie behandelt Branchen-, Nischen- und Spezialtrends. Dazu gehören

  • unternehmerische Einfälle
  • Pionier- und Nischenmärkte
  • zündende Marktideen
  • Geschichten von Traditions-Unternehmen mit vielversprechender Wende
  • Innovationen mit Zukunftspotenzial.

Die Mikrotrends werden kurz definiert und prägnant dargestellt, beispielsweise «City life hopping», womit die wachsende temporäre Arbeits- und Wohnmobilität gemeint ist. Ein Pariser Self-Storage-Unternehmen geht auf diese Veränderung ein und bietet Lagerraum plus die Lieferung dorthin an. Der Service ist beliebt, da immer mehr moderne Städter kein eigenes Auto, geschweige einen Kleintransporter zur Verfügung haben.

Die Studie wird ab dem 21. Juli 2010 geliefert und kann noch bis zum 26. Juli, zu einem Subskriptionspreis, bestellt werden.

Direkte Kommunikation: Ungehörtes wird wiederholt

OhrEin Gespräch dreht sich im Kreis, immer wieder kommen die gleichen Argumente auf den Tisch. Vielleicht weil ein Gesprächsteilnehmer das Gefühl hat, man höre ihn nicht. Wirklich hinhören hilft.

Ob im Interview, in Sitzungen oder privat: Manchmal wird das stets Gleiche wiederholt und wiederholt. Nervig, wenn es um – aus meiner Sicht – Unwichtiges oder einen falschen Standpunkt geht. Und ob privat oder im Fernsehen: Mit einem «Das hast du schon gesagt» oder «Ja,ja, ich hab’s verstanden» treten wir auf der Stelle. Ein ungehörtes Argument wird so lange wiederholt, bis es gehört wird. Gehört aus der subjektiven Sicht des Sendenden.

Sobald mir bewusst wird, und das ist oft das Schwierigste, dass ich in einem Gespräch in der Wiederhol-Schlaufe stecke, versuche ich, auf dieses wiederholte Argument einzugehen. «Sie meinen also, dass wir das auch berücksichtigen müssen. Warum denn?»

Manchmal erfährt man dann etwas Neues, entdeckt ein Missverständnis. Manchmal kann der andere einfach darlegen, was ihm wichtig ist. Ich habe dabei erfahren, dass so ein Ausstieg aus der Schlaufe und oft ein Aufstieg auf eine andere Gesprächsebene möglich ist.

Hilfreiche Trockenübungen für besseres Zuhören und mehr: Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg

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